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        <name>Rühlemann&#039;s Kräuter und Duftpflanzen</name>
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    <title>Blog / Atom Feed</title>
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    <updated>2026-04-23T11:04:28+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Was sind Chemotypen (CT)?</title>
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                                            Thymian ist nicht gleich Thymian
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                 &amp;nbsp; 
 Thymian ist nicht gleich Thymian. Um die verschiedenen Dufttypen zu unterscheiden, werden verschiedene Herkünfte, die eine unterschiedliche Zusammensetzung der ätherischen Öle aufweisen, vor allem wenn es um Aromaöle geht, als Chemotypen (CT) klassifiziert. Natürlicherweise enthalten alle Thymianarten eine Vielzahl von ätherischen Ölen. Der Chemotyp bedeutet, daß eine Substanz eben überwiegt. Daraus hergestellte Destillate werden speziell in der Aromatherapie verwendet, wo sie ganz unterschiedliche Wirkungen erzielen. Das Thymiankraut selbst, ob frisch oder getrocknet, kann dabei genauso aromatherapeutisch angewendet werden. 
 Als Würzkraut können diese speziellen Thymiane Ihren Kochkreationen neue Nuancen und Geschmacksrichtungen beibringen. Teeaufgüsse sind eine andere Möglichkeit diese Aromen zu genießen. 
 Die hier angebotenen Thymiane mit dem Zusatz &quot;CT&quot; im Namen sind keine Sorten, sondern ursprünglich aus Frankreich stammende Wildtypen, die gärtnerisch durch Stecklinge weitervermehrt wurden. 
 &amp;nbsp; 
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                            <updated>2023-12-25T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Salbei-Deo</title>
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                 Salbei ist bekanntlich ja eine der ältesten Heilpflanzen der Erde. Schon vor den Griechen oder Römern wurde sie in China gehandelt, wobei eine Kiste Salbei gegen drei Kisten Schwarztee eingetauscht wurde. &amp;nbsp; Ihre ätherischen Öle, die Gerb- und Bitterstoffe machen sie zur idealen Pflanze auch bei der Herstellung von Naturkosmetik. Der Salbei wirkt in dem Deo schweißhemmend, das Natron neutralisiert unangenehme Gerüche und die Zitrone sorgt für eine frische, leichte Note. 
 100 ml Wasser in einem Topf erhitzen und dabei drauf achten dass das Wasser nicht heißer als 50 Grad wird. Dann einen Teelöffel Natron darin auflösen und zwei Teelöffel frischen oder einen Teelöffel getrockneten Salbei hinzugeben. Das Ganze läßt man nun ca.15 Minuten ziehen, bevor man durch einen Kaffeefilter abseiht. Nun 38 – 40% Alkohol (z.B. Wodka) Boden bedeckend in eine Sprühflasche oder Deoroller gießen, 6 Tropfen ätherisches Salbeiöl und 2 Tropfen ätherisches Zitronenöl beimengen und mit der Salbei-Natron-Mischung aufgießen. Fertig. Hinweis: ätherisches Salbeiöl ist für Schwangere und Kleinkinder nicht geeignet. 
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                            <updated>2021-05-21T06:45:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Rosmarin- Gesichtscreme</title>
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                 Zutaten für ca. 50 g: • 10 ml Rosmarinöl (Zweige in Mandelöl o.a. in einer Flasche an einem warmen Ort stehen lassen. Öfter schütteln ) &amp;nbsp; • 40 g Sheabutter • 5-7 Tropfen ätherisches Rosmarinöl  Die Sheabutter im Wasserbad erwärmen bis sie geschmolzen ist. Dann das Rosmarinöl langsam einrühren bis sich beides gut verbunden hat.   Wenn die Creme etwas abgekühlt ist gibt man ein paar Tropfen ätherisches Rosmarinöl unter Rühren dazu.   Ein paar Stunden später ist die schöne Creme fertig. Sie ist sehr gut für die Gesichtspflege geeignet. 
  Sheabutter ist besonders hautpflegend, hautstraffend, regenerierend und heilend. Außerdem intensiv feuchtigkeitsbindend.   Rosmarinöl, speziell das konzentrierte ätherische Öl, hat außer seinen anderen Eigenschaften wegen seiner durchblutungsfördernden Wirkung auch einen positiven Einfluß auf die Haut. Dadurch wird sie besser mit Sauerstoff versorgt und macht so einen frischen, entspannten und rosigen Eindruck und wirkt Falten entgegen. Der natürliche pH- Wert wird wieder hergestellt und wirkt zudem entzündungshemmend, sodaß Rosmarinöl auch gut gegen Pickel, Cellulite, unreine Haut, Ekzemen und Abszessen eingesetzt werden kann. Durch seine antiseptische Wirkung kann Rosmarin zudem zu einer schnelleren Wundheilung beitragen. 
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            <title type="text">Erwischt!</title>
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                 Es gibt Früchte, die kann man einfach nicht heimlich naschen … So erging‘s heute Cynthia, als sie sich im Vorbeigehen ein paar reife Früchte in den Mund steckte …  Dass sie eine solch intensive Farbwirkung haben, sieht man ihnen nun wirklich nicht an. ;) 
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                            <updated>2021-04-23T06:45:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Kräuter-Duftkissen</title>
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                 Beim Rosmarin-Schnuppertag, den ich mit Eva vorbereitet habe, kam mir die Idee mit den Kräuterkissen. Eva lehrte mich die belebende Wirkung des Rosmarins. Und da dachte ich: dass ist ja das Gegenteil zur Lavendel-Wirkung, die bekannterweise beruhigend ist. So entstand die Idee der Kräuterkissen.   Ich habe mir daraufhin dazu Gedanken gemacht, welche Pflanzen zum trocknen in Frage kommen würden, denn nicht alle Pflanzen behalten nach dem trocknen ihren Duft. Rosmarin, verschiedene Duftgeranien, Rasierwassersalbei, aber auch Katzenkräuter wie Katzenminze oder Baldrian kamen mir in den Sinn. Der just gebaute Kräutertrockner von Florian und Andre bot mir eine gute Möglichkeit, die von mir ausgewählten Kräuter zu trocknen. Aufgrund der Struktur von zum Beispiel den Duftgeranien war mir klar, dass diese Pflanzenteile besonders lange brauchen würden, um vollständig zu trocknen, ansonsten würde man das Risiko eingehen, dass die Duftkissen mit der Zeit gammeln/schimmeln würden.   Nachdem die Pflanzen einige Wochen Zeit hatten zu trocknen, begann der Prozess die Kissen zu fertigen. Ich versuchte unterschiedliche Größen aus. Da ich die Kissen mit belebendem Duft für die Schreibtischlampe für lange Tage im Büro oder diese mit den von Katzen bevorzugten Duft für die Katzen im Betrieb vorgesehen habe, habe ich mich entschieden, die fertig genähten Kissen in der Größe 8,5x8,5cm zu machen. Der ausgewählte Stoff ist relativ dünn, damit man nachher den Duft des Inhalts wahrnehmen kann. Auch habe ich mich, zusätzlich zum Stoff, noch für ein dünnes Vlies als Inlet entschieden, da so die Kissen etwas bauschiger sind und netter zum anfassen.   Den Stoff habe ich also auf eine Größe von 9,5x9,5cm (Nahtzugabe inbegriffen) ausgeschnitten, die Vliese eher auf 8x8cm. Auch bekamen einige der Kissen ein Band eingenäht, damit man sie später an den Rückspiegel im Auto oder an die Schreibtischlampe hängen kann. Die letzten Schritte sind die auf links an drei Seiten zusammen genähten Kissenhüllen umzudrehen, mit dem Vlies-Inlet auszuwattieren und die ausgewählten Kräuter hineinzufüllen.   Die Menge der getrockneten Kräuter würde ich auf 1-2 Esslöffel schätzen, das liegt aber im eigenem Ermessen und wie stark der Duft der getrockneten Kräuter ist. Einige der Blätter habe ich mit  der Hand ein wenig zerkleinert/klein gebröselt, da sie sonst zu voluminös wären. Zum Schluss wird die offen gelassene Seite der Kissen nach innen eingeschlagen, mit einer Nadel fixiert und letztendlich noch einmal mit einem Abstand von ca. 0,5cm um den Rand der Kissen genäht um diese zu verschließen. Fertig sind die kleinen Duftkissen. 
  Unserem Kater Findus hat der Duft der Katzenminze und des Katzengamanders sichtlich gefallen! Meine Kollegen fanden vor allem den Duft der Duftgeranie ‚Lemon Fancy‘ überzeugend. Im Allgemeinen sind besonders die getrockneten Geranien (z.B. ‚Lady Plymouth‘) mit ihrem lebhaften Duft positiv aufgefallen.   von Frederike Tischoff &amp;lt;3 
   
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                            <updated>2021-04-22T07:49:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Thymian-Hustensirup</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2019, Seite 327) 
  Rezept als pdf-Datei öffnen  
 Cynthia und Stefan haben sich dieses Jahr dran gemacht und die verschiedenen Thymiansorten genauer betrachtet. Bei so vielen Sorten fiel die Auswahl schwer. Drei der immerhin 35 Thymiansorten aus unserem Sortiment kamen schließlich in die engere Auswahl. Zum einen der Piemontesische Limonenthymian mit seinem starken Citrusaroma, der Kümmelthymian mit dem eindeutigen Kümmelbukett und der Zwergthymian, der trotz seines Namens ein großes Kontingent an Duft und Würze bereithält, genau wie ein Großer. 
 Ernte, Schneiden und in Alkohol einlegen und erst einmal ziehen lassen. Geduld ist wie bei vielen Dingen in einer Gärtnerei die höchste Tugend. Schon nach wenigen Tagen nimmt der Alkohol eine wunderbare Färbung und Aroma an. Allerdings ist er natürlich auch ganz schön stark und so wohl höchstens als Verdauungsschnaps zu verwenden. 
 Also lassen Stefan und Cynthia noch ein wenig Zeit verstreichen um wirklich jedes Aroma aus dem Thymian zu extrahieren. Dabei machte der Piemontesische Limonenthymian allerdings nicht so eine gute Figur wie seine zwei Mitbewerber. Hier kam das typische Aroma nicht so stark durch und er wirkte sogar leicht muffig, dabei ist er in Tees, beim Kochen und vielen anderen Gelegenheiten ein wahres Multitalent. Vielleicht mag er einfach keinen Alkohol. 
 Der Kümmelthymian und der Zwergthymian jedoch legten all ihr Aroma in den Alkohol. Schließlich war es soweit und der Thymian wurde abgesiebt und der Schnaps mit braunem Zucker verkocht, bis er leicht karamellisierte und eine wunderbar goldbraune Färbung annahm. 
 Einige Kollegen (auch ohne Husten) durften kosten und waren einhellig begeistert. Das war wirklich einfach und dazu komplett ohne irgendwelche Chemie! Nächstes Jahr wollen die beiden noch einen Schritt weiter gehen und sich an Hustenbonbons versuchen. Wir sind gespannt! 
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                            <updated>2020-08-27T12:30:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Tabak aus dem eigenen Garten</title>
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                 (Katalog 2019, Seite 314) 
  Rezept als pdf-Datei öffnen  
 Tabakanbau ist Arbeit. 
 Allerdings nicht mehr als so manches Gemüse. 
 Die jungen Sämlinge müssen vorgezogen und vereinzelt werden um dann, nach den Eisheiligen, ausgepflanzt  werden zu können. Je nach Art und Sorte werden sie mannshoch, also sollte man vorher etwas mehr Platz einplanen. Wichtig: der private Anbau von Tabak beschränkt sich auf maximal  99 Pflanzen! 
 Der wirkliche Aufwand steckt im Herstellen von Rauchtabak. 
 Wenn die Pflanzen ausgewachsen sind werden nach und nach die Blätter geerntet und langsam über Wochen getrocknet. Die richtige Trocknung erkennt man an der Farbe: ein helles Braun. Zu schnell getrocknet und sie bleiben grün, zu feucht gelagert und sie schimmeln. Der nächste Arbeitsschritt wäre dann das Fermentieren. Kommerziell wird Tabak bei 40-50°C fermentiert. Da der Laie selten Zugang zu einer Klimakammer hat, behelfen sich die meisten damit, ihren Tabak im Sommer über Wochen im heißen Auto zu lagern. Natürlich kann man die Blätter auch in einem Gefäß der Wahl in die Sommersonne stellen. 
 Der unfermentierte Tabak kann auch geraucht werden, ist aber deutlich härter als wir hierzulande gewohnt sind. Nun steht man vor der Wahl ob das Ergebnis in Zigarettenpapier gedreht werden soll oder ob man sich die Mühe macht und Zigarren rollt. Ich als seltener Raucher hab mich nun am Zigarrenrollen versucht. Ob ich nun so regelmäßig rollen werde, dass ich Übung darin bekomme? 
 Letztendlich ist Tabak nicht weniger ungesund, nur weil er aus dem eigenen Garten kommt. 
 Fazit: das Ganze ist ein Projekt für experimentierfreudige mit Geduld und Zeit. Wenn man sich aber mal daran versuchen will, ist es eine angenehme Beschäftigung. 
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                            <updated>2020-08-27T02:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Trockenkünstler</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2019, Seite 79) 
  Rezept als pdf-Datei öffnen  
 Bei einem Rundgang durch die Gärtnerei entdeckte ich zum ersten Mal die Blüten des südafrikanischen  Mittagsblumengewächses Delosperma bosseranum.  Darunter gab es einige Pfanzen, die die sehr widerstandsfähigen Samenkapseln zeigten. Silke berichtete, dass es immens schwierig sei, diese Kapseln bei der Saatguternte zu knacken. Sandra bekam das zufälligerweise mit, schmunzelte und fragte uns: „Soll ich euch mal zeigen, wie man ganz einfach an das Saatgut kommt?“ Also goss sie ganz kurz ein wenig Wasser über die Trockenheit liebenden Pflanzen. „Aaaaaaaaahhhhh! Ooooooohhhh!“ Das Erstaunen war groß, denn innerhalb von Sekunden öffneten sich diese harten Kapseln und gaben ihr Innerstes frei: Saatgut, welches beim nächsten stärkeren Wasserstrahl aus den Kapseln geschwemmt worden wäre, um sich irgendwo ein geeignetes Plätzchen zum Keimen zu suchen. Wenn man des Griechischen mächtig ist, verrät der Name der Pflanze es im Grunde schon: delos = offen, sperma = Samen. Wie sich dieses wunderschöne Schauspiel erklären lässt? Wie immer! Es geht um Fortpflanzung unter schwierigsten Bedingungen. Delosperma bosseranum gehört zu den Wüstenpflanzen und als solche muss sie lange warten bis ein Regen und somit die Chance zur Vermehrung kommt. 
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                            <updated>2020-07-09T09:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Mein kriechendes Bergbohnenkraut</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2019, Seite 54) 
  Rezept als pdf-Datei öffnen  
 In meinem zweiten Jahr bei Rühlemann‘s wurde ich auf das kriechende Bergbohnenkraut aufmerksam. Ich liebe Bohneneintöpfe. Und die Vorstellung, sie mit frischem Bergbohnenkraut zu verfeinern fand ich toll. Also nahm ich eine Pflanze mit und pflanzte es auf mein Steinbeet. Da die Pflanze 2015 noch recht klein war, ließ ich sie erst mal in Ruhe wachsen. Ich hoffte, dass sie den Winter überstehen würde. Im nächsten Jahr wartete ich gespannt darauf, dass sich die ersten Blätter zeigten. Und tatsächlich hatte mein kleines Pflänzchen den Winter überstanden.  Es wuchs wie verrückt und wurde immer größer. An den vielen weißen Blüten waren Hummeln und Bienen fleißig am sammeln. Mittlerweile wächst das kriechende Bergbohnenkraut das vierte Jahr bei mir und wird immer schöner und größer. Deshalb habe ich es erst in diesem Jahr übers Herz gebracht etwas abzuschneiden um es zu verwenden. Es war sehr lecker. Aber die Freude über die Größe und Schönheit überwiegt und ich werde die Pflanze weiter wachsen und noch schöner werden lassen. 
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                            <updated>2020-07-02T08:45:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Andorn, Medizinpflanze des Jahres 2018</title>
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                 (Katalog 2019, Seite 23) 
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 Der Studienkreis für die Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg hat den Andorn zur Arzneipflanze des Jahres 2018 gekürt.  Nicht ohne Grund, denn der Andorn ist in Europa ein seit Jahrhunderten geschätztes Heilkraut. Mit der Wahl zur Arzneipflanze des Jahres wollen sie dem Andorn wieder zu etwas mehr Popularität verhelfen. Die Experten verweisen insbesondere auf die schleimlösende Wirkung bei erkältungsbedingtem Husten, für die der weißfilzig behaarte Andorn seit langem bekannt ist. Die Wirksamkeit wurde in vielen wissenschaftlichen Studien bestätigt.  Das Aroma ist sehr medizinisch; der bittere Tee aus den Blättern regt die Galletätigkeit an. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte man ihn aber nicht anwenden.  Andorn stammt aus dem Mittelmeerraum. Er gedeiht aber auch nördlich der Alpen bis nach Südskandinavien. Hier ist er in warmen und trockenen Regionen zu finden – als Auswilderung aus dem früher weit verbreiteten Anbau für Heilzwecke. Andorn ist zudem eine schöne Blattpflanze, die bis zu 40-60 cm hoch werden kann. Blätter und Stängel sind behaart, die weißen Blüten stehen dicht. 
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            <title type="text">Optische Täuschung oder Pflanzendeva?</title>
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                 (Katalog 2018, Seite 306) 
 Letztes Jahr lud Daniel zu einem großen Sommerfest nur für uns Mitarbeiter. Ich hatte die wirklich schöne Aufgabe, eine Einladung dafür zu gestalten. Daniel wünschte sich als Motiv ein erdiges, wurzeliges Bild. Gar nicht so einfach zu finden in einer Gärtnerei, in der Pflanzen in Töpfen kultiviert werden. 
 Einige der Pflanzen zeigen allerdings bereits in ihrem kleinen Topf, dass sie wahre Wurzelkünstler sind. Dazu gehört auf jeden Fall der Peru-Portulak. 
 Da ich wusste, dass ein Exemplar schon seit Jahren im Boden unseres Verkaufs-Gewächshauses ‚Oase‘ wächst, versuchte ich mein Glück zuerst dort. Kroch unter den Tisch, unter dem sich die meisten Wurzeln ausgebreitet hatten, machte ein paar Aufnahmen und ging daran, die Karte zu gestalten. Um Vorder- und Rückseite der gewünschten Klappkarte zu erhalten, spiegelte ich das Bild horizontal … 
 ... und dann blieb mir erst einmal für einige Augenblicke der Mund offen stehen. - Aus dem nun entstandenen Bild schaute mich plötzlich jemand an! Als ich das Ganze Daniel zeigte, erzählte er mir, dass er sogar einen ganzen Fotoband dieser sogenannten Pflanzendevas, die sich oft in gespiegelten Fotos zeigen, besitzt. Für mich ein völlig neues Bilderleben, das mich sehr faszinierte. 
 Für die Einladung machte letztlich ein anderes Spiegelmotiv das Rennen - der starke Eindruck dieses ersten entstandenen Bildes aber ist geblieben. 
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            <title type="text">Buntes Sushi dank Reisfärbepflanze</title>
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                 (Katalog 2018, Seite 256) 
 Im Frühjahr 2017 probierte Karina zum ersten Mal das Reisfärben mit der Reisfärbepflanze aus. Das Ergebnis - blassrosa Reis - fand sie so überraschend, dass sie überlegte, was man wohl noch damit anstellen könnte. Als sie Angelika darauf ansprach, war die Idee des farbigen Sushi geboren, denn Angelika liebt es, Sushi selbst zu machen. Anfang August suchten sie sich die blattreichsten Pflanzen aus und verabredeten sich in der Gärtnerei-Küche – das Experiment konnte starten! 
 
 
 
   
 Zunächst werden soviele Blätter von den Stängeln gezupft, bis der Boden eines Topfes damit bedeckt ist. 
 
 
   
 Mit Wasser auffüllen, bis die Blätter mit Wasser gut bedeckt sind. 
 
 
   
 Das Ganze einmal gut aufkochen. Dabei löst sich bereits der rote Farbstoff aus den Blättern. Blätter in der Flüssigkeit über Nacht ziehen lassen. 
 
 
   
 Am nächsten Tag war die Überraschung groß: die Farbe hatte sich in ein kräftiges Violett verwandelt! Flüssigkeit nun durch ein Sieb abseihen. 
 
 
   
 Die benötigte Menge Flüssigkeit zum Reis kochen abmessen. Beides zusammen aufsetzen und Reis gar kochen. 
 
 
   
 Zum Sushi-Reis wird meist noch Reisessig zugegeben. Dieser hatte eine Farbveränderung in Richtung rosarot zur Folge. Da die beiden den Kontrast reizvoll fanden, haben sie beide Varianten weiterverarbeitet. 
 
 
   
 Nun wird der gefärbte Reis auf Algenblätter gestrichen. Dass diese leuchtend grüne Pflanze solch einen Farbstoff hervorbringt, ist fast nicht zu glauben. Ganz wichtig: der Farbstoff ist völlig geschmacksneutral und völlig natürlich! 
 
 
   
 Das Gemüse, das als Füllung vorgesehen war, hob sich jetzt farblich nochmal deutlich vom Reis ab: in Streifen geschnittene hellgrüne Gurken, gelbe Paprika und leuchtendgrüne Avocado waren es hier. 
 
 
   
 Nun kam der schwerste Teil: das Rollen der Algenblätter mitsamt der Füllung - gar nicht so einfach, aber auch Karina hatte den Dreh nach kurzer Zeit raus. 
 
 
   
 Gerollt wird mithilfe der Bambusmatte, die es speziell zum Sushi herstellen zu kaufen gibt. 
 
 
   
 Wenn alles klappt, entstehen gleichmäßig feste Rollen. 
 
 
   
 Diese werden nun in ca. 2 cm dicke Scheiben geschnitten. 
 
 
   
 Jetzt zeigt sich das entstandene Muster in all seiner Farbenpracht. Mjam, das machtwirklich Appetit! 
 
 
   
 Also schnell auf einem schönen Teller anrichten, Soja-Soße und Wasabi-Paste dazu reichen.   Guten Appetit!  
 
 
   
 Falls man es lieber etwas dezenter hat, gibt man einfach weniger Blätter ins Wasser. Gibt ein zartrosa Ergebnis. Falls Sie keinen Reis mögen: auch Nudeln und Kartoffelpürre nehmen die Farbe an! 
 
 
 
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            <title type="text">Lavendel - mein Lieblingsduft</title>
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                 (Katalog 2018, Seite 182) 
 Wenn ich andere Menschen frage, was sie mit dem Duft von Lavendel verbinden, kommt oft die Antwort „Oma!“. Das kommt meist so schnell und von Herzen, dass ich lächeln muss. 
 Auch bei mir weckt der Duft von Lavendel diffuse Kindheitserinnerungen an das Haus und das Schlafzimmer meiner Großeltern. Denn wie es früher üblich war, hingen in den Schränken überall kleine Büschel oder Duftsäckchen mit Lavendel, die die Motten von der Kleidung fernhalten sollten. 
 Ich glaube nicht, dass meiner Großmutter bewusst war, dass ihre Kittelschürzen, Kleider und Blusen immer einen leichten Hauch von Lavendel verströmten. Oder, dass sie wusste, dass der Duft des Lavendels im Schlafzimmer sehr beruhigend wirkte. 
 In mir weckt dieser Duft immer die Assoziation von Wärme und Geborgenheit und deswegen liebe ich den Lavendel auch in all seinen Formen, Farben und Duftnuancen. 
 Dieser frische, klare Duft hilft mir, mich zu zentrieren, wieder Kraft zu schöpfen und meine Gedanken zu ordnen - er hilft mir mehr als so manches Mittelchen, das ich in der Apotheke dafür finden könnte. 
 Mit meiner Vorliebe für diesen Duft stehe ich zum Glück nicht alleine da, auch wenn ich manchmal verwundert angeschaut werde, wenn ich mal wieder ins Schwärmen gerate. 
 Es scheiden sich beim Lavendel aber auch die Geister. Entweder man mag ihn, oder man mag ihn gar nicht. Persönlich kenne ich niemanden, der sagt, er mag ihn „ein bisschen“. 
 Vielleicht passt das aber auch gut zu seiner Ausstrahlung. Er ist keine Pflanze, die sich verbiegt und auch das Verholzen der Triebe zeugt von einer Erdverbundenheit und einem Streben der Sonne entgegen. 
 Doch nicht nur durch seinen Duft weiß der Lavendel zu überzeugen – auch seine eigenwillige Wuchsform, seine wunderbar klaren Farben und auch seinen Geschmack habe ich schätzen gelernt. 
 Längst sind die Zeiten vorbei, wo er lediglich als Duftsäckchen die Schränke der Menschen von innen kennengelernt hat, nein, sein Eroberungsfeldzug in die Küchen und Hausapotheken der Menschen ist kaum aufzuhalten. Gut so! 
   Lavendel im Garten   
 Obwohl Lavendel grundsätzlich eine (Mittelmeer-)Pflanze ist, die sehr viel Sonne benötigt, Staunässe nicht mag und für kühleres Klima weniger geeignet ist, kam sie bereits im Mittelalter über die Alpen auch nach Deutschland und erfreut sich hier wegen ihrer Schönheit und hervorragenden Eigenschaften einer großen und zunehmenden Beliebtheit. 
 Der betörende Duft, das Anlocken vieler Bienen, die Symbiose mit den heimischen Rosen, die wunderbare violette, blaue, rosa oder weiße Blütenfarbe, die Nutzung der Blüten und die Herstellung von Öl sind alles Argumente für sich, um diese wunderbare Pflanze im heimischen Garten anzupflanzen. 
   Der Standort   
 Lavendel kann im Garten – ausreichende klimatische Wärme vorausgesetzt – an vielen Standorten gesetzt werden: als kleine eigenständige Hecke, Randbepflanzung oder als Strauchhecke und in Steingärten. Besonders bewährt ist auch die Umfassung von Gärten und Zierbeeten mit Lavendel. Gerne wird er auch im Kräutergarten gepflanzt. Für kältere und frostgefährdete Regionen empfiehlt es sich, den Lavendel eher in die Nähe einer warmen Wand zu setzen oder aber ihn im Winter in Kübeln oder Töpfen in einen Wintergarten oder in ein Gewächshaus zu bringen. 
   Der Boden   
 Lavendel gedeiht in weniger nährstoffreichen, felsigen/steinigen und wasserdurchlässigen Böden. Die Pflanze mag grundsätzlich keine fetten Böden. Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Schopflavendel (Lavandula Stoechas) liebt eher sandige, saure Böden, die Sorten ‚Echter Lavendel‘ (Angustifolia) und ‚Speicklavendel‘ (Latifolia) fühlen sich auf kalkhaltigen Böden wohl. 
   Der Schnitt   
  Warum schneiden?  Für die optische Pflege, Formbringung und Verjüngung. 
  Wann schneiden?  Nach dem letzten Frost und vor dem Austrieb – in Deutschland meist Ende März/Anfang April. Der zweite Schnitt vor dem Winter sollte zwischen Mitte Juli und Mitte August erfolgen. 
  Wie kurz schneiden?  Im Frühjahr ca. 1/3 bis 2/3, im Sommer 1/3 bis zur Hälfte – jüngerer Lavendel kann kürzer geschnitten werden als ältere Pflanzen. 
  Welcher Schnitt?  Den ganzen Strauch gleichmäßig einkürzen. Der klassische Kugelschnitt wird am häufigsten verwendet. Zu Erntezwecken schneidet man am besten 10 cm unterhalb der Blütenrispen 
   Verschneiden...   
 Es gibt drei typische Fehler: 
 
 zu tief ins alte Holz 
 zu später Schnitt im Sommer (der Lavendel kann dann nicht stark genug durchwachsen für den kommenden Winter) 
 zu früher oder später Schnitt im Frühjahr 
 
   Kulinarik   
 Vielen Gerichten verleiht Lavendel eine ganz besondere Note, er sollte jedoch immer sparsam dosiert werden, sonst bekommt das Essen einen seifigen Beigeschmack. 
  Lavendel-Gelee    Kräuter-Risotto mit Lavendel    Lavendel-Stockbrot    Erdbeer-Lavendel-Süppchen  
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            <title type="text">Gelber Enzian</title>
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                 (Katalog 2018, Seite 91) 
 Zufällig beim Wandern auf über 2000 m in der Schweiz entdeckt: blühender Gelber Enzian! Eine wunderschöne große Staude, die auch in unseren Breiten gedeiht. 
 Allerdings nimmt die Pflanze sich ein paar Jahre Zeit, um ihre volle Größe zu entfalten. 
 Finde ich toll! Ein Wesen, das sich von unserer schnelllebigen Zeit einfach nicht beeindrucken lässt! 
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            <title type="text">Heilsame Balsampappel</title>
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                 (Katalog 2018, Seite 32) 
 
 
 
 
   Frühling   
  An den Spitzen entlang der Zweige bilden sich im Frühjahr die Knospen und verströmen einen angenehm weichen, lieblich süßen Geruch. 
 
 
   Sommer   
  Jetzt haben sich aus den Knospen die ersten hellgrünen, rundlichen, langstieligen Blätter gebildet, die sich beim leisesten Windhauch bewegen und ebenso lieblich duften. 
 
 
 
 
   Herbst   
  Im Herbst ist sie einer der ersten Bäume, die ihre Farbe schnell von gelblich bis braun wechseln. Schön anzuhören ist, wenn die inzwischen hart gewordenen Blätter im Wind aneinander rascheln. 
 
 
   Winter   
  Jetzt steht sie da, das Laub liegt unten, die Schönheit ist für‘s Jahr verschwunden. 
 
 
 
 
 Die Balsampappel war eine der ersten Pflanzen, die ich vor ca. 20 Jahren bei  Rühlemann‘s  gekauft habe. 
 Mittlerweile hat der Baum eine stattliche Größe erreicht - sein schneller Wuchs ist beeindruckend: Die Balsampappel kann in einem Jahr bis zu vier Meter wachsen! Daher ist ihr Holz sehr weich und lässt sich gut schneiden und schnitzen, z.B. werden aus dem weichen Holz Streichhölzer, Zahnstocher, Papier und Pappe hergestellt. 
 Zu meiner Freude reckt sie sich in meinem Garten durch ihren geradlinigen Wuchs majestätisch in den Himmel. 
 Am interessantesten für mich sind aber ihre heilwirkenden Eigenschaften, die in der Pflanzenbeschreibung zahlreich aufgeführt sind.  Die Balsampappel gehört zu den Weidengewächsen und enthält den Wirkstoff Salicin, der auch in Aspirin enthalten ist. 
 Sehr beliebt ist heute immer noch die Salbe, welche unter anderem bei Beschwerden des gesamten Bewegungsapparates ihre Wirkung zeigt. 
   Herstellung einer Salbe   
 Im zeitigen Frühjahr 2017 erntete ich eine Handvoll der leicht klebrigen, grünbräunlichen Knospen, die einen mild balsamischen Duft haben. Als erstes werden sie ca. 15 Min. zusammen mit 150 ml Olivenöl in einem Simmertopf (alternativ: Deckelglas im Wasserbad) leicht geköchelt. Den Herd ausstellen und das Ganze so abkühlen lassen. Das Öl mitsamt den Knospen in einem Deckelglas ein bis zwei Wochen an einem warmen Ort stehen lassen, so dass die Knospen ihre Inhaltsstoffe restlos an das Öl abgeben können. Dann das Öl abfiltern, genau 100 ml des Öls im Simmertopf (Wasserbad) erhitzen, 10 g Bienenwachs hinzugeben und rühren, bis sich das Wachs auflöst. Diese Salbe sogleich in kleine Cremedöschen abfüllen, wo sie innerhalb kürzester Zeit fest wird. Bei kühler Aufbewahrung sollte sie mindestens 3 Monate haltbar sein. Beschriftung mit Datum nicht vergessen! 
  Tipp:  Das überschüssige, nicht für die Salbe genutzte Balsampappelöl kann genauso gut pur auf die Haut aufgetragen werden! 
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            <title type="text">Sauer macht lecker!</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2018, Seite 23) 
 Zu den klassischen Frühlingskräutern gehört eindeutig der Sauerampfer! Schon früher wurde er als Heil- und Speisepflanze verwendet und wegen seines hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalts geschätzt. Inzwischen kommt er wieder mehr in Mode, selbst als käufliches Angebot im Naturkostbereich. 
 Sein angenehm säuerlicher und frischer Geschmack fügt sich in viele Gerichte gut ein, auch kann er Zitrone oder Essig in der Küche ersetzen und passt somit sehr gut zu Fisch. Beim Querbeet-Stöbern entdeckte ich Rezepte für Suppen, Saucen, Dips, Pesto, Omelettes, Salate, Essig, Kräuterquark und -butter – auch wie Spinat lässt er sich zubereiten. Darüberhinaus hält er inzwischen sogar Einzug in die Dessertküche! 
 Der Sauerampfer ist eine ausdauernde, mehrjährige, winterharte Pflanze, die auf feuchten, nähstoffreichen Böden gut gedeiht – machmal sogar so gut, dass er an verschiedensten Stellen im Garten auftaucht… Beste Erntezeit sind die Monate April und Mai, wenn die Blätter noch klein und zart sind. Dann am besten gleich verwenden, denn getrocknet verliert er sein köstliches Aroma. 
  Sauerampfersnack  
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            <title type="text">Im Basilikummeer baden</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2017, Seite 47) 
 ... das sollte man tatsächlich ab und zu tun! Der kulinarische Genuss dieses Krautes ist aus der Küche schon lange nicht mehr wegzudenken. Aber wussten Sie auch schon, dass Basilikum ätherisches Öl enthält? Dieses wird durch Wasserdampfdestillation des blühenden Basilikumkrautes gewonnen und wirkt unter anderem auf psychisch-geistiger Ebene nervenberuhigend, ausgleichend, aufbauend, stärkend und stabilisierend und fördert damit die innere Ruhe und die Konzentration (für Schwangere und Säuglinge nicht geeignet, da die sehr beruhigende und entspannende Wirkung nicht zu unterschätzen ist). 
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            <title type="text">Dufte Nacht mit Nachtjasmin</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2017, Seite 149) 
 Im August berichtete mir ein Kollege, dass der Duft der Chinesischen Yamswurzel im Gewächshaus inzwischen vom Duft des Nachtjasmins abgelöst wurde. Besonders in den frühen Morgenstunden könne man ihn noch sehr stark wahrnehmen - denn wie der Name schon verrät: der Nachtjasmin ist nachts aktiv. Bedauerlicherweise ist dieser intensive Duft aber schon weitgehend verflogen, wenn ich - deutlich später als die Kollegen - morgens hier ankomme. Wie schade, dachte ich. Vielleicht sollte ich doch einmal ganz früh am Morgen herkommen? Mein Kollege hatte dann die rettende Idee: „Nimm doch einfach eine Pflanze mit und beobachte, was passiert!“ Gesagt, getan, Pflanze mitgenommen, in die Wohnung gestellt und sie dort ein paar Stündchen sich selbst überlassen ... 
 Schon beim Wiedersehen am späten Abend bemerkte ich: Die Blüten, vorher lang und schmal, hatten sich alle weit geöffnet. Meine Tochter, zufällig zu Besuch, meinte: „Aaah, deswegen riecht es hier so nach Honig!“ Und ja, eindeutig, der Duft hatte eine schöne, frische und würzige Süße. Lecker! Genau richtig für laue Sommerabende auf der Terrasse. 
 Ob der Duft sich in der Nacht noch verstärkte? Ich weiß es nicht, denn ich habe wunderbar geschlafen ... 
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            <title type="text">Duft auf Nasenhöhe - Vanilleblume als Hochstamm</title>
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                 (Katalog 2017, Seite 130 / 131) 
 Viele kennen die Vanilleblume (Heliotrop) als schöne Pflanze für den Balkonkasten oder einen Kübel und erfreuen sich an dem tollen Duft, den die Pflanze im Sommer bei voller Blüte verströmt. Im Oktober 2015 kam mir der Gedanke daraus einen Hochstamm zu ziehen. Der langen Mühe Lohn: ein wunderschöner Heliotrop-Hochstamm, der seinen Duft direkt auf Nasenhöhe verströmt! 
 
 
 
   
   
 
 
 Also gedacht, getan: einen Steckling bewurzelt und eingetopft. 
 
 
   
   
 
 
 An einem Stab befestigt, von Seitentrieben und Knospen befreit, regelmäßig gedüngt, den Zuwachs wieder an dem Stab befestigt. 
 
 
   
 
 
 Als die Vanilleblume im Dezember eine Höhe von ca. 80 cm erreicht hatte, brach ich die Triebspitze aus, um nun aus den Seitentrieben eine Krone zu formen. 
 
 
   
 
 
 Die Neutriebe entspitzte ich im Wochenrhythmus um eine möglichst dichte Krone auf den Stamm zu bekommen ... 
 
 
 
 Anfang April 2016 wurde der Heliotropstamm in den Kübel gepflanzt, in dem er den Sommer verbringen würde. Die Krone wurde ein letztes Mal zurückgeschnitten und Nemesien als Unterbepflanzung gesetzt. 
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            <title type="text">Myrtenbäumchen</title>
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                 (Katalog 2017, Seite 224 / 225) 
 Ob wohl seit Erscheinen von „Harry Potter“ mehr Mädchen den Namen Myrte erhalten haben? Vielleicht nicht, weil es dort ja um die „Maulende Myrte“ geht, die noch dazu als Geist in einem Klo haust. 
 Myrte als weiblicher Vorname steht sicher eher zu Unrecht im Schatten von Viola oder Rosa, denn die Myrte wurde schon im alten Griechenland Aphrodite, der Göttin der Schönheit und der Liebe, geweiht. Bereits in der griechischen Mythologie war die Myrte ein Symbol für Jungfräulichkeit und ewige Liebe, und so wird sie heute noch im floralen Hochzeitsschmuck für Braut und Bräutigam verwendet. 
 Es ist ebenso eine alte Tradition im Gartenbau, die auch bis zu den antiken Kulturen der Ägypter und der Römer zurück reicht, Pflanzen durch gezieltes Schneiden in eine bestimmt Form zu bringen. Myrten sind dazu sehr gut geeignet, da sie verholzen, kleinlaubig sind und sich leicht verzweigen. Klassisch ist in diesem Zusammenhang die Baumform als Hochstamm. 
 Aus Brautmyrte, Argentinischer Myrte und Griechischer Myrte lassen sich leicht Bäumchen ziehen. Die Brautmyrte mit ihrem schmalen und kleinen Laub eignet sich dabei auch für sehr kleine Formen im Topf für die Fensterbank. Die Argentinische Myrte wächst schnell, ist stabil und robust. Aus der Griechischen Myrte mit größerem Laub und nicht ganz so dichtem Wuchs wie bei den beiden vorigen Arten kann man sehr gut etwas größere Bäumchen für die Terrasse formen. 
 Das Verfahren ist bei allen Arten das selbe. Von dem Haupttrieb einer jungen Pflanze werden die Seitentriebe entfernt, sodass nur ein Mitteltrieb in die Höhe wächst. Dieser Vorgang kann mehrmals wiederholt werden, bis die gewünschte Höhe des Stämmchens erreicht ist. Erst dann wird die Triebknospe im Mitteltrieb entfernt und die obersten Seitentriebe bleiben erhalten und dürfen nun wachsen. 
 Sind sie kräftig genug, werden sie bis auf zwei bis drei Blattpaare zurückgeschnitten. Aus den Blattachseln wachsen neue Seitentriebe und auch diese werden wieder geschnitten um weitere Verzweigung anzuregen. Wenn so ein Ast-Gerüst entstanden ist und die Zweige dichter stehen, kann nach Sicht mit einer Schere die äußere Form der Baumkrone gebildet werden. Danach wird dann immer nur noch entsprechend der gewünschten Form flächig geschnitten, ohne auf die einzelnen Triebe oder Blattachsen achten zu müssen. 
  Vielfach gibt es so entstandene Bäumchen die teilweise schon seit Jahrzehnten ihren Gärtnerinnen oder Gärtnern Freude bereiten. Es soll in Deutschland sogar Exemplare geben, die um die hundert Jahre alt sind.  
  Wenn Sie jetzt einpflanzen ….. 2117!  
         
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            <title type="text">Tea Trees: Manuka, Kanuka und Teebaum</title>
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                 (Katalog 2017, Seite 228 / 229) 
 Die meisten Leute kennen das Teebaumöl mit seiner antibakteriellen Wirkung. Einige von euch haben vielleicht einmal von dem gesunden Honig genascht. Nur der Teeaufguss ist trotz der Namensgebung ‚teatree‘ eher unbekannt. 
 Welcher tea tree wird nun für welches Produkt verwendet? Alle drei Pflanzen gehören der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) an und werden in ihren Herkunftsländern ‚tea tree‘ genannt. Die botanischen Namen zeigen allerdings, dass sie zu unterschiedlichen Gattungen gehören: 
 Aus den Blättern des Melaleuca alternifolia (Australischer Teebaum) wird das bekannte Teebaumöl gewonnen. Von den sehr ähnlich aussehenden Pflanzen Leptospermum scoparium (Neuseeländischer Teebaum, Manuka, Neuseelandmyrte) und Kunzea ericoides (Kanuka) wird - obwohl sie auch eine heilende Wirkung haben - hauptsächlich der Honig vermarktet. Die Bienen sammeln von beiden und somit ist ein reiner Manukahonig, trotz leicht versetzter Blütezeit, selten erhältlich. 
 Einen aromatischen Tee bereitete der Seefahrer Thomas Cook aus den Blättern zu, weshalb er die Pflanzen tea tree nannte. Die Ureinwohner von Australien und Neuseeland behandelten Krankheiten und vor allem Wunden mit einem Sud der Blätter. Dem Teeaufguss des Melaleuca alternifolia wird heutzutage eine immunstärkende Wirkung nachgesagt. 
 Im Mai 2013 säte ich die Neuseelandmyrte bzw. Manuka aus. Bereits nach einer Woche zeigten sich die ersten winzigen Keimblätter. Ich vereinzelte die Sämlinge nachdem sich weitere Blätter entwickelt hatten und als das Substrat in den Multitopfpaletten durchwurzelt war, topfte ich sie um. Man kann den Leittrieb stutzen um ein buschigeres Wachstum zu fördern. Mir gefällt jedoch der ungestutzte Wuchs mit einem langen Leittrieb besser. Die Überwinterung gelingt am besten an einem hellen, kalten Ort mit mäßigen Wassergaben. Werden die Pflanzen beim Gießen vergessen und trocknen aus, verlieren sie ihre Blätter und erholen sich leider nicht wieder. Bei mir überlebte die Manukapflanze den Winter an einem Fenster in der Garage mit leichten Frösten. 
 Im Sommer 2014 zeigten sich die wunderschönen weißen Blüten (siehe Bild oben). Die Blütenfarben der Manukapflanzen variieren und können auch rosa bis rot sein. 
 Wiederum ein Jahr später entdeckte ich die Saatkapseln an den älteren Zweigen. 
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            <title type="text">Chilenische Myrte</title>
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                 (Katalog 2017, Seite 230 / 231) 
 Schon seit ich 2009 hier angefangen habe, fasziniert mich die Chilenische Myrte. Wie der Name schon sagt, ist ihre Heimat Südamerika, sie gehört zu der großen Gruppe der Myrtengewächse. Die Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae) ist riesig. Dazu gehören ja nicht nur die Brautmyrte, sondern auch Eucalyptus, Backhousia (Zitronenmyrte, australisch), Leptospermum (Zitronenmyrte, neuseeländisch), Kunzea, Teebaum und sogar die Guave. 
 Der Wuchs der Chilenischen Myrte ist recht stark, sparrig und aufrecht, einige „Ausreißer“ wachsen jedoch eher waagerecht, so als wollten sie sich nicht vorschreiben lassen wie sie zu wachsen haben. Die Blätter sind größer und robuster als die der Brautmyrte. Der Geruch der Blätter ist laut Daniel fruchtig-frisch nach Honig, ich rieche eher etwas wie Fruchtgummi. Für mich ein sehr angenehmer Duft. Die Früchte sollen essbar sein, aber dafür muss die Pflanze wohl erst eine gewisse Reife erlangt haben. 
 Die Pflanzen wachsen dermaßen schnell und kräftig, so dass wir zu groß gewordene Pflanzen der Luma nicht mehr verschicken können, da sie einfach nicht mehr in unsere Kartons passen. Auf diese Weise habe ich vor einigen Jahren ein tolles Exemplar mit nach Hause nehmen dürfen, sie sogleich in einen großen Topf gepflanzt und ganz stolz betüddelt. 
 Vor lauter Angst, dass sie den Winter nicht überlebt, da sie nur bedingt winterhart ist, versuchte ich sie indoor zu halten, da sind die Blätter aber sehr trocken geworden und ich musste im Frühjahr stark zurückschneiden um eine einigermaßen ansehnliche Pflanze zu bekommen. Daher weiß ich nun, dass die Pflanze nie ganz austrocknen darf und auch gerne mal angesprüht werden sollte, da sie besonders bei trockener Luft gerne Weichhautmilben bekommt, der sich durch krüppelig-verdrehte Neutriebe zeigt. 
 So habe ich versucht sie im Jahr darauf besser draußen zu lassen, etwas geschützt am Rande eines Überdaches und siehe da sie hat den Winter grün überlebt und ist fröhlich ausgetrieben. Im nächsten Winter dann ist es passiert...die Pflanze ist immergrün und braucht also auch im Winter regelmäßige Wassergaben, das habe ich bei den niedrigen Temperaturen sehr unterschätzt und sie ist dann regelrecht vertrocknet (im Übrigen bei vielen immergrünen outdoor Pflanzen der Fall: die Pflanzen erfrieren nicht, nein sie vertrocknen!) 
 Prompt hatte ich Lust einen Likör mit dieser Myrte zu machen. 
 Meist setzt man den mit Korn oder Wodka an, aber ich habe mir überlegt, dass ich mir einen Myrtenlikör mit Luma in Grappa ansetzen möchte - ähnlich dem „Sardischen Mirto“ - indem ich die Blätter etwas anquetsche und mit Zucker und Grappa ca. 6 - 8 Wochen auf der Fensterbank reifen lasse. 
 Ein erstes Probetrinken nach ca. 4 Wochen war ernüchternd: man schmeckte nur Grappa, mild zwar, lediglich die etwas grünliche Färbung zeigte, dass da noch was mit drin war... 
 Ein weiterer Versuch folgte, indem ich das Ganze abseihte und nochmals richtig viele Triebe darin ausziehen ließ. Jetzt hoffte ich den tollen Geruch damit einfangen zu können. Warten wir‘s ab ! 
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            <title type="text">Experimente mit Seifenkraut</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2017, Seite 301) 
   Waschmittel   
 Wir haben ca. 80g Seifenkrautwurzeln und ca. 20g Seifenkrautblüten zerkleinert und mit 500ml Wasser zum kochen gebracht. Anschließend haben wir es bei schwacher Hitze 30 Min. köcheln lassen. 
 Nach einer guten Stunde Auskühlzeit, haben wir es püriert (wuhuuuu, es schäumt schon). Da der Geruch nicht schön in der Nase zu ertragen war, haben wir ca. 5-7 Tropfen von Zitronenöl dazu gegeben. Um das Ganze etwas zu konservieren haben wir 100ml Korn dazu gegeben. Danach nochmal schnell durchgemixt und alles durch ein fein geripptes Sieb laufen lassen. Feertisch, TADAA!!! 
 
 
 
   
   
 
 
 
 Waschen jetzt: ...mhhhmm, toller Duft... ein Genuss für die Nase...und sogar sauber! 
   Shampoo   
 Bei unserem nächsten Versuch haben wir 50g Seifenkraut und ca. 30g Pinien-Rosmarin zerkleinert und mit einem halben Liter Wasser aufgekocht. Der Pinien-Rosmarin soll den nicht so angenehmen Geruch des Seifenkrautes überdecken. Und das klappt. 
 Nach 30 Minuten leichtem Köcheln war ein angenehmer Duft zu bemerken. Wir haben alles mit 5-7 Tropfen Lavendelöl püriert (wieder so viel Schaum) und dann mussten wir warten. 
 
 
 
   
   
 
 
 
 Am nächsten Tag haben wir alles nochmal durchpüriert, gesiebt und abgefüllt. Nun haben wir uns eine Testperson gesucht (Martina) und das Haar zum Schäumen gebracht. 
 Testergebnis: Bestanden...weiches Haar...toller Duft! 
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            <title type="text">Unglaublich aber wahr - Wenn Basilikum in den Himmel wächst</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2016, Seite 47) 
 ... mehrere Basilikumsorten habe ich schon durch gute Pflege zu großen und ertragreichen Pflanzen über den Winter gebracht. Das African Blue ist nun schon drei Jahre alt und hat auch zwei starke Rückschnitte gut verkraftet. Dieses Jahr beeindruckten mich ganz besonders das Ostindische und Afrikanische Baumbasilikum, denn sie machen ihrem Namen alle Ehre. Tatsächlich haben sie innerhalb eines Jahres die Größe von über einem Meter erreicht. Das Afrikanische Baumbasilikum als Stammbäumchen hat zu meiner großen Freude dieses Jahr sogar eine stattliche Größe von - man glaubt es kaum - 1,65m erreicht. Viele Kunden bestaunten die schönen Pflanzen im Verkaufsbereich. 
   Evas Tipp für die kalte Jahreszeit   
 Außer, dass diese Sorten wunderbar für Tee geeignet sind (der warme, angenehme Duft und der Geschmack erinnern an Nelken), habe ich Blüten und/oder Blätter getrocknet, fein gemahlen und als Teegewürz verwendet. Auch als Kaffeegewürz ein Genuss! 
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            <title type="text">Beinwellsalbe herstellen</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2016, Seite 77) 
 Schon einige Male habe ich für mich und meine Lieben Salben hergestellt. Der Schulterbereich von mir und meinem Mann ist verspannt, meine Kinder haben häufig Prellungen und mein Pferd eine Sehnenverletzung. Deshalb habe ich mich in diesem Jahr für Beinwell entschieden. 
 Der *Echte Beinwell* (Symphytum officinale) wird schon lange als Heilpflanze genutzt. Selbst Hildegard von Bingen und Paracelsus verwendeten ihn zur äußeren Anwendung und Heilung von Knochenschäden, Wunden und Geschwüren. Heute setzt man die Heilpflanze unter anderem bei Entzündungen, Prellungen, Schmerzen und Muskel-Sehnen- und Gelenkschmerzen ein. Schick verpackt gibt es dieses mal also Beinwell-Salbe. 
   Zutatenliste:   
 
 500 g Beinwellwurzeln (frisch, gewaschen, geschnitten) 
 500 ml Bio Olivenöl 
 70 g Lanolin (Wollwachs) 
 30 g Bienenwachs oder Rapswachs 
 25 g Sheabutter 
 5 g Vitamin E 
 
 Auf gute Zutaten habe ich ganz viel Wert gelegt.  Und nun ans Werk!  
 
 
 
 
  Beinwellwurzeln, hier Rühlemanns junge &quot;Bocking Nr.14&quot;, ausgraben ... 
 
 
  ... gut reinigen und klein schneiden. 
 
 
 
 
  Lanolin in einem Topf schmelzen, das Öl einrühren und die Beinwellwurzeln dazugeben. Mindestens 20 Minuten knapp unter dem Siedepunkt halten und ausziehen lassen, dabei regelmäßg umrühren. 
 
 
  Die Wurzel-Öl-Mischung etwas abkühlen lassen und durch ein sauberes Tuch abseihen und ausdrücken. 
 
 
 
 
  In einem weiteren Topf wird Sheabutter mit Bienen- oder Raps-Wachs geschmolzen. Die Wurzel-Öl-Mischung hinzugeben und erneut erhitzen, damit sich alles gut vermischt. 
 
 
  Etwas abkühlen lassen und Vitamin E Acetat einrühren zur Konservierung. Dann die flüssige Beinwellsalbe in sterile Gefäße füllen und zur Aufbewahrung in den Kühlschrank stellen. 
 
 
 
 
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            <title type="text">Australische Frangipani (Hymenosporum flavum)</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2016, Seite 109) 
 So. Da bin ich wieder und melde mich mit einem tollem Ergebnis über meine Frangipanis zurück ! 
 Meine Frangipanis haben den Winter im Warmen und mit viel Liebe überlebt und sind zu schönen kleinen Bäumen herangewachsen. Im Frühjahr haben sie angefangen Knospen zu bilden, die dann im Sommer explodiert sind. Der ganze Baum hat einen Blütenzauber hervorgebracht und für meine Nase war es ein Genuss den Duft schnuppern zu dürfen. 
 Ich durfte aber Ende Juli noch eine wunderbare Entdeckung machen....ja, meine Frangipanis haben nach der Blüte Samenkapseln (ich nenne sie Böllerchen) gebildet. Ich war sehr erstaunt und habe mich riesig darüber gefreut. Die Böllerchen waren voller Saat. Hmmm... nun konnte ich voller Freude Saatgut ernten und kann wieder von vorne beginnen.... ich weiß ja nun wie es geht! 
 Falls ihr euch für Saatgut entscheiden solltet, dann wünsche ich euch viel Spaß, Glück und Erfolg!!!! 
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            <title type="text">Ich pfeif drauf!</title>
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                 (Katalog 2016 Seite 253) 
   Warum der Pfeifenstrauch Pfeifenstrauch heißt    
 
 
 
 Mit einfachem Werkzeug lässt sich in wenigen Minuten eine schön klingende Pfeife basteln. 
 
 
   
   
 
 
 Man braucht dazu einen Zweig vom Pfeifenstrauch, eine Rosenschere, ein scharfes Messer, eine kleine Säge, eine dünne, nicht zu kurze Universalschraube. Zunächst schneidet man mit der Rosenschere ein gerades, ca. zehn bis zwölf Zentimeter langes Aststück ohne Knoten von einem ein- bis zweijährigen Trieb. Es sollte ungefähr einen bis eineinhalb Zentimeter Durchmesser haben. 
 
 
   
   
 
 
 Dann wird mit der Schraube von einer Seite her das Mark aus dem Holz gebohrt. Dazu wird die Schraube ein kurzes Stück in das Mark gedreht und anschließend heraus gezogen. Beim nächsten Mal wird die Schraube etwas tiefer eingedreht und wieder herausgezogen und so weiter. So entsteht Stück für Stück das Pfeifenrohr. Wichtig ist, dass am unteren Ende ein ca. ein cm langes Stück Mark in dem Rohr als Verschluss erhalten bleibt. 
 
 
 Als nächstes wird mit der Säge etwa zwei Zentimeter vor dem oberen Ende das Rohr rechtwinkelig eingesägt. Ungefähr so tief, dass der innere Rohrquerschnitt ein Drittel angeschnitten ist. Mit dem Messer wird nun das Rohr von unten her schräg aufgeschnitten. 
 
 
   
   
 
 
 Danach braucht man ein kurzes Aststück von vollem Holz, z.B. Hasel ist gut geeignet. Dieses Aststück sollte in der Länge dem oberen Rohrstück über dem Einschnitt, und im Umfang dem inneren Rohrdurchmesser entsprechen. Das Aststück wird geschält, dann von einer Seite her flach, keilförmig geschnitzt und anschließend mit der dünnen Seite nach außen zeigend in das obere Rohrstück gedrückt. 
 
 
   
   
 
 
 Jetzt sollte an dem Einschnitt im Rohr gerade noch ein schmaler Schlitz als Öffnung vorhanden sein, durch den die Luft geblasen wird. Fertig! 
 
 
   
   
 
 
 
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            <title type="text">Duftige Überraschung</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2016, Seite 350) 
 Im Juli wurde ich mit einem Dufterlebnis der besonderen Art beschenkt. Stephan (Jazek), einer unserer Gärtner, erzählte sehr begeistert von der Chinesischen Yamswurzel, die zu dieser Zeit eines der Gewächshäuser beduftet: 
 „Der Duft dieser Blüten ist mir erst letztes Jahr hier in der Gärtnerei aufgefallen, weil er so betörend ist. Ich habe Ausschau gehalten nach dem Verursacher dieser Duftwolke. Zuerst sprangen mir Indische Pavetta und Nemesien ins Auge – deren Duft passte aber nicht. Dann entdeckte ich sie. Es ist spannend, wenn sich das Wesen der Pflanze zuallererst durch den Duft bemerkbar macht und das Auge diesem folgt.“ 
 Jetzt war ich natürlich neugierig, denn Duftpflanzen sind in dieser Gärtnerei ja wahrlich keine Seltenheit und die Yamswurzel war mir bisher eher durch ihre leckeren Knollen bekannt. 
 Und wirklich: Obwohl die Blüten sehr klein und noch nicht einmal ganz geöffnet waren, tauchten wir schon beim Näherkommen in den Duftkreis dieser Pflanze ein. Das Interessante: von Weitem enthält der Duft etwas Frisches, vergleichbar vielleicht mit dem der Frangipani; in der Nähe wandelt er sich immer stärker in ein leckeres Zimt-Aroma. 
 Mein Weg durch die Gärtnerei verlief in den folgenden Tagen öfter mal im Zick-Zack-Kurs um möglichst oft an dieser Duft-Tankstelle vorbeizukommen! 
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            <title type="text">Holunder</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2016, Seite 269) 
   Holunder - Holler, Schwarzer Flieder, engl. Elder, Holder, Sambucus nigra   
 Jetzt im November sitze ich gemütlich in meinem Zimmer und genieße, bei grässlichem, nasskaltem Wetter draußen, einen heißen Fliederbeerensaft. Lecker. Als Kind ging ich mit meinen Eltern jedes Jahr die Holunderbeeren ernten. Im großen Dampfentsafter wurde aus den Rispen der Saft gewonnen und sodann in Gläser eingekocht. Während der Wintermonate wurde er dann heiß statt Tee oft zum Abend getrunken. Holunderbeersaft ist echt heftig in der Färbekraft. Also Achtung beim Einkochen. Auch auf den ärmsten Böden findet Holler die notwendigen Bedingungen für sein üppiges Wachstum. Er kann als Busch, aber auch als Baum vorkommen und erreicht Höhen von bis zu 10m. Alles an ihm vom Stamm übers Blatt bis zur Frucht duftet. Im Inneren ein dürres Geäst, ist er nach außen lebensspendend. 
   Die Verwendung   
 Holunder ist vielseitig einsetzbar. Aus den Beeren braut man einen Saft oder zerkocht sie zu Mus, die Blüten nutzt man für Kuchen, Sirup oder Tee, die Blätter und Beeren zur Blutreinigung und die Wurzel bei Wassersucht. Holunderblüten und –beeren sind ein traditionelles Mittel gegen Fieber, Schnupfen und Husten. Aber immer im gekochten Zustand, roh sind sie leicht giftig. Eine geringe Verwechslungsgefahr besteht mit dem giftigen Zwergholunder, aber die Gefahr ist wirklich gering, denn erstens ist dieser klein und der Holunder groß und zweitens braucht man nur mal kurz zu schnuppern und schon weiß man, welcher einem stinkt. Und von dem läßt man die Finger. Hildegard von Bingen sagte vom Holunder: „Ein Schwitzbad dem erhitzte Holunderblätter zugegeben sind, hilft bei gleichzeitigem Trinken von Wein mit Holunderblüten gegen Gelbsucht.“ Auch Pfarrer Sebastian Kneipp schätzte den Holunder. Er schrieb: „Wird die Beere mit Zucker oder besser mit Honig eingekocht, so dient die Masse zur Winterzeit besonders solchen Leuten vorzüglich, die wenig Bewegung haben.“ Zudem empfahl er sie „bei Organismen, in welche die Wassersucht (Ödeme) Einzug halten, sich ansetzen will.“ Da, so war er sicher „treibt die Holunderwurzel, als Tee zubereitet, so heftig Wasser aus, dass sie kaum von irgend einem anderen Medikament übertroffen wird.“ Besprechungen von Krankheiten erfolgten oft mit Zuhilfenahme des Holunderbusches. Wichtig dabei war die Abbitte/Besprechung möglichst an einem Freitag bei abnehmendem Mond, kurz vor Sonnenaufgang vorzunehmen. Man zauberte die Krankheit weg oder verbannte sie in den Holunderstrauch. 
   Magie &amp;amp; Märchen   
 In vielen Ländern, allen voran Dänemark, wurde der Holler (engl. Elder) mit Magie in Verbindung gebracht. Als Elder-Stab kommt er auch bei Harry Potter vor. Hier gehört er zu den 3 Heiligtümern des Todes. Glück und Pech, Hell und Dunkel, Leben und Tod, all das ist volkstümlich eng mit dieser Pflanze verknüpft. Besonders deutlich wird dieses im Märchen „Frau Holle“ der Brüder Grimm. Da klettert ein Mädchen in einen Brunnen hinab und landet im Himmelreich, wo sie die Betten schüttelt, damit es auf der Erde schneit. Frau Holle ist die Holda, die Große Mutter, Herrin über das Wetter und die Jahreszeiten, Leben und Tod, Schutzpatronin für Haus und Hof, Gebieterin auch der Zwerge. Ihr gewidmet ist der Holunder, weshalb er auch Hollerbusch genannt wird. Im Märchen „Frau Holle“ trifft also Marie die Holda, die nach Volksglauben im Hollerbusch wohnt und von dort über das Wohl des Hauses und seiner Bewohner wacht. 
 Ist es nicht ein schöner Gedanke im Holunder die Holda, die Große Göttin wohnen zu haben? Auf Grund dieser Wichtigkeit für die Sippe, findet sich der Holunder u.a. in einem der Kinder-Reigen-Lieder wieder: „Ringel, ringel Reihe, sind der Kinder dreie, sitzen unter´m Hollerbusch, rufen alle husch, husch, husch.“ Ich hatte als Kind keine Ahnung, was ein Hollerbusch ist, fand aber den Vers und das dazugehörige Spiel so Klasse, dass ich es bis heute kenne. Nach Verbreitung des Christentums wurde der alte Brauch unter Holunderbäumen zu beten und zu opfern unter hohe Strafen gestellt. Jedoch noch heute steckt man in Tirol mancherorts Holunderzweige in die Graberde, verbunden mit der Hoffnung, dass sich frische Triebe zeigen, als Zeichen, dass der Tote seine ewige Ruhe gefunden hat. 
 So bleibt abschließend nur zu sagen, ich schließe mich Pfarrer Kneipp an, der die Ansicht vertrat „es solle kein Wohnhaus geben, wo er nicht gleichsam als Hausgenosse in der Nähe wäre oder wieder in der Nähe gezogen würde.“ (Quelle: S. Kneipp, Meine Wasserkur) 
  Meine Buchempfehlung für alle, die sich für die mythischen Denkweisen unserer Vorfahren interessieren:  
 ‚Hexenmedizin‘ von C. Müller-Ebeling, Christian Rätsch, W.-D. Storl, ISBN 3-85502-601-7 
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            <title type="text">Was mir der Muskatellersalbei erzählt</title>
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                 (Katalog 2015, Seite 281) 
   - Signaturenlehre am Beispiel Salvia sclarea -   
 „Gott hat am Anfang alle Dinge sorgfältig unterschieden und keinem eine Gestalt oder Form gegeben, wie dem anderen.“ Dieser Satz stammt von Paracelsus (1493-1541), der sich unter anderem mit der Signaturlehre befasste. Form, Farbe, Geruch, Geschmack, Standort, ja einfach alles ist Bestandteil der Zeichensprache, mit der die Natur sich dem Menschen mitteilt. Ja, sogar die Namen, die wir Menschen den Pflanzen geben. 
 Ich finde diese Sichtweise faszinierend. 2014 probierte ich sie das erste Mal für mich aus, angeregt durch einen Mukatellersalbei, der dicht am Haus blühte. Der Vergänglichkeit trotzend, den Regeln der Natur spottend, blühte er, während die Artgenossen rings umher längst ausgeblüht und vertrocknet waren. Und ich fragte mich, was erzählst du mir, abgesehen davon, daß immer jeder für sich entscheidet, wann die richtige Zeit ist, um in voller Blüte zu erstrahlen? Auf diese Entdeckungsreise möchte ich Sie ein Stück weit mitnehmen. Als Anregung, vielleicht ihren Weg, ihren persönlichen Zugang zur Welt der Pflanzen zu entdecken. Mal schauen, wie weit komme ich ohne Buch, nur durch Beobachtung? 
 Seltsam, die Pflanze ist komplett behaart, wie die Haut von Männern. Von diesen, denen man nachsagt, sie wären mal so schutzbedürftig gewesen, daß Gott ihnen Fell schenkte. Nach weiterer näherer Betrachtung des Muskatellersalbeis merke ich, daß mich drei Dinge besonders ansprechen: Zunächst die Blätter. Der Botaniker würde sie zungenförmig nennen. Für mich sehen sie mit den kantigen Stielen aus wie Laubbäume. Ich bekomme Lust mit ihnen ein Bild zu gestalten. Die alten kahlen Pflanzen ähneln tatsächlich Bäumen, fällt mir auf. Ich schaue mir ein Blatt genauer an. Durchscheinend ist es, grün-grau, weich und geschmeidig, leicht dehnbar, aber auch rauh. Die Oberseite sieht aus wie von einer Zellstruktur durchdrungen, zugleich aber auch wie eine Panzerung. Die Rückseite wie durchsiebt. Yang, fällt mir spontan ein. Bestimmt etwas für Menschen mit zu wenig Yang-Energie (männlicher Kraft). Hmm, ich stecke fest. Die Blattstruktur fasziniert mich, aber ich merke, ich komme nicht weiter. Möchte schon ein Fachbuch zu Rate ziehen, lasse es dann jedoch. Vielleicht bringt mich ja der Duft weiter. Er ist für mich am auffälligsten. Sehr intensiv, herb-süßlich, betörend und betäubend zugleich. Ein Geruch, der mir eine zeitlang nach der Berührung noch an den Fingern anhaftet. Erdend empfinde ich ihn und entspannend. Um ein Vielfältiges intensiver als die jungen, knackigen Pflanzen, duften die schon verblühten, saatständigen. Wow, denke ich, was für eine Pflanze. Ja, auch bei uns Menschen hat das Alter seinen Reiz, oftmals vergessen wir das nur. Das kann ich auf alle Fälle von ihr lernen. Hilft sie vielleicht den Widerstand gegen diesen Wechsel zu mildern? Sich damit auszusöhnen? 
 Ich ernte die ausgeblühten Kelche, in welchen jetzt das Saatgut steckt und dann die gesamte abgeblühte Pflanze, um damit zu räuchern, sie im Potpourri (Duftschale) zu nutzen und um mir immer mal wieder genussvoll die nach ihr duftenden Finger dicht an meine Nase zu halten, um mich von ihrem Geruch inspirieren zu lassen. 
 Für mich ist der Muskatellersalbei eine Pflanze, die mich kreativ werden lässt, mir zeigt, wie wichtig es ist, seinen ganz eigenen Weg zu gehen, dass man zu jeder Lebensjahreszeit erblühen kann und die mich entspannt. Ob sie mir dabei hilft, das Älterwerden zu genießen? Ich will es hoffen. 
   Salvia sclarea = heile, klären   
 In der Naturheilkunde innerlich als Antiseptikum, Mundwasser und Asthma- und Bronchialmittel in Form von Tinkturen und Tees genutzt. Äußerlich die Blätter bei Bindehautentzündungen und die zerstoßene Saat bei Gerstenkorn im Auge. In der Aromatherapie hilft sie bei Angstzuständen, stärkt das Nervensystem, heilt tiefsitzende Verspannungen, macht durchlässiger, gerade auch in Form von Entwicklung von Visionen. In der Parfümindustrie wird es als Trägerduft genutzt. In Cremes verwendet hilft das Öl bei müder, alternder Haut, diese zu straffen. Die Anwendung als Beimischung zu Wein ist längst überholt, die Einsatzmöglichkeiten mannigfaltig. 
   Paracelsus (1493-1541), Arzt   
 Sohn eines Arztes. Kleinwüchsig, buckelig und stotternd hat er sich die Welt erobert. Die Signaturlehre war für ihn die Quelle unverfälschter Wahrheit. Sie war für ihn der Schlüssel zur Naturerkenntnis und der Eingang zur Heilkunst. Daneben galt für ihn: Hast du ein körperliches Gebrechen, dann greife zu einem körperlichen Mittel, hast du ein seelisches, dann wende ein Seelisches an, ist es geistig, dann hole dir geistige Hilfe. Gott hat für jede Krankheit auch ein Hilfsmittel erschaffen. Wir müssen es nur erkennen. Wenn man ihn als Vater der modernen Medizin sehen möchte, wie es heute getan wird, dann sind wir von seiner modernen Medizin noch ein ganzes Stück entfernt. Denn für ihn galt auch Zauberei und Magie als Heilmittel, ebenso wie die Astrologie oder das Wissen über die Farblehre und die Mineralien. 
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            <title type="text">Australische Frangipani</title>
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                 (Katalog 2015, Seite 107) 
   8.5.2013 – 1.Tag   
 Aussaat mit Freuden zum 1. Mal. In ein Styroporkästchen Aufzuchterde ausgestreut, mit einem Sieb mit wenig Erde bedeckt, wenig Wasser, weggestellt, Vlies drüber und nun abwarten. 
   28.5.2013   
 Nur gering feucht gehalten. Noch nichts der Erde entsprungen. Traurig geguckt und enttäuscht wieder abgezogen – es dauert halt noch Wochen bis was passiert! 
   1.7.2013   
 Neue Aussaat gestartet mit Hoffnung, dass was passiert. Schade, da die Frangipani hier ja die besten Bedingungen hat zum Austreiben! Jeden 3.Tag war ich zum Anfeuchten da, da sie ja nicht viel Feuchtigkeit brauchen. Hoffe nun sehr, dass es jetzt mit der zweiten Aussaat klappt und ich mich wie Bolle freuen kann. 
   
   11.09.2013   
 Starte nun meinen 3. Aussaatversuch der Australischen Frangipani. Werde mich an eine Aussaatanleitung halten, die ich im Internet gefunden habe. Daniel sagte heute zu mir, als ich an ihn herangetreten bin, um ihn zu informieren, dass ich einen neuen Versuch starten werde „– Tony, jeder Versuch macht stärker“ und ich muss sagen, ich habe noch so viel positive Energie – ich werde es solange versuchen, bis der Erde ein Spross entspringt (hab ja Zeit, lach). Habe die Samen von Überflüssigem getrennt und werde sie heute Nacht auf Watte in lauwarmen Wasser einweichen. Eine Styroporschale habe ich mit Aufzuchterde vorbereitet, die ich nur etwas befeuchtet habe. Freue mich schon auf morgen früh um zu sehen was mit der Saat passiert ist! 
   
   12.09.2013   
 Mh, es hat sich nichts mit der Saat getan! Werde nun die Saat einfach auf die Aufzuchtserde streuen/verteilen und etwas trockene Erde drüber streuen (nur ganz wenig). Jetzt habe ich noch mit der Sprühflasche alles leicht mit Wasser befeuchtet, Deckel auf das kleine Gewächshaus und nun wird gewartet und gehofft. 
   Zwischendurch   
 Alle 4-5 Tage habe ich die Aussaat befeuchtet und geguckt ob sich was tut..... 
   08.10.2013   
 Juhu, heute sind die ersten 3 Samen gekeimt und die Freude bei mir ist groß und nun heißt es, hoffentlich bekomme ich sie auch durch. Werde mir so richtig Mühe geben, da mein Ehrgeiz nun noch größer geworden ist. 
   11.10.2013   
 Ui, heute morgen um 7.28 Uhr habe ich 4 neue gekeimte Samen entdeckt - nun hat sich die Ausdauer wirklich gelohnt und ich werde belohnt. Ich werde Euch weiterhin auf den Laufenden halten! 
   21.11.2013   
 Also was soll ich sagen, heute habe ich 16 Keimlinge pikiert und ihnen ein neues Zuhause gegeben! Ich habe in dem Monat wo ich nichts geschrieben habe beobachtet, wie Sie immer etwas größer werden und ob Ihr es glaubt oder nicht, ich habe höchstens 3x nur leicht die Erde bewässert (also nur gering feucht halten). Die Utensilien, die ich für das Pikieren benötigt habe, hat mir Nina aus der Vermehrung gegeben. Nina stand mir auch bei egal was für Fragen immer zur Seite und hat mich stets gut beraten (eine sehr gute Quelle für Fragen, was die Vermehrung angeht). Nun hoffe ich noch sehr, dass die Kleinen den Umzug auch überleben und mir weiterhin Freude bereiten! 
   
   17.04.2014   
 Voller Freude kann ich euch berichten, dass acht von meinen kleinen ‚Frangis‘ sich super entwickelt haben und auf dem Weg sind richtig groß zu werden. Und jetzt warte ich auf Blüten! ... Wieder warten!!! 
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            <title type="text">Chaos-Gärtnern mit Minze</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2015, Seite 87) 
 Alles begann relativ harmlos mit der Frage meiner Kollegin Anja, ob ich wohl einen Minztee mit ihr trinken möchte. Hm, Minze weckte bei mir die Assoziation von Beuteltee im Krankenhaus, den ich schon als Kind gehasst hatte. Doch ich wollte ja auch nicht unhöflich sein, irgendwie würde ich das Zeug schon runter bringen ... 
   Meine Neugier wird geweckt   
 Zu meinem Erstaunen jedoch schnappte Anja sich die Schere und entschwand in die Gewächshäuser der Gärtnerei um nach 5 Minuten mit einem Büschel frisch geschnittener Marokkanischer Minze und einem Zweig Stevia wieder aufzutauchen. Dieser frisch aufgegossene Tee schmeckte herrlich! Kein Vergleich mit dem lieblosen Beutelkram – selbst der Geruch war vollkommen anders. Meine Neugierde war geweckt, genau wie meine Lust selber zu Hause Minzen zu pflanzen. Sie hatten es mir einfach angetan, weil sie faulen Gärtnern wie mir entgegenkommen. 
   Mein erster Sommer mit Minze   
 Im Laufe der Gartensaison 2012 trug ich also einiges an Minzen mit nach Hause und verwandelte das bis dahin ungenutze Beet vor dem Haus in einen Minzdschungel. Einen Kräuterdünger habe ich mir auch noch besorgt – meine Pflänzchen sollten ja auch was zu futtern haben. Lange Rede – kurzer Sinn: Mir ist einfach aufgegangen, dass Minzen, wenn man ihre Grundbedürfnisse nach Erde, Wasser, Luft, Licht und Nahrung befriedigt, eigentlich sehr unkomplizierte Gartenbewohner sind. Sie haben mir einen wundervollen Sommer und Spätherbst beschert und ich konnte lange und viel ernten. Meine Pflanzen haben sich dann im Oktober endgültig verabschiedet und sich zurückgezogen um Winterschlaf zu halten. 
   Die ersten Vorboten erscheinen   
 Und dann dieser Winter!!! Ich war gespannt, welche meiner Schützlinge ich wohl in meinem Garten wieder begrüßen durfte und welche nicht. Lange musste ich warten - ich konnte es kaum erwarten - doch die Kälte zog sich ewig hin. Doch dann im späten Frühjahr war es endlich soweit und nach ein paar Sonnentagen erschienen die ersten Vorboten meiner Chaosgärtnerei. Ich konnte meine gesammelten Lieblinge begrüßen (außer der Ananasminze, die hatte es erledigt). Die Erdbeerminze hat sich ein bißchen geziert und im Gegensatz zu ihren Kollegen auch nicht ganz so heftig gewuchert und „wilde Triebe“ gebildet. 
   Die Experimente gehen weiter   
 Endlich konnten meine Küchenexperimente weitergehen und haben mir manches kulinarische Highlight beschert. Ob nun Minzsirup, Minzgelee, Eiswürfel mit Erdbeerminze, süßer Brotaufstrich mit Schokominze und weißer Schokolade, Marmelade, die durch Multimenthaminze aufgepeppt wurde - sogar zu Chili (allerdings seeeeehr sparsam dosiert) passt es ganz hervorragend, in Keksen oder Kuchen, Eis, Pudding ... inzwischen weiß ich, dass Minzen sehr vielseitig sind und viel zu schade um sie „nur“ im Tee zu genießen. Probieren Sie es doch einfach selber mal aus und staunen Sie, was dabei herauskommt! 
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            <title type="text">Das Basilikum und der Gärtner</title>
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                 (Katalog 2015, Seite 49) 
 Es war einmal ein Basilikum, das stand draußen im Garten und träumte von einer Weltreise. Da kam der Gärtner mit seinem Spaten. Er packte das Basilikum am Schopf und steckte es in einen Blumentopf. Das Basilikum, das lachte leise: „Jetzt geht sie los, die große Reise!“ 
 Es träumte sich hin bis Afrika, weil es wusste, dass es schön warm dort war. Davon hatte ein Vogel ihm vorgeschwärmt. Einer von denen, der in Hecken und Bäumen sitzt und lärmt. 
 Doch der Gärtner trug es ins Haus direkt in die Küche hinein. Dort stellte er es auf die Fensterbank, die er als besonders sonniges Plätzchen empfand. Bestimmt wird der mich bald nach Afrika schicken, ich muss nur brav sein und warten, dann wird es glücken. An Afrika denkend schlief das Basilikum ein. 
 So bekam es zuerst gar nicht mit, dass der Gärtner ihm immer wieder Blätter abschnitt. Er nahm sie wegen dem besonderen Duft und Geschmack, denn das gab seinem Essen den letzten Lack. 
 Als das Basilikum schließlich registrierte, was geschah, war es schon fast nicht mehr da. Es begann zu welken, war ganz geknickt und fragte sich: Warum hat mich keiner nach Afrika geschickt? 
 Da kam der Gärtner, sah das Basilikum an,  streichelte sanft dessen Blätter und flüsterte ihm zu: Von all meinen Pflanzen, mir die Liebste bist du! Darum habe ich dich kultiviert und vermehrt, dich gestutzt und Teile von dir verzehrt. 
 Das Basilikum umwedelte den Gärtner mit sanftem Duft, dann war es verpufft. Statt dessen stand dort plötzlich eine wunderschöne Frau, die sagte: Jahrelang hast du dich von mir ernährt, jahrelang habe ich mich nach der Ferne verzehrt. Du, mein Gärtner solltest mich hegen und pflegen, dafür gab Gott dir damals den Segen. 
 Ich packe jetzt meine Sachen und geh, denn noch immer packt mich der Ferne Weh. Meine Ableger aber, die darfst du behalten, dir damit einen leckeren Garten gestalten. Und dann, ehe sich der Gärtner versah, war sein Basilikum nicht mehr da. 
 Drum achte auf dein Basilikum und pflege es weise, sonst macht sich vielleicht auch deines auf die Reise. Denn ein Basilikum, das einmal erwacht, entschwindet für immer, oftmals über Nacht. 
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            <title type="text">Basilikum Wildes Purpur</title>
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                 (Katalog 2015, Seite 45) 
   Im Katalog 2014   
 ...berichtete ich von meinen Erfahrungen mit den unterschiedlichen Basilikumsorten, die ich im Sommer davor gesammelt habe. Mit dem richtigen Ernteschnitt und der richtigen Pflege kann man schöne kompakte große Pflanzen ziehen. Außerdem gibt es einige Sorten, die viel robuster sind als andere. Tatsächlich überlebte das „African Blue“ den Winter bei ca. +13°C und ist eine schöne große Pflanze geworden. 
   In der Saison 2014   
 ...habe ich den Versuch mit der schönen Sorte „Wildes Purpur“ gemacht. Ich topfte sie alle paar Wochen in einen größeren Topf und hegte und pflegte sie. Sie schmückte die ganze Saison über den Außenbereich im Verkauf. Durch den tollen Frühling und Sommer, den wir und die Pflanzen dieses Jahr genießen durften, zeigten die Blätter ihre kräftige rote Farbe. Das „Wilde Purpur“ fühlte sich wohl und wuchs und wuchs und wurde eine prächtige Pflanze, was ich unter anderem durch regelmäßiges Entspitzen erreichte. Die Spitzen verarbeitete ich sofort in meiner Limonade - ein Genuss für Auge und Gaumen! Selbst als der Herbst kam und es manchmal in Strömen goss und der starke Wind sie ordentlich durchschüttelte, ließ sie sich nicht aus der Fassung bringen. Auch als es nachts nur noch +7°C war ging alles gut, aber jetzt war der Zeitpunkt gekommen die Pflanze nicht noch mehr zu strapazieren. Nun steht sie bei ca. 13°C wieder im Gewächshaus und wartet auf den Frühling. 
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            <title type="text">Allround-Genie Basilikum</title>
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                 (Katalog 2015 und 2017) 
  Eva:  Ich mag Basilikum nicht nur als Küchenkraut, sondern auch als Pflanze. Man kann bei diesem Kraut in Kürze erkennen, wie wichtig es ist, bestimmte Anforderungen zu erfüllen, damit es der Pflanze gut geht und man lange Freude an ihr hat. 
  Anja:  Mein erstes Erlebnis mit Basilikum: Meine Mutter legte gehacktes Basilikum in Öl ein und nutzte es zum Herstellen eines sehr schmackhaften Schafskäse-Dips. Nach und nach wuchs meine Liebe zum Basilikum und ich lernte hier bei Rühlemann‘s viele verschiedene Sorten kennen. Ob auf dem Marmeladen-Käse-Brot, auf Nudeln, zu gegrillten Kartoffeln oder über Vanilleeis mit Schokosauce. Für mich gehört es zu fast jeder Mahlzeit. Selbst im Urlaub im Wohnmobil muss ein Topf Basilikum mit. Ich liebe es. 
  Sandra:  Basilikum war vor meiner Zeit bei Rühlemann&#039;s lediglich ein Standard-Küchenkraut, das ich für Tomaten &amp;amp; Mozarella benutzt habe. Jetzt weiß ich, welche Vielfalt sich hinter diesem tollen Pflänzchen verbirgt. Egal ob in Süßspeisen, Brot oder Tee - mit Basilikum ist fast alles möglich! 
   Das Königskraut   
 Basilikum wird auch Königskraut oder Hirnkraut genannt. Vielleicht weil es so königlich schmeckt? Oder weil es eine nervenberuhigende Wirkung hat und so für einen klaren Kopf sorgt? In Indien galt das Basilikum seit jeher als heilige Pflanze, das heilige Kraut tulasi, geweiht den Göttern Vishnu, Krishna und Shiva. Basilikum wurde so hoch verehrt, dass man vor Gericht offiziell Eide darauf schwor. Heute wird das Basilikum eher als Küchenkraut genutzt, gewinnt aber auch in der Heilkunde immer mehr an Bedeutung. Es macht unter anderem das Essen verdaulicher. Es enthält die Vitamine A und C, die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium sowie ätherisches Öl und Gerbstoffe. Damit ist es in der Küche eine gesunde Zutat. Blätter und Blüten werden erst nach dem Garen frisch, oder getrocknet und zerrieben den Speisen beigefügt, damit sich das volle Aroma entwickeln kann. Basilikum kann als Pfefferersatz genutzt werden. Man sollte jedoch nicht beides gleichzeitig anwenden. 
   Vermehrung durch Aussaat   
 Das einjährige Basilikum wird am besten durch Aussaat kultiviert. Töpfe sind für den Anbau ideal geeignet, denn so kann man die kleinen Sämlinge gut vor Schnecken schützen. Als Erde eignet sich gute Blumenerde, am besten mit etwas Sand. Basilikum ist ein Lichtkeimer, die Samen werden also nicht mit Erde bedeckt. Während des Keimens müssen die Samen feucht gehalten werden. Dazu ist es ratsam, den Topf mit einer Folie abzudecken, oder ein Minigewächshaus zu benutzen. Zum Anfeuchten eignet sich eine Sprühflasche. Die Samen keimen relativ schnell. Schon nach etwa einer Woche kann man erste Resultate sehen. 
   Vermehrung durch Stecklinge   
 Gerade für den Winter eine gute Alternative zur Aussaat. Rechtzeitig im Herbst ein bis zwei Blattpaare mit einem scharfen sauberen Messer abschneiden und in Stecklingserde stecken. Auch hier liebt das Basilikum es warm, hell und feucht. Eine durchsichtige Plastiktüte über dem Topf sorgt für hohe Luftfeuchtigkeit. Ist der Minitopf durchwurzelt, können Sie die Pflanze umtopfen. 
   Pflege   
 Basilikum braucht allgemein viel Wärme. Gerade die feinblättrigen Sorten lieben Temperaturen von über +15°C. Robustere Sorten, wie z.B. Wildes Purpur oder African Blue, vertragen auch mal unter +10°C. Außerdem ist viel Licht und gleichmäßiges Gießen förderlich für ein gutes Wachstum der Pflanze. Jedoch sollte man in den Topf gießen und möglichst nicht über die Blätter. Da die Pflanze eine starke Wurzelbildung hat, topft man sie von Zeit zu Zeit in einen größeren Topf um. So kann sie ihre volle Größe erreichen und gut beerntet werden. 
   Ernte   
 Ernten sie keine einzelnen Blätter, sondern schneiden Sie direkt unter einem Blattpaar. Dann hat das Basilikum die Möglichkeit, in den verbleibenden Blattachseln neu auszutreiben. Zum Trocknen für den Wintervorrat hängen Sie ganze Zweige kopfüber an einen schattigen, luftigen, warmen Ort. Binden Sie den Strauß jedoch nicht zu fest, da er sonst schimmeln könnte. Ist das Schnittgut ganz getrocknet, kann es zerrieben luftdicht und dunkel aufbewahrt werden. Basilikum lässt sich auch einfrieren. Jedoch schmeckt es frisch immer noch am besten. 
  Anjas Basilikum-Schafskäsedip    Evas Basilikumlimonade    Evas Basilikumeis    Evas Süßes Basilikumpesto    Basilikum-Knoblauch-Lorbeer-Öl    Fruchtiger Obstsalat mit Basilikum-Joghurt-Soße  
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            <title type="text">Toronjil Morado</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2015, Seite 15) 
   Die Tollste, die Beste, die Schönste.   
 Für mich die Toronjil Morado. Und was die alles kann! 
 Ein blumiger Geruch, vielleicht mit etwas Anis oder Zitrone. Eben Toronjil Morado. Schwer zu beschreiben. Im Spanischen heißt ‚Toronjil‘ Melisse. Ein verwandtes Wort, Toronja, heißt übersetzt Grapefruit und das passt auch. Fruchtig blumig. Überwältigend. 
 Das ist aber nicht alles, warum ausgerechnet diese Pflanze meine Lieblingspflanze ist. Aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken. Kekse und Kuchen enthalten fast grundsätzlich Toronjil. Ich backe mir gerne mein Knäckebrot selbst und auch da gehört für mich Toronjil zu. Als Beigabe im frischen Salat oder im Tee gibt sie eine besondere Note ab. 
 Die Pflanze, sofern sie nicht zu früh beerntet wird, kann weit über einen Meter hoch werden und bereichert meinen Garten schon seit langer Zeit. 
 Auf diese Pflanze möchte ich nicht mehr verzichten. 
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            <title type="text">Das Geheimnis des Lavendelblaus</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2014, Seite 179) 
  ...Immer wieder werde ich gefragt, welche Sorten das denn sind, die so schön leuchtend blau blühen. Viele Kunden sagen: &quot;Mein Lavendel ist nur sehr blass blau. Woran liegt das? Ich möchte den schönen blauen Lavendel, wie er auf den Feldern Frankreichs wächst.&quot;  
 Dazu gibt es zwei Dinge zu bemerken. Erstens: Der provenzalische Lavendel hat andere Wachstumsbedingungen: Starke Sonne und sehr kalkreicher Boden begünstigen die Ausfärbung; außerdem wirkt Lavendel in der Menge (also z.B. ein Lavendelfeld) viel farbiger als einzeln gepflanzt. In einem Lavendelfeld zu stehen, und je nach Blickwinkel und Sonnenstand die sich im Wind wiegenden Blüten zu beobachten ist ein unbeschreibliches Erlebnis! Zweitens: Es gibt Sorten, die eine stärkere Färbung vor allem des Blütenkelches (...und auf den kommt es an!) aufweisen. Diese Sorten werden von den Lavendelbauern nicht gerne preisgegeben - vielleicht erklärt das, warum die derzeit im deutschen Gartenbauhandel erhältlichen Sorten Provence-Lavendel und Lavandin überwiegend Sorten sind, die zwar im Lavendelanbau zum Zwecke der Ölgewinnung eine große Rolle spielen, wo jedoch schon bei der Züchtung die Färbung keine Rolle gespielt hat. (Abrialis, Super, Grosso, Sumian sind solche). Auf der anderen Seite gibt es in der Provence auch Lavendelanbau zum Zwecke schön lavendelblaue Trockensträuße (Bouquets secs) zu produzieren, wovon übrigens der größte Teil nach Deutschland exportiert wird. Für diesen Zweck werden natürlich ganz andere Sorten angebaut. Man unterscheidet dort zwischen den langstieligen blauen Sorten (‘bleu’), die von gut gefärbten Lavandinsorten kommen, die hierzulande ganz unbekannt sind (Lavandula x intermedia; z.B. Julien, Bleu des Collines, Félibre, Mailette), und den noch dunkleren, aber kurzstieligeren, sehr begehrten Sorten, im Handel und auf den Märkten mit der Bezeichnung ‘superbleu’ angeboten, die eigentlich nur von Auslesen des wilden Lavendels gewonnen werden. 
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            <title type="text">Indianischer Räuchersalbei</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2014, Seite 259) 
 Salvia apiana – Indianischer Räuchersalbei, auch „Weißer Salbei“ genannt - für mich die Pflanze des Lichts und der Liebe. 
 Die Pflanze begleitet mich schon seit vielen Jahren und ist mein absoluter Favorit unter den Salbeisorten. Ich liebe dieses aromatisch- harzige Aroma. Es entfaltet sich schon bei leichtester Berührung. Die weißen bis zart-violetten Blüten entwickeln sich von Mai bis August, sind essbar und lassen sich gut für die Dekoration von Salaten verwenden. 
 Nach dem Verblühen sollten die Blütentriebe entfernt werden. Er ist eine Pflanze mit geringen Pflegeansprüchen, die allerdings im Winter einen warmen Platz am sonnigen Fenster braucht - daher hervorragend für die Topfkultur geeignet. Bei optimalen Bedingungen kann er bis zu einem Meter hoch werden. Beheimatet ist er im Südwesten der USA und im Nordwesten Mexikos. In Nordamerika wird er schon seit Jahrhunderten bei den indianischen Stämmen für Räucherzeremonien und Schwitzhütten verwendet. 
 Dieser Salbei befreit von allem Negativen und bringt Geborgenheit; somit nimmt er positiven Einfluss auf unsere Energien.  You will feel it !  
 Zur energetischen Hausreinigung ist er ebenfalls bestens geeignet. Die Anwendung ist simpel, die Blätter lassen sich zu einem Bündel, Smudge genannt, binden. Bei der Räucherzeremonie wird die Spitze des Smudge angezündet und die Flamme ausgepustet, so dass er langsam glimmt. Der Rauch kann sich so gut entfalten und seine Wirkung verbreiten. In diesem Sinne:  Let it smoke !  
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            <title type="text">Echte Seidenpflanze</title>
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                 (Katalog 2014, Seite 277) 
 Im letzten Jahr fiel bei uns die Ernte der Echten Seidenpflanze reichlich aus und ich wollte unbedingt einmal ausprobieren, wie sich eine Kissenfüllung anfühlt, denn früher war es üblich die Seidenpflanze dafür zu verwenden. 
 Die Seidenpflanze wird nicht ohne Grund auch Papageienpflanze genannt, denn die Früchte sehen aus wie kleine Papageien, die kopfüber an den Ästen hängen. Im Herbst, wenn die Früchte reif sind und aufplatzen, geben sie Unmengen von kleinen Fallschirmen frei, an denen die Samen hängen. Ich habe mir also eine kleine Kissenhülle genäht und die Samen so gut es ging von den Schirmchen getrennt. Das Füllen war gar nicht so einfach ... ein Nieser oder ein Windhauch genügten um den ganzen Raum um mich herum mit Fallschirmen zu füllen. Das Ergebnis jedoch war himmlisch! Meine Neugier war geweckt. Ich nähte mir einen Teddy und füllte auch ihn. Nun sitzt er hier in meinem Büro und hört sich geduldig meine Telefonate mit den Kunden an. 
 Noch habe ich eine Tüte mit den fluffigen Schirmchen über. Mal sehen, was mir noch so einfällt. 
 Ausgesät werden kann diese wunderschön blühende Staude ab April / Mai direkt ins Freiland. Eine Voranzucht in Saatschalen unter Glas ist allerdings empfehlenswert, der Einfluss kühler Temperaturen ist sehr keimfördernd. 
 Wenn diese Pflanze einmal eine Ecke im Garten erobert hat, breitet sie sich gerne durch Wurzelausläufer aus. Für die oben gezeigte Menge an Seide wurde ein 3-4 qm großes Beet beerntet. 
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            <title type="text">Italienische Petersilie</title>
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                 (Katalog 2014, Seite 235) 
 Mein Lieblingskraut ist die Italienische Petersilie. Ich finde, frisch ausgesäte Petersilie schmeckt viel besser als gekaufte Petersilie aus dem Supermarkt. Sie schmeckt sehr gut im Rührei oder auf Kräuterquark. Schon 2-3 Tage nach der Aussaat war ein Keimling zu sehen. Meine beiden Kolleginnen wollten mir das nicht glauben – sie meinten, das wäre Unkraut. 
 ... Aber da steht sie nun, auf der Fensterbank im Büro und ich freue mich jeden Tag über sie. Ab und zu schneide ich etwas ab, für mein Frühstücksbrot. Lecker! 
  Gremolata  
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            <title type="text">Hibiskus-Tee</title>
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                 (Katalog 2014, Seite 133) 
 Hibiskus-Tee hatte ich mir durch Zufall ausgesucht: Katalog aufgeschlagen, ahh interessant, nehm ich! Am 20. März 2013 ausgesät, nach ca. einer Woche kamen die Sämlinge, pikiert habe ich sie dann auch recht schnell, vielleicht eine Woche später, tja das Gedächnis ist so´ne Sache. Auf jeden Fall habe ich sie am 03. Mai 2013 in 9er Töpfe getopft. Endlich mal was notiert! Da hört es aber auch schon auf. Nach ein paar weiteren Wochen kam die große Topfaktion, ahh Sticker gefunden, am 30. Mai war das. Da wurden die einzelnen Pflanzen für verschiedene Bereiche eingeteilt. Vier ca. 20cm Töpfe kamen in verschiedene warme Gewächshäuser, in einem sogar mit Rückschnitt und ohne. Einer im Topf nach draußen, drei im Freiland ausgepflanzt und vier gleich in größere Kübel in unser Verkaufsgewächshaus. So sind alle interessanten Standorte abgedeckt. Bei den Freilandpflanzen konnte mal relativ schnell eine rötliche Verfärbung (vermutlich Sonnenbrand - ja das gibt´s auch bei Pflanzen) und nach einer ganzen Weile weniger starken Wuchs als beim warm stehenden Hibiscus beobachten. Die 20cm Töpfe sind schon wieder zu klein geworden und werden am 12. Juli nochmal in große Kübel (ca.40-50cm) umgesetzt und eine Pflanze wird noch direkt im Boden im Gewächshaus ausgepflanzt. Blühen soll er im Kurztag, das heißt so ca. ab Oktober, wenn die Tage kürzer werden. Mal schauen, ob wir dann im Winter Hibiskus-Tee genießen können und ihn eventuell im Gewächshaus durch den Winter bekommen. Aber bis dahin kann er noch ein wenig zulegen, obwohl ein paar Pflanzen die 1,20 m schon längst überschritten haben. Der Steckling, den ich aus dem zurückgeschnittenem Trieb gemacht habe, also auch Ende Mai gesteckt, ist auch schon zweimal aus seinem Topf herausgewachsen und jetzt wohl schon einen Meter groß. Er hat am 21. August auch einen 40cm Topf bekommen. 
 Juhuuu, mein Hibiscus blüht! Am 04. September und zwar der draußen ausgepflanzte. Die Pflanze an sich ist nicht so groß geworden wie die warm stehenden, aber dafür jetzt schon über und über mit Knospen voll. Hmm, die ersten beiden Blüten waren altrosa, die nächsten Knospen, die langsam aufgehen sind jetzt hellgelb. Das ist ja interessant... Und das an der selben Pflanze! Wohl eine Pflanze mit Überraschungseffekt. Es bleibt spannend, was uns der Hibiscus noch alles so zeigt... 
 Am 14.10. haben wir die Kelche (diese werden für den Tee verwendet) aufgepuhlt, uns die Frucht und das unreife Saatgut angesehen und gleich einen Tee aufgesetzt. Schmeckte mit den frischen Kelchen leicht säuerlich. Ein paar Kelchblätter habe ich zum Trocknen weggelegt, um auch diesen Tee später mal zu probieren. Ein paar Kelche sollen auch noch ausreifen, damit ich das Saatgut ernten kann und mir vielleicht im nächsten Jahr wieder Hibiscus-Tee aussäen kann. 
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            <title type="text">Roter Hibiskus</title>
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                 (Katalog 2014, Seite 131) 
 Ich hab dieses Jahr Roten Hibiskus ausgesät, weil es eine Malvenart ist und ich Malven sehr gerne mag. Optisch ne tolle Pflanze, von der Blüte und bei dieser besonders auch vom Blatt her. Die Farbe ist absolut das Beste daran! 
 Zur Aussaat hab ich mir einige Tipps geholt und dann ganz schnell losgelegt. Cool! Jedes Saatkorn ist aufgelaufen! Zuerst kam allerdings alles grün aus der Erde und mein erster Gedanke war: Falsches Saatgut! Auch mit Nina hab ich lange sinniert, ob das wohl die richtige Pflanze ist? Doch dann guckste ein paar Tage später rein und da hatte sie ihre Farbe komplett geändert. Puh … verdammt - doch die Richtige! Zuerst wirkten die Blätter sehr schön durchscheinend im Licht, mehr ins orangefarbene. Mit der Zeit, wenn die Pflanze kräftiger wird, wird auch die Farbe satter. Hab sie zweimal kräftig gedüngt und in größere Töpfe gesetzt. Vom Wuchs haben sich die Pflanzen sehr unterschiedlich entwickelt: drinnen sind sie sehr in die Höhe geschossen, draußen haben sie mehr Bauch bekommen, da sind sie kleiner und kompakter geblieben. Der Hammer war, als ich im September aus dem Urlaub kam – was für einen Sprung die in 2 Wochen gemacht haben! Vom Blatt her erinnert sie mich jetzt im Herbst an Indian Summer. Der Geschmack der Blätter: Total überraschend, aber genau das was ich mag. Schön säuerlich, ähnlich wie Sauerampfer oder wie ne unreife Zwetschge. Ob sie wohl dieses Jahr noch blüht? 
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            <title type="text">Luffa</title>
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                 (Katalog 2014, Seite 189) 
 Viele kennen ihn sicher, den Luffaschwamm. Aber: Wo kommt er eigentlich her? Richtig. Aus der Natur! 
 Wildformen kommen von Zentralasien bis nach Nordost-Australien vor und wachsen dort bis in eine Höhe von 1000m an Flussufern. Luffa, botanisch Luffa aegyptiaca gehört in die Familie der Kürbisgewächse, daher auch der häufig gebrauchte Name „Schwammkürbis“.  Sie wachsen schnell und bilden Ranken, vergleichbar mit den bekannten Salatgurken. Die Ranken können eine Länge von bis zu 15 m erreichen; von daher empfiehlt sich eine Kultur an einem Rankgerüst. Sie gedeihen am besten auf fruchtbaren, leicht sauren bis neutralen Böden in sonniger warmer Lage. In unseren Breiten empfiehlt sich eine Kultur im Gewächshaus oder Wintergarten. 
 In der westlichen Welt wird die Luffa hauptsächlich als Schwamm, aber auch als Sandalen-Sohlen oder für Polsterfüllungen verwendet. In Asien ist es vorrangig ein Gemüse. Dort findet sie aufgrund ihres hohen Vitamingehaltes als unreife Frucht Verwendung in der Küche, vergleichbar wie in Europa Zucchini. Bei kultivierten Luffa ist eine Fruchtlänge von 60-80cm keine Seltenheit. Während der Reife wird die innere Struktur immer gröber. 
 Wenn die Hülle sich schließlich gelb verfärbt, kann die Schale entfernt werden und der weiche Schwamm kommt zum Vorschein. Das Fruchtfleisch ist grobfaserig aufgebaut und enthält die Saatkörner. 
 Jetzt noch trocknen, in Scheiben schneiden und fertig! Einfacher kann man seinen Bade- und Peelingschwamm nicht herstellen. Oder vielleicht doch Sandalen? Probieren Sie es aus und seien Sie kreativ! 
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            <title type="text">Javanisches Patchouli</title>
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                 (Katalog 2014, Seite 229) 
 Ich wollte immer schon einmal den Patchouli-Duft in seiner ursprünglichen Form wahrnehmen. 
 Als Anhänger der Metal+Gothic Szene ist er mir seit vielen Jahren bekannt. Ich kenne ihn von ätherischen Ölen, Räucherstäbchen, Seifen und Parfüms - muss aber sagen, dass der reine Geruch der Pflanze ungleich schöner ist. 
 Man kann sich einfach ein, zwei Blätter nehmen und zwischen den Fingern zerreiben und schon umströmt einen das erdige Aroma. Während Räucherstäbchen und vor allem ätherische Öle im Aroma nach meinem Empfinden oftmals zu streng sind - ist der Geruch der Pflanze deutlich sanfter und angenehmer. 
 ... Und ich merke, wie Erinnerungen an meine ersten Partys in der schwarzen Szene zurückkommen. Ich gehe wieder bei Nacht durch die Strassen, besuche die alten Bars und Clubs - es ist schön, wieviel Sinnlichkeit der Duft einer Pflanze auslösen kann. 
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            <title type="text">Basilikum</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2014, Seite 47) 
 Ich habe während meiner täglichen Arbeit in der Gärtnerei diese Pflanze zu schätzen gelernt. 
 Mein besonderes Interesse weckte die Sorte „Reunion“, weil ich es ausgewachsen sehen wollte und den Lakritzgeruch mag. Von Basilikumsaat suchte ich mir das „Feine Grüne“ aus, denn diese Sorte kannte ich noch nicht - es wird bei uns nur als Saatgut verkauft. Interessant fand ich, dass es für Süßspeisen geeignet sein soll. Hmm, ...ist es wohl fein im Geschmack? fragte ich mich. Es war spannend, die sehr schnellen Vorgänge zu beobachten. Die Saat, die offen auf der Aussaaterde lag (Lichtkeimer) und sofort aufquoll als sie mit Wasser befeuchtet wurde und sich von schwarz in ein graulila verwandelte. Und dann die Stecklinge, die ich vom Reunion nahm und in die Erde steckte, wow ....die hatten nach ein paar Tagen schon Wurzeln. Bald pikierte ich die Saat, denn - wer hätte das gedacht - war auch die schnell gekeimte Saat bewurzelt. Nun wartete ich bis die Pflänzchen so bewurzelt waren, dass sie nicht mehr in den Quickpots wohnen wollten. Juhu, ich konnte meine Kleinen topfen. Ich gab den jungen Pflanzen Licht, Wärme, Platz und Aufmerksamkeit - wie es die Königin der Kräuter mag. Zwei Pflanzen allerdings habe ich Rabenpflanzenmutter nach draußen bei Wasser und Brot (Wind und Wetter) gestellt um zu sehen wie es ihnen da geht. Dann folgte regelmäßiges Entspitzen und Entfernen der sich immer wieder durchsetzen wollenden Blüten. Es machte sehr viel Spaß zu beobachten und zu erfahren wie dankbar dieses Kraut ist, wenn man ihm diese Aufmerksamkeit schenkt und gibt was es braucht. Schnell merkte ich, dass die Pflanzen sehr bald in einen größeren Topf umgepflanzt werden wollten. Die Wurzelbildung ist beeindruckend. Und schon hatte ich nach ein paar Wochen schöne, buschige und ergiebige Pflanzen. Meine beiden Draußensteher blieben klein, wuchsen langsam, erwiesen sich aber als robuster als ich dachte. Ich erlöste sie als es kälter wurde und machte natürlich eine Süßspeise. Leckeres Eis gab es ...Sehr lecker! Ich fand das Rezept im Internet, bestehend aus Mascarpone, Buttermilch, Limettensaft und Zucker. Feines Grünes passt! 
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            <title type="text">Wundersame Heilung durch Beinwell</title>
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                 (Katalog 2013, Seite 77) 
 Eines Tages hatte mein Kater einen schrecklichen Unfall. Beide Hinterbeine waren gebrochen und sämtliche Sehnen gerissen. Die Heilungschancen beim linken Hinterlauf lagen bei nur 30 %. Als nach 12 Wochen blank liegender Nerven und etlichen Tierarztbesuchen immer noch keine Besserung in Sicht war, sollte nun die Amputation folgen ... Ein Graus ... Da fiel mir ein was mein Vater - selbst Heilpraktiker - in solchen Fällen bei mir und meinen Geschwistern anwandte. Bei uns im Garten wuchs Beinwell, und hatten wir Kinder uns was gebrochen, machte er uns Beinwellwickel um den Heilungsverlauf zu beschleunigen. 
 Symphytum officinale, auch Heilwurz genannt, ist eine krautige mehrjährigePflanze, die an schattigen und feuchten Plätzen wächst. Die bis zu 70 cm hohe Staude ist ein altbewährtes Heilmittel, dem schon Hildegard von Bingen sehr zugetan war. Bereits im Mittelalter nutzten die Menschen die außergewöhnliche Kraft des Beinwell. Der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet &quot;Zusammenwachsen&quot; ... Ich erinnerte mich also an früher, und mit einer gehörigen Portion Glauben und alten Erfahrunswerten grub ich die Wurzel des Beinwells aus und kochte diese zusammen mit den jungen Blättern in Wasser zu einen braunen Sud.Die weichen Planzenteile zerdrückte ich auf einem kleinen Tuch und machte eine Woche lang jeden Abend - über Nacht - einen Wickel um das kleine Katerbeinchen. Ganz rasch war eine Besserung zu erkennen und Gott sei Dank blieb uns eine Amputation erspart. 
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            <title type="text">Beifuß ... mein Fuß in die Rühlemann&#039;s Kräutergärtnerei</title>
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                 (Katalog 2013, Seite 53) 
 Horstedt, der Treffpunkt aller Kräuterfreunde. 
 Ich habe das Glück, nur 3 Km entfernt von Rühlemann`s zu wohnen. Vor etlichen Jahren sprach mich eine Freundin an, sie war gerade aus Bayern zurück, hatte dort Freunde besucht. &quot;Ich habe aus Bayern etwas Interessantes mitgebracht. Einen Katalog voller Kräuter und es muss in Deiner Nähe sein, ihr habt die gleiche Postleitzahl.&quot; Ich musste passen, beschloss aber, mich näher mit dem Thema zu befassen. Unser nächstes Thema zur Tarmstedter Ausstellung: Kräuter. Das erste Kräuterbuch wurde gekauft. Dort las ich: &quot;Man gehe in eine Kräutergärtnerei und kaufe Beifuß, um ihn dann in eine Kräuterspirale zu setzen.&quot; So besuchte ich erstmals Rühlemann`s, um dort neben Beifuß viele Kräuter zukaufen. Meine Kollegen vom Pflanzenschutzamt staunten über mein Kräuterwissen, wächst Beifuß wie bei Fuß bei uns am Wegesrand. Den gekauften brachte ich nach der Ausstellung zu mir in den Garten (bitte nicht auf die Kräuterspirale), las ich im Anschluss doch ganz viel Positives über dieses Wildkraut. Heute, 15 Jahre später, gehört der Beifuß zu meinen Lieblingskräutern. Von einer älteren Bewohnerin hörte ich, dass ihre Mutter meinem Vater häufiger einen Tee daraus gekocht hatte gegen Sodbrennen und er würde helfen bei nervösen Magen-, Darm-, Herz-und Kreislaufbeschwerden. Er gilt als altes Hausmittel gegen müde Füße und beim Ötzi fand man Spuren vom Beifuß. Seine pilz-und keimhemmenden Inhaltsstoffe nutze ich für eigene Salben. Beifuß ist bei uns das typische Gänsebratengewürz und das Gewürz für alle fetten Speisen. Er würzt aber auch gut andere Gerichte wie frische Pilze. In Sherry oder süßen Wein eingelegt ergibt er ein wohlschmeckendes Verdauungselexier. Beifuß, der Anbeginn meiner Kräuterleidenschaft. In 2012 blicke ich auf 10 Jahre Führungen in Rühlemann`s Kräutergärtnerei zurück. Als mich ein Kunde in diesem Jahr fragte, welche Ausbildung mich dazu befähige war die Antwort: &quot;Keine - nur die Begeisterung und die Freude am Thema Kräuter.&quot; Er ließ sich trotzdem auf eine Führung ein. Wer mehr zu meiner Kräuterbegeisterung wissen möchte, unter www.kraeuter-ulla.de wird er fündig. 
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            <title type="text">Bálsamo de Canudo - mein Balsam für die Augen </title>
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                 (Katalog 2013, Seite 37) 
 Im letzten Frühjahr ereilte mich ganz plötzlich ein heftiger Allergieschub, woher auch immer ... Meine Augen juckten, brannten und durch heftiges Reiben wurde es natürlich nur noch schlimmer. 
 Da riet mir ein Kollege zu Bálsamo de Canudo, dies sei doch genau die richtige Pflanze dafür. Und ich träufelte mir einige Tropfen in die Augen. Im ersten Moment wurde es noch schlimmer und ich fürchtete schon nun völlig zu erblinden, aber nach 1 - 2 Minuten ließ das Brennen und Jucken nach und nach weiteren 15 Minuten waren meine Augen wieder in Ordnung, als ob nichts gewesen wäre. 
 Dies ist allerdings meine ganz persönliche Erfahrung, ich darf und kann nicht dazu auffordern es mir gleich zu tun. 
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