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        <name>Rühlemann&#039;s Kräuter und Duftpflanzen</name>
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    <title>Blog / Atom Feed</title>
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    <updated>2026-04-23T09:36:49+02:00</updated>
    
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            <title type="text">In Daniels Garten</title>
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                                            Daniels Erfahrungen mit Majoran und Oregano
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                 Welch ein Sommer. Ich spreche hier vom vergangenen Jahr. Ungeahnte Düfte, überraschende Formen und Farben. So viel Unbekanntes aus der Kräuter- und Duftpflanzenwelt habe ich in meinen Garten gepflanzt. Hier wird fast alles nur beim Anpflanzen gewässert, dann aber ordentlich, manchmal einige Tage hintereinander. Danach kommen die Setzlinge mit dem klar, was der Himmel schenkt. Das hat funktioniert, obwohl wir im letzten Jahr ziemlich heiße und trockene Zeiten hatten.&amp;nbsp; 
 Ich freue mich immer, wenn ich direkt von der Küche aus in meinen Garten gehe, um was Krautiges fürs nächste Essen zu besorgen. Selbst anbauen und dann ernten hat so etwas Erfüllendes, oder? Trotz der ganzen Vielfalt in meinem Kräutergarten sind es allerdings meistens nur wenige Kräuter die ich in der Küche wirklich genauer erkunde. Im letzten Sommer waren es Majoran und Oregano in verschiedenen Sorten. Frisch oder getrocknet? Der Vergleich zu Gerebeltem aus dem Bioladen oder Supermarkt? Blüten versus Blätter? Der direkte Duft im Vergleich zum Geschmack im Essen?&amp;nbsp; 
 Zuerst kommen natürlich die zerdrückten, frischen Blätter unter die Nase. Das gibt einen ersten Eindruck. Doch die ganze Würzwahrheit kommt erst in der Küche zum Tragen, wenn sich das Aroma durch die verschiedenen Zutaten richtig entfaltet. Ich habe im letzten Sommer, glaube ich, fünf- oder sechsmal meinen Majoran-Bohneneintopf gekocht und dabei immer wieder andere Majoransorten ausprobiert. Frisch oder getrocknet. Am liebsten verwende ich im Moment den Zypern-Majoran. Glauben Sie mir - dieser Geschmack ist unvergesslich köstlich! 
 Auch andere Sorten vom echten Majoran waren lecker. Regelrecht geschockt war ich dann aber von getrocknetem Majoran und Oregano den man im Laden kaufen kann. Absolut kein Vergleich. Das Aroma war praktisch kaum vorhanden. Auch bei vielen anderen Kräutern werden Sie feststellen, dass selbst angebaute Würze einfach viel aromatischer ist. Erfreulich finde ich, dass selbst nach dem Trocknen alle Majoran- und Oreganosorten, die ich ausprobiert habe, ihr Aroma über Monate behielten. Leider ist nichts mehr übrig vom Majoran. Weil er sooo lecker war. Sonst könnte ich noch erfahren, ob die Würzkraft auch nach einem ganzen Jahr überzeugt. Was meinen Sie? 
 Sie merken schon: Ich liebe es, meine Kräuter auf alle möglichen Arten zu verwenden und zu erfahren. 
 Bleiben wir noch beim Majoran und Oregano. Es sind immer die Blüten die am intensivsten würzen. Erst recht wenn sie abgeblüht sind, aber bevor sie braun werden. Und ich habe beobachtet, dass das Aroma im Herbst spürbar nachlässt. Das meiste sollte daher im Sommer geerntet werden.&amp;nbsp; 
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                            <updated>2023-12-25T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Birkenstamm aushöhlen und bepflanzen </title>
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                 Um einen Garten zu verschönern, gibt es eine einfache Lösung. Alles was man da zu braucht ist ein Birkenstamm, eine Bohrmaschine und ein Stemmeisen. Zuerst bohrt man einen Kreis aus Löchern, hierbei ist es wichtig, dass der Kreis so groß ist, dass die Pflanze ausreichend Platz hat. Mit dem Stemmeisen holt man das Restholz aus den Stamm. Auch sollte man darauf achten, dass das Loch tief genug ist.  Nun wird der Stamm schön abgeschliffen und mit Leinöl (Leinölfirnis) eingerieben. Das sorgt dafür, dass der Birkenstamm langer hält. Außerdem sollte man ein Loch in den Stamm bohren damit überflüssiges Wasser abfließen kann. Nach 24 Stunden ist der Baumstamm bereit bepflanzt zu werden.  Wir haben Gotu Kola in den&amp;nbsp; Birkenstamm gepflanzt, man kann eigentlich alles in den Stamm pflanzen. Besonders schön sind Pflanzen, die vom Stamm herunterhängen.  Ein paar Ideen, was man pflanzen kann:  Limonaden-Thymian, Bergbohnenkraut kriechend, Rebhuhnbeere und Jiaogulan 
   
  Leider ist diese Art von Deko nichts für die Ewigkeit. Da die Birke ein sehr weiches Holz ist, zersetzt es sich relativ schnell. Um länger etwas davon zu haben, nimmt man besser einen Eichenstamm. 
  von André Wieding und Florian Roosing 
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                            <updated>2021-04-23T07:00:00+02:00</updated>
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            <title type="text">Wunderschönes, skurriles, bemerkenswertes Saatgut</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2018, Seite 351) 
 Von Ende Oktober bis Anfang den neuen Jahres unterstützen Martina und ich unsere Saatgutabteilung - Saatguttüte um Saatguttüte füllen wir ab, füllen wir ab, füllen wir ab. Wenn der neue Katalog herausgekommen ist und die Zeit des Säens und Pflanzens wieder näher rückt, nehmen wir die vielen telefonischen Bestellungen entgegen. Die Erinnerung an das wunderschöne, skurrile oder bemerkenswerte Saatgut aber bleibt. 
   Der Geruch   
 Oft duftet, manchmal auch schon fast unangenehm, das ganze Büro danach. Man bekommt regelrecht Appetit, z.B. auf Fisch (Dill) oder eine leckere Suppe (Liebstöckel) oder der Gedanke an einen leckeren Tee kommt auf (Anis-Ysop). Nach dem Abfüllen der Epazote müssen wir meist erst einmal lüften, aber wenn jemand das Büro betritt und es ganz besonders würzig riecht, kann es nur der Bockshornklee sein. 
   Das Aussehen   
 Von weitem betrachtet sieht alles gleich aus, aber aus der Nähe unterscheidet sich jedes einzelne Korn vom nächsten und jedes ist einzigartig schön wie z.B. die Süßdolde mit ihrer glänzenden Oberfläche oder die Ringelblume mit ihren Zacken. Der Rizinus erinnert mich immer an Wachteleier und die Asiatische Moringa sieht aus, als wenn jedes einzelne Korn in Geschenkpapier eingewickelt wäre. Das Samenkorn des Raupenkrauts – würde es sich bewegen, könnte man glauben, es wäre eine Raupe. Und die Herzsame sieht wirklich aus, als hätte jemand auf jedes Korn ein kleines Herz gemalt. Eine Kundin erzählte mir sogar einmal, sie wolle mit der Herzsame bei der Hochzeit ihrer Tochter den Tisch schmücken. 
   Das Gefühl   
 Es fliegt durch die Luft (Tagetes), sperrt sich beim Eintüten (Ringelblume, Inkagurke, Erdmandel), kullert vom Schreibtisch (Senf, Cilantro), ist so fein, dass man jedes einzelne Korn gar nicht erkennen kann (Teebaum), liegt flach da (Luffa) oder bringt uns zum Niesen (Chili). 
 Haben Sie auch solche Assoziationen? Schauen Sie mal genau hin! Ich freue mich jedenfalls schon auf das nächste Abfüllen mit Gefühl, Geruch und wunderschönem Aussehen. 
  Dill 
  Liebstöckel 
  Süßdolde 
  Herzsame 
  Bockshornklee 
  Teebaum 
  Luffa 
  Rizinus 
  Cilantro 
  Epazote 
  Erdmandeln 
  Inkagurke 
  Raupenkraut 
  Moringa 
  Bittermelone 
  Ackerringelblume 
  Brauner Senf 
  Sibirischer Hauspaprika 
  Anis-Ysop 
  Gewürztagetes 
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                            <updated>2018-01-01T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Advent, Advent, der Gärtner rennt</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2018, Seite 334) 
 Jedes Jahr im November stellt sich die gleiche Frage: Was kann ich diesmal in den Adventskalender stecken? 
 Letztes Jahr fiel mir doch glatt die Kundin wieder ein, die ihrer Mutter, einer passionierten Gärtnerin, einen Kräuter-Saatgut-Adventskalender mitbrachte. Eine wirklich tolle Idee! 
 Für meine liebe Freundin, auch eine Kräuterliebhaberin, genau das Richtige. 24 Tütchen mit Wintersaat, noch einmal verpackt, mit Wäscheklammern an ein schönes rotes Band gehängt, Zahlen und etwas Deko dran. Schon fertig - für Kräuterfans genau die richtige Überraschung! 
 Meine persönlichen Wintersaat-Favoriten heißen: Knoblauchsrauke, Mädesüß, Hopfen, Bärwurz, Heilende Passionsblume, Lauch-Scheibenschötchen .... 
 Mehr findet man unter:  Wintersaat  
 Viel Spaß beim Nachmachen! 
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                            <updated>2018-01-01T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Meine Saison im Topf-Team</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2018, Seite 238) 
  Im Februar 2017  begann meine Saison in der Kräutergärtnerei „Rühlemann’s“. Ich wurde Teil einer Abteilung, die junge und frisch bewurzelte Pflanzen topft und dann in verschiedene Klimabereiche der Gewächshäuser räumt, bevor sie später verkauft werden können. 
  Es war für mich  eine besondere Erfahrung, Einblicke in die vielfältige Pflanzenwelt dieser Gärtnerei zu erhalten. Die Prozesse der Pflanzenentwicklung, die vor allem im Frühjahr beginnen und im Herbst enden, konnte ich in großer Vielzahl Tag für Tag an den verschiedenen Pflanzen beobachten. 
  Jeder Mensch , der mit ein bisschen Liebe zu Hause seinen Garten pflegt, erhält viele Eindrücke von den Pflanzen im Verlauf der Jahreszeiten. Es interessiert diejenigen dann sicher, wie man den Pflanzen die nötigen Voraussetzungen schafft, damit sie sich gut entfalten können. Durch Gespräche mit denjenigen Mitarbeitern, die schon viele Jahre Erfahrung haben, konnte ich ein wenig lernen, auf welche Weise sie sich mit den Pflanzen beschäftigen und mit welchem Blick sie die Pflanzen betrachten. 
  Mir ist als Geowissenschaftler  die Bodenkunde bekannt, die sich mit der obersten Schicht der Erdoberfläche beschäftigt. In dieser Schicht sind meist organische Bestandteile enthalten, die mit dazu beitragen, dass ein Boden fruchtbar wird und durch die man den Boden erst als „Erde“ bezeichnet. 
  Durch meine Gärtnerarbeit  konnte ich mich nun nebenher ein wenig mit den Pflanzen beschäftigen, die ja zu einem Teil zu den Bodenbildungsprozessen beitragen. Da mein Interesse aber nun auf die Pflanzen selbst gerichtet war, bilden sie für mich seither mehr als zuvor eine Welt der Formen, Farben und Gerüche. 
  Die Vielfalt  an teils exotischen Pflanzen und auch die Vielfalt an Sorten gleicher Arten waren für mich eine Einladung, mir mal genauer die Unterschiede zwischen den einzelnen Pflanzen anzusehen und durch Probieren, Riechen und Fühlen Eindrücke zu sammeln, die ich nicht so schnell wieder vergessen werde. Ich konnte sehen, dass - wie in der Bodenkunde und in den meisten anderen Wissenschaften auch - in der Pflanzenwelt fast unendlich viele Unterschiede zu entdecken sind, die auf den ersten und zweiten Blick noch kaum hervortreten. 
  So wie die Pflanzen  sich ganz zu ihrer Zeit und unter den passenden Verhältnissen entwickeln und der Gärtnerei eine bestimmte Stimmung verleihen, erlebte ich auch, wie die Kollegen bei Rühlemann’s eine dazu passende Gemeinschaft bildeten. Ich erlebte dort eine erstaunliche Gelassenheit und Selbstverständlichkeit, mit der die Arbeit innerhalb des vorgesehenen Rahmens ablief. Aber wie es in Bezug auf die Pflanzenkulturen Probleme zu beheben gibt, so sind natürlich auch die Mitarbeiter untereinander gelegentlich vor Herausforderungen gestellt... 
  Mein persönlicher Eindruck  ist aber geprägt von Bewunderung für das besonders positive Miteinander, das wie abgestimmt scheint mit der Ruhe, die von den Pflanzen ausgeht. Zu diesem Bild gesellt sich in mir aber auch eine Idee, die ich in den letzten Jahren immer mehr schätzen gelernt habe: dass Verantwortlichkeiten mehr auf die einzelnen Bereiche eines Betriebs verteilt werden, anstatt sie zu bündeln. Dafür werbe ich gerne und versuche davon zu überzeugen, weil ich glaube, dass so jedes einzelne Mitglied einer Gemeinschaft am besten wertgeschätzt wird. Diejenigen, die auf diese Weise arbeiten dürfen und wollen, können so ihre Fähigkeiten viel mehr zur Geltung bringen und sind für die Arbeit zusätzlich motiviert. 
  Ich selbst  war mit meinem kurzen Engagement bei Rühlemann’s aufgrund der Erlebnisse sehr zufrieden. Zum einen wegen der vielen lieben Menschen, die ich dort kennengelernt habe. Zum anderen aber auch deshalb, weil ich innerhalb des Betriebs viel rumgekommen bin und besonders viele Eindrücke erhalten habe. Das lag daran, dass ich meistens die frisch getopften Pflanzen in jeden Winkel der Gärtnerei ausgestellt habe und immer wieder mal Dinge tun konnte, die eigentlich nicht Teil des Bereichs sind, dem ich zugeordnet war: Zum Beispiel Pflanzen zu pflegen, an verschiedenen Pflanzenstandorten Ordnung zu schaffen oder vom einzigen Papayabaum der Gärtnerei die Früchte zu ernten... 
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                            <updated>2018-01-01T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Vegane Kosmetik mit Kräutern</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2018, Seite 218) 
  Jeden Tag  sind Haut, Haar und unser ganzer Körper Umweltbelastungen ausgesetzt. Schlechte Luft, Hitze, Kälte, Krankheitserreger, Stress und viele andere Faktoren haben Konsequenzen auf unser Erscheinungsbild und unser Wohlbefinden. 
  Die Werbung  hat selbstverständlich immer eine passende Lösung für jedes Problem parat. Ein Streifzug durch eine Drogerie offenbart eine Unmenge von Spezialprodukten für jede Herausforderung, jeden Hauttyp und jede Jahreszeit. Dreht man die Flasche oder den Salbentiegel um, um die Inhaltsstoffe zu studieren, erscheinen Fragezeichen. Meist findet man hochkomplizierte synthetische Substanzen, deren Namen man nicht einmal ansatzweise aussprechen kann. Natürlich findet man auch zahlreiche Pflegeprodukte von vertrauenswürdigen Anbietern von veganer Kosmetik. Die hochwertigen Zutaten und Herstellungsmethoden haben aber auch ihren Preis. 
  Pflanzen  sind normalerweise gut verträglich, wirksam, pflegend und hautverschönernd. Wirkstoffe, besonders wenn sie synthetisch nachgebaut sind, helfen nicht so perfekt wie das Originalaus der Pflanze. Deswegen unsere Idee von  Do-it-yourself-Kosmetik . Es ist nämlich überhaupt nicht so schwer, Naturkosmetikprodukte in der eigenen Küche selbst anzufertigen. Mit dem nötigen Grundwissen ausgestattet, stellt man aus einfachen Zutaten wie Pflanzenölen, Teeauszügen, Natron und Speisestärke eigene Salben, Cremes, Haarkuren, Deos und vieles andere selber her! 
  Wer seine eigene Kosmetik herstellt , verbraucht keine problematischen Stoffe, unterstützt keine Verpackungsmaterialien mehr, hilft Ressourcen zu schonen und lange Transportwege zu vermeiden. Man sammelt nicht mehr drölfzig unterschiedliche Kosmetika - bei denen man teilweise schon gar nicht mehr weiß, wie lange man sie schon im Schrank stehen hat – sondern nur seine 3-5 selbstgemachten, frischen Pflegeprodukte. 
 Und wenn tatsächlich wieder alles verbraucht ist, dann schaut man einfach in den Obstkorb oder die Gemüsekiste oder geht hinaus in den Garten. Dort findet man alles was man braucht und kann wieder aus dem Vollen der Natur schöpfen. 
   Was bedeutet eigentlich Vegane Kosmetik?   
 Es ist im Grunde genommen ganz einfach: Wir verzichten - im Gegensatz zur klassischen Kosmetik auf Milch, Butter, Eier, Honig, Fisch (Kaviar) oder Fleisch (Collagen), denn es gibt tolle pflanzliche Optionen, die wir mit bestem Gewissen verwenden können: 
 
  statt Milch:  pflanzliche Drinks (z.B. Soja, Kokos, Reis, Hafer) 
  statt Joghurt/ Quark:  Avocado + Zitronensaft oder Soja(Lupinen)Joghurt 
  statt Butter:  z.B. Kokosfett, Kakaobutter, Sheabutter, Mangobutter 
  statt Honig:  Agavensirup, Löwenzahnsirup, Ahornsirup + Zitronensaft 
  statt Hefe:  weiße Tonerde, Ghassoul bzw. Lavaerde 
 
  Beim Selbermachen  haben wir die Gewissheit, dass kein fühlendes Wesen als Rohstofflieferant oder in einem Labor missbraucht wird. Wir wissen genau, welche Stoffe wir uns auf Haut und Haare geben oder in den Mund nehmen und brauchen uns keine Sorgen über chemische Zusätze etc. zu machen. Unser Körper verdient das Beste – also geben wir es ihm! 
   Naturkosmetik selbst herstellen – die Grundlagen   
 Bei der Herstellung der eigenen Pflegeprodukte sind drei Faktoren entscheidend für den Erfolg: 
 
 Die richtigen Wirkstoffe 
 Die Qualität der Rohmaterialien 
 Achtsame Verarbeitung 
 
  Selbstgemachte Pflegeprodukte  sind sehr viel individueller als industrielle Produkte. Die Rezepturen lassen sich ganz auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Zuerst mag die Vielfalt der Öle, Pflanzen und anderer Zutaten erschreckend wirken. Dabei gilt es, die Ruhe zu bewahren und sich Schritt für Schritt heranzutasten. Je mehr man liest und experimentiert, umso mehr lernt man und wird vertrauter mit den Zutaten und ihren Wirkungsweisen. 
  In der Küche  selber bleibt es unkompliziert, denn für die Herstellung benötigen wir keine speziellen Gerätschaften, die dann immer im Wege sind. Küchenwaage, Holzlöffel, scharfe Messer (am besten Keramikmesser), Schere, kleine Trichter, 1-2 kleine Töpfe, 1-2 etwas größere Töpfe (auch hier wären keramikbeschichtete Töpfe die erste Wahl), Gläser mit Schraubverschluss zum Schütteln und Vermischen, Siebe (alternativ geht auch ein Teefilter oder ein Damenfeinstrumpf) und nach und nach natürlich ein paar schöne Behältnisse zur Aufbewahrung. Gute Aufbewahrung verlängert die Haltbarkeit! 
 Wenn man auf den Geschmack gekommen ist, empfiehlt es sich, einige Zutaten wie Kokosfett, kaltgepresste Öle, Agavensirup, Natursalz, Apfelessig (Naturessig), Natron im Haus zu haben - je nachdem welche Rezepte übernommen werden. Eine Erweiterung ist möglich, aber nicht notwendig! 
   Körpertonikum und Sommerlotion   
 Ein Blatt Aloe der Länge nach aufschneiden und das Gel mit 100 ml Wasser mixen. In eine Zerstäuberflasche füllen und den erfrischenden Effekt am ganzen Körper genießen oder zum Abschminken benutzen. Als Sommerlotion, bei Sonnenbrand, leichten Verbrennungen einfach das Wasser durch Kokosmilch ersetzen, 2 EL frische Zitronen- oder Orangenverbene hinzugeben (bei getrockneter die Dosis etwas erhöhen), ein TL neutrales Öl, 1 Msp. Natron. Hält bei Zimmertemperatur bis zu 4 Tagen, im Kühlschrank 1 bis 1 ½ Wochen. 
   Zahnpulver / Zahnpasta   
 Nach Hildegard von Bingen. Ganz einfach und dennoch unheimlich wirksam. 
 
 3 EL getr. Rosenblüten 
 3 EL getrocknete Salbeiblätter 
 
 Im Mixer schreddern – fertig! In einem geschlossenen Glas ewig haltbar. Zum Zähneputzen feuchtet man die Zahnbürste an und streut ein bisschen von dem Pulver drüber. Nimmt man frische Blätter, diese pürieren und mit zwei guten EL Kokosöl/-fett verrühren. Dann hat man eine wunderbare Zahnpasta. 
   Zahngel   
 
 2 EL frische Minze 
 2 EL frischer Salbei 
 2 EL frisches Basilikum 
 1 EL frische Stevia 
 Schale einer kleinen Zitrone 
 ½ TL Agar-Agar 
 
 Die Kräuter kleinschneiden, die Zitronenschale dünn abschälen oder reiben. Alle Zutaten in einem Topf zum Köcheln bringen und mit Deckel 15 Min. simmern lassen. Durch ein Feinsieb in verschließbare Gläser füllen, kurz kopfüber stellen. Abkühlen lassen – fertig! Erfrischend fruchtig, gleichzeitig desinfizierend. In verschlossenen Gläsern hält sich das Gel 1–2 Jahre, geöffnete Gläser sollten innerhalb von ca. 2 Wochen verbraucht werden. 
   Deodorant   
 Ein einfaches Grundrezept, welches dazu einlädt, den eigenen, ganz individuellen Duft zu finden. Man kann je nach Lust und Laune einen neuen Duft kreieren: 100ml Wasser, ½ – 1 TL Natron, 2 EL Kräuter und/oder Früchte nach Wahl in einem Mixer ordentlich durchmixen und durch ein Feinsieb in einen Zerstäuber umfüllen – fertig! Im Kühlschrank halten die Düfte bis zu 3 Monaten (die Nase entscheidet), bei Zimmertemperatur 1 – 2 Wochen. Für einen Deoroller einfach das Wasser vorher mit 1-2 TL Speisestärke zu einer leicht sirupartigen Konsistenz einköcheln lassen. Wenn die Masse abgekühlt ist, in einen Roller umfüllen. 
   Vegane Haarkur und Bartpflege   
 Rosmarin und Basilikum schmecken nicht nur in unserem Essen gut – auch eine Haarkur nährt unsere Haare und gibt dem Haarboden neue Kraft. Rosmarin stimuliert zudem das Haarwachstum, Basilikum wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. 
  Zutaten:  
 
 1EL frisches Basilikum 
 1EL frischer Rosmarin 
 2 EL Agavensirup 
 250 ml Wasser 
 Prise Salz 
 3 EL Pflanzendrink 
 
  Zubereitung:  
 Zuerst werden die Kräuter mit dem Wasser im Mixer fein püriert, dann werden die anderen Zutaten hinzugegeben. Ins angefeuchtete Haar gut einmassieren und 5 Minuten einwirken lassen. 
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                            <updated>2018-01-01T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Gewinnung von wertvollem Pflanzenhydrolat und ätherischem Öl in einer Destille</title>
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                 (Katalog 2018, Seite 211) 
 Bei meiner Arbeit in der Gärtnerei bin ich tagtäglich mit den unterschiedlichsten und wundervollsten Düften umgeben. Manche davon sind so betörend, dass man sie am liebsten immer um sich hätte oder sogar mitnehmen möchte, um sie zu gegebener Zeit zu nutzen. 
 Da ich nicht immer einen Sack voller Pflanzen mit besonderen Düften mitführen kann, stellte ich mir die Frage: „Wie kann ich diese Düfte konservieren?“ So begann ich mich zu informieren über die Möglichkeiten der Geruchskonservierung. 
 ‚Ätherisches Öl und Pflanzenwasser‘ schienen mir die Antwort zu meiner Frage zu sein und führten mich zur nächsten Frage: „Wie kann ich ätherisches Öl herstellen?“ 
 Im Gespräch mit Eva stellte sich heraus, dass man eine Destille benötige und sie auch eine kleine 500ml Destille zuhause hätte - und schon war die Idee einer Öl/Pflanzenwasser-Destillation geboren. 
   Florian Karb   
   Hydrolate (Pflanzenwasser)   
 galten lange als Abfallprodukt bei der Gewinnung ätherischer Öle durch Wasserdampfdestillation. Heute weiß man sie wieder zu schätzen, da auch in ihnen noch wertvolle Inhaltsstoffe, die heilkräftig sein können, enthalten sind. Das Destillieren mit getrockneten Kräutern soll ergiebiger sein, mit frischen Kräutern authentischer. So fiel für unseren Versuch die Wahl auf das getrocknete Kraut der Türkischen Minze, denn bei Minze sowie Lavendel besteht die Chance, tatsächlich ein paar Tropfen ätherisches Öl zu gewinnen - auf jeden Fall aber gutes Pflanzen-Hydrolat! 
   Das Prinzip der Destillation   
 
 Wasser wird zusammen mit dem Kraut erhitzt und geht zu Dampf über. 
 Der Dampf wird mit Druck durch die Rohrleitung der Destille in die Kühlschlange gepresst, wo er dann als Destillat / Hydrolat wieder flüssig wird. 
 Wichtig ist das ständige Ablassen des warmen Wassers und Zugeben von kaltem Wasser im Kühlbehälter, den man am besten mit Eiswürfeln bestückt. 
 
   Hier unsere ersten Erfahrungen:   
 
 
 
 
  Die Blätter von den getrockneten Stielen abstreifen und klein schneiden. 
 
 
  Den Aromakessel mit dem Kraut befüllen. Es sollte dicht gelegt werden, damit keine Hohlräume entstehen. Ca. 300 ml gutes stilles Wasser dazugeben. Auch den Kühlbehälter mit kaltem Wasser füllen. 
 
 
 
 
  Nach dem sorgfältigen Aufbau der Destille Spiritus in den Brennbehälter füllen, Docht anzünden. 
 
 
  Nun folgt geduldiges Warten, denn esdauert seine Zeit bis der Aromakessel sich erhitzt. Die Spannung steigt! 
 
 
 
 
  Sobald die Rohrleitung heiß wird (Florian macht den Handtest, siehe großes Foto rechts oben), mit dem ständigen Wasseraustausch beginnen: erwärmtes Wasser ablassen, kaltes Wasser nachfüllen. 
 
 
  Endlich ist es soweit: der erste Tropfen findet seinen Weg in das Auffangglas. Jetzt unbedingt ständig weiter kühlen! 
 
 
 
 
  Tatsächlich zeigen sich sofort ein paar Tropfen ätherisches Öl an der Oberfläche des gewonnenen Destillats. 
 
  
 Bei ca. 100 ml Ausbeute stoppten wir den Vorgang, denn bei zu langer Destillation lässt die Qualität nach, was man auch zwischendurch mit Riechen und Schmecken feststellen kann. 
 
 
 
 
  Nach ein paar Tagen, in denen sich noch etwas ätherisches Öl absetzt, dieses mit einer Pipette vorsichtig abziehen und somit das Öl vom Hydrolat trennen. 
 
 
 
 
  Das Hydrolat  wird für 4-6 Wochen kühl und dunkel gelagert, denn während des Reifungsprozesses verbinden sich die Aromen, der Gesamteindruck wird weicher, intensiver und verändert sich dann nicht mehr. Dann sollte man es filtern, um unerwünschte Schwebstoffe zu entfernen, was eine längere Haltbarkeit bedeutet. Fertig ist ein tolles Pflanzenwasser der Minze, welches noch Spuren der ätherischen Öle mit dem Hauptbestandteil Menthol enthält. Ein Hydrolat ist ca. ein Jahr haltbar. 
  Die Verwendung  ist vielfältig: 
 
 als Mundwasser für frischen Atem und entzündeter Mundschleimhaut 
 prima als Raumspray 
 als Erfrischungsspray im Sommer - kühlt die Haut nach zu starker Sonneneinstrahlung 
 juckreizstillend und abschwellend nach Insektenstichen 
 eine Kompresse, in Minzwasser getränkt (oder mit Zusatz eines Tropfen des ätherischen Öls in einem Roller), auf Stirn, Nacken oder Schläfen aufgetragen, wirkt erfrischend und kühlend und kann dadurch Kopfschmerzen lindern und Verspannungen vorbeugen 
 Minzwasser, auf die Haut aufgetragen, kann ebenso hilfreich bei Gelenkschwellungen / müden Beinen und Füßen sein 
 gut zu nutzen zur Inhalation bei Erkältungskrankheiten 
 erfrischendes Rasierwasser 
 als Wasserphase zur Herstellung einer schönen Gesichtscreme. 
 
 Dies ist nur ein kleiner Einblick in die Welt des Destillierens, denn dieses Thema ist sehr umfangreich und ausgiebig. Es gibt noch viel Interessantes über die Herstellung von Pflanzenwassern zu lesen. Man erfährt viele Dinge, die beachtet werden sollten und Tipps z.B. über die besten Mischungsverhältnisse und die daraus enstehende Ausbeute. 
 Wir sind fasziniert von dem Vorgang und vor allem von dem Ergebnis und finden, die Qualität eines selbst gemachten Hydrolats ist unübertroffen. 
   Eva Brendel, Heilpflanzenexpertin   
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            <title type="text">Von blühendem Lauch, emsigen Bienen und &quot;Erste-Hilfe-Pflanzen&quot;</title>
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                 (Katalog 2018, Seite 163) 
 Schon von weitem leuchten im Juli die kugelrund blühenden Lauchpflanzen. Sie sind nicht nur eine sehr schöne Augenweide – auch Bienen, Hummeln, Schmetterlinge in allen Farben und Formen finden diese Blüten unwiderstehlich. Das Summseln &amp;amp; Brummseln der vielen emsigen Sammlerinnen kitzelt im Vorübergehen so richtig schön in den Ohren. Beim Versuch, einige dieser Schönheiten vor die Linse zu bekommen, bin ich wohl einer dieser fleißigen Damen zu nahe gekommen. Sie fackelte nicht lange und hinterließ prompt ihren Stachel in meinem Arm. 
 Autsch! Das tat weh. 
 Glücklicherweise stand meine Kollegin Isa in der Nähe und konnte sofort den Stachel herausziehen. Dann fix zu einem Kollegen, der in seiner Freizeit imkert, um mir einen Erste-Hilfe-Tipp zu holen. 
 Er empfahl Baum-Aloe und trug sie freundlicherweise auch gleich großflächig auf. 
 Mein Kollege Heiko legte mir noch die Hauswurz nahe, die würde bei ihm am besten helfen. Also auch noch davon ein paar aufgeschnittene Blätter auf den Arm gelegt. Nach einer Stunde ließ der Schmerz nach, die kühlende Wirkung ließ eine Schwellung gar nicht erst entstehen und einen Tag später erinnerte nur noch eine kleine rote Stelle an das Malheur. 
 Wie gut, dass es solche Pflanzen gibt! Und freundliche KollegInnen! Herzlichen Dank! 
 Inzwischen steht ein kleiner, sehr pflegeleichter „Erste-Hilfe-Kasten“ auf meiner Fensterbank. Der Inhalt: Aloe, Bulbine, Hauswurz und Balsamo Canudo. Man kann ja nie wissen ... 
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            <title type="text">Das Aromabad - Party für Haut, Körper und Geist</title>
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                 (Katalog 2018, Seite 150) 
   Warum Salzbäder?   
 Ein warmes, duftendes Salzbad ist eine wunderbare Möglichkeit sich zu entspannen und zu beruhigen, es tut Geist und Körper gut und lockert müde Muskeln. Badesalze sind lange bekannt, schon der griechische Arzt Hippokrates verschrieb Bäder mit Badesalzen bei verschiedensten Beschwerden. Die Haut ist unser größtes Organ und sie funktioniert wie eine Membran, sie ist durchlässig. Sie nimmt für den Körper hilfreiche aber auch schädliche Stoffe auf und scheidet sie in einem Stoffwechselprozess zum Teil auch wieder aus. Es gibt viele unterschiedliche Rezepturen für Badesalze, wobei sich mit der Zeit individuelle Vorlieben entwickeln. Wir haben uns für ein Badesalz mit Meersalz und Jojobaöl und den ätherischen Ölen der Orange und des Basilikums entschieden. 
   Welche Salze eignen sich?   
 Empfohlene Salzarten für ein Badesalz mit Jojobaöl als Trägeröl und ätherischen Ölen sind: Meersalz, Totes-Meer-Salz, Steinsalz, Himalayasalz. Auch eine Kombination dieser Salze ist möglich. 
   Meersalz   
 Meersalz wirkt durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, hautreinigend (zieht Schadstoffe aus der Haut), die Selbstheilungskräfte anregend und entspannend. Es weicht verhornte, trockene Stellen unserer Haut wie ein Peeling sehr gut auf, baut diese ab und hilft im Anschluss bei der natürlichen Hautregeneration, indem es unserer Haut hilft, einen gesunden Säureschutzmantel aufzubauen, der vor weiteren Infektionen schützt. Das Salz mit seinem hohen Gehalt an Mineralien wie Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Chlorid und Kieselsäure lagert sich in der äußeren Hautschicht ein und bindet dort die Feuchtigkeit. Dadurch bleibt die natürliche Schutzschicht erhalten und die Haut trocknet nicht aus, wie das z.B. bei einem Schaumbad der Fall ist. Gleichzeitig ist ein Bad mit Meersalz eine Inhalationstherapie. Der mit Salz versetzte Wasserdampf, den wir beim Baden einatmen, reinigt den gesamten Atemtrakt von Bakterien und Allergenen. Dabei wirkt das Salz entzündungshemmend und unterstützt das Abschwellen der Schleimhäute. Auch die Durchblutung der Lunge wird angeregt. 
   Das passende Trägeröl   
 Damit man ätherische Öle verdünnen kann oder Mischungen aus ätherischen Ölen herstellen kann, braucht man ein sogenanntes Trägeröl (z.B. Jojobaöl oder Mandelöl). Diese Trägeröle haben jeweils auch eine heilende Eigenschaft, die man bei der Anwendung beachten sollte. 
   Jojobaöl   
 ... ist eigentlich gar kein Öl, sondern das flüssige Wachs der Nüsse des Jojobastrauches. Die Nüsse sind reich an einem natürlichen Wachs, das durch Rösten und Zerkochen der Nüsse gewonnen wird. Aufgrund dessen ist es gut zu verwenden und deutlich länger haltbar, da es nicht ranzig wird wie andere Öle. Im Jojobaöl sind unter anderem die Vitamine A, E und F enthalten. Es hält unsere Haut besonders weich und geschmeidig und schmiert nicht. 
   Ätherische Öle im Badesalz   
 Den Effekt maximieren kann man mit ätherischen Ölen, sie riechen gut und Körper und Geist werden stimuliert. Je nach Rezeptur wirken sie anregend oder entspannend und unterstützen die gewünschte Wirkung. Die Aromabäder sind dadurch kleine Aromatherapien. Auch frische Kräuter und Blüten kann man zusätzlich ins Wasser geben und ziehen lassen. Die Wirkung wird damit optimal ergänzt. Je nach eigenem Geschmack und Anliegen kann man zur Ruhe kommen oder voller Tatendrang aus der Wanne steigen. 
   Woher kommen ätherische Öle?   
 Pflanzen produzieren ätherische Öle, um damit Insekten anzulocken oder Schädlinge abzuwehren. Sie werden häufig in Öldrüsen von Pflanzen gebildet und im Pflanzengewebe gespeichert und befinden sich in Büten, Blättern, Samen, Fruchtschalen, Wurzeln, Harzen, Rinden oder aber im Holz. Manche Pflanzen liefern aus verschiedenen Pflanzenteilen ätherische Öle, die sich in ihrer chemischen Zusammensetzung sehr stark unterscheiden, z.B. Zimtrinden- und Zimtblätteröl. In den ätherischen Ölen ist die Lebenskraft der Pflanzen in konzentrierter Form enthalten. Allein das Wort ‚ätherisch‘, das abgeleitet wird von dem Wort aiter=Himmelsduft, soll darauf hinweisen, dass es sich um etwas nicht Fassbares und Flüchtiges handelt. Gleichzeitig sind sie aber etwas sehr Wesentliches, da sie für den Duft und Geschmack einer Pflanze charakteristisch sind und trotz einer sehr geringen Prozentzahl an wertvollen Wirkstoffen als kostbares Gut bezeichnet werden. Das Zusammenspiel ihrer Eigenschaften hängt unter anderem vom Standort der Planze, der Bodenbeschaffenheit und vom Klima ab. 
   Gewinnung   
 Sie werden hauptsächlich durch Wasserdampfdestillation (der Wasserdampf treibt das ätherische Öl aus der Pflanze und wird dann vom Wasser getrennt), Extraktion oder durch Auspressen der Pflanze gewonnen. 
   Anwendung:   
  - Auf körperlicher Ebene  als äußerliche Anwendung über die Haut. Es wird nicht pur auf die Haut auftragen werden (da es sonst zu Hautreizungen und Allergien kommen kann) sondern in Verbindung mit einem fetten Öl (Trägeröl) für Einreibungen und Massagen. Bandbreite der Wirkungen: antibakteriell, antiviral und antimykotisch, außerdem krampflösend, schmerzmindernd und hustenlösend. Auch können sie die Verdauung beinflussen, die Durchblutung fördern, wärmen oder kühlen. 
  - Auf psychischer Ebene  handelt es sich um eine Therapie mit den Düften der ätherischen Öle, die über das Riechen - also durch unsere Sinnesorgane - wahrgenommen werden. Die Duftmoleküle werden als Information ins limbische System weiter geleitet, den Teil des Gehirns, der für unser Verhalten zuständig ist. Durch die persönlich geprägten Dufterfahrungen, die in bestimmten Lebenslagen gespeichert werden, kann jeder Mensch sich mit seinen individuell positiv besetzten Lieblingsdüften jederzeit in eine gute psychische Verfassung bringen. Wir alle können also mit den Düften der ätherischen Öle auftanken. Ätherische Öle bringen bezaubernden Duft ins Badesalz und bringen gleichzeitig die Aromatherapie in das Badewasser. Sie können mit einem schönen Bad Muskeln lockern, entspannen, beruhigen und bei Einschlafstörungen helfen bis hin zur Unterstützung bei Depressionen. Auch in einer Duftlampe mit Wasser verdünnt, hat es eine wertvolle Wirkung. 
  Bei der Anwendung  von ätherischen Ölen sollten sie sich immer vorab informieren, welches das richtige Öl für Sie ist. Bei alten Menschen, Kindern, Schwangeren, in der Stillzeit, bei Menschen mit zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck und bei Epilepsie, empfindlicher Haut oder Allergien ist es ratsam, sich genau zu erkundigen was für Sie in Frage kommt. Weiterhin ist es wichtig auf die Dosis zu achten (z.B. wieviel Tropfen auf wieviel ml). Grundsätzlich gilt „weniger ist mehr“. 
   Das Öl der Orange   
 Belebt und schafft eine positive Laune, daher auch beruhigend und krampflösend. Hilft bei Nervosität und Stress, bei Falten und ist zur Hautpflege gut geignet. 
   Das Öl des Basilikums   
 Wird durch Wasserdampfdestillation des blühenden Krautes gewonnen, wirkt unter anderem tonisierend (stärkend, kräftigend), erfrischend bei Kopfschmerzen, bei Schlaflosigkeit, ist auch bei Depressionen hilfreich aber vor allem bei Nervosität, also auch beruhigend. Der Volksmund sagt, dass das Basilikumöl eine stark beruhigende Wirkung auf das „Haupt“ hat. Entspannung ist das Hauptthema des Basilikumöls. Außerdem auch krampflösend und verdauungsfördernd, schleimlösend, schmerzmildernd, antimykotisch und Insekten vertreibend. Der Geruch geht von süßlich-frisch bis krautigwürzig. Das Öl ist von heller Farbe und dünnflüssig. Selbst in der Parfümindustrie fehlt das wertvolle Öl als Kopfnote nicht. 
   Badesalz herstellen   
   Zutaten für 1 Vollbad:   
 
 30g Meersalz, grob 
 ca. 5 ml Jojobaöl 
 ca. 7 - 10 Tropfen ätherische Öle (Basilikum und Orange) 
 
   Zubereitung   
 Ein kleines Schraubglas bis zur Hälfte mit Meersalz füllen. Jojobaöl und ätherische Öle dazugeben. Glas schließen und kräftig schütteln, damit sich die Öle gut mit dem Salz verbinden. Dann das Glas mit Meersalz auffüllen und nochmals kräftig schütteln. Fertig! 
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            <title type="text">Meine Saison im Versandbereich</title>
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                 (Katalog 2018, Seite 109) 
  Die Gärtnerei Rühlemann‘s  habe ich als Kundin kennengelernt. Mich hat das freundliche, offene Klima schon damals beeindruckt. Dieser Eindruck hat sich während meiner 4 ½ monatigen Zeit als Saisonkraft im Versandbereich auf jeden Fall bestätigt. 
  Da ich beruflich  aus dem naturwissenschaftlichen Bereich Biologie komme, hatte ich das Glück, ab der zweiten Arbeitswoche auch in andere Abteilungen schnuppern zu können. Über alle Tätigkeiten im Versandbereich wie Kommissionieren, Vor-/Nachkommissionieren und Packen hinaus, durfte ich recht früh im Bereich der Kulturen mit seiner großen Pflanzenvielfalt eigenverantwortlich mitarbeiten. 
  So hatte ich die Chance , viele meiner KollegInnen, ob Saisonkraft wie ich oder festangestellte Gärtner, kennenzulernen und einen regen Austausch zu beginnen. 
  Wirklich beeindruckt hat mich , mit wieviel Engagement meine vielen Fragen entgegen genommen wurden. Konnten meine direkten KollegInnen eine nicht beantworten, wurde die Frage so lange weitergereicht, bis ich meine Antwort bekam. Überhaupt hat mich positiv überrascht, wie gleich hier alle KollegInnen behandelt werden. Dabei ist es egal, ob man nur für eine Saison hier ist oder schon seit Jahren, ob gärtnerisch vorgebildet oder nicht. Jede/r wird hier vom ersten Tag an freundlich aufgenommen und mit seinen Ideen ernst genommen. 
  Auch Daniel und Tobias  waren für mich keine distanzierten Persönlichkeiten, sondern jederzeit ansprechbar. So fand ein für mich durchaus positiver Gedankenaustausch statt, durch den ich viel dazugelernt habe aber auch Anregungen hinterlassen konnte. 
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            <title type="text">Unsere Saison im Direktverkauf</title>
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                 (Katalog 2018, Seite 72) 
   Von Gwendoline Rohde ...   
  Der Anfang:  
 Es ging damit los, dass wir im März viele Vorbereitungen für den Verkauf getroffen haben. Die Verkaufsseite der„Oase“ musste leergeräumt werden, die Pflanzentische und Decken wurden - was für eine kleine Sauerei – gereinigt und abgespritzt…. Danach durfte ich die Verkaufsschilder für die Pflanzentische bekleben, Preislisten laminieren und heften. Tresen, Kasse, Tische und Stühle wurden gereinigt und aufgestellt. So verging die Zeit total schnell und wir mussten noch so viel vorbereiten. Toll, dass Florian die Tische und Bänke so schön gestrichen hat. Trotz allem hatten wir viel Spaß dabei, weil das Wetter toll war und meine neuen KollegInnen mich aufnahmen als würden wir uns schon ewig kennen. 
  Der Standortplan  
 für jede Pflanze war zum Glück schon fertig. Endlich konnten wir die Schilder mit der Beschreibung für jede Pflanze aufstellen. Im Nu waren alle Schilder platziert - aber wo waren die Pflanzen dazu? “Ach ja, woher soll Gwendolin schon die Kürzel (vom botanischen Namen der Pflanze) kennen?“ Die konnte ich nicht auch noch auswendig lernen. Das ist voll kompliziert und im Grunde ganz einfach, denn es gab Listen für jeden Tisch, bzw. Station. Nun wurden Pflanzen aus den verschiedenen Gewächshäusern geholt und auf die jeweilige Station gestellt. 
  Kurz vor dem Eröffnungstag  
 waren wir immer noch nicht fertig. Mist, denn das Freiland draußen gab es ja auch noch. Das hatte ich total ausgeblendet. Hier eine Kiste oder dort zwei Kisten, in Palettino oder ohne… Mit Pflanzenvlies haben wir jeden Abend diese Pflanzen und Kräuter vor den Eisheiligen geschützt. Zum Schluss haben wir dann noch den Plan für das Saatgut erstellt und aufgefüllt. Endlich, wir haben es geschafft – mit ein paar Überstunden. Ich sage nur: “Darf es noch Dünger, Erde oder Saatgut sein?“ 
  Mittendrin:  
 Und jetzt? Habe ich einen Job mit Urlaubs-Feeling! Tropische Pflanzen aus vielen Ländern umgeben mich bei Temperaturen von durchschnittlich 25°C. In dieser - leider viel zu kurzen - Zeit der Saison habe ich viel über Kräuter- und Duftpflanzen, ihre Wirkung und Pflege gelernt. Im Beratungsgespräch habe ich erfahren, wie vielfältig die Pflanzen eingesetzt werden. Unsere Kunden waren total spannend, sie kamen aus verschiedenen Bereichen wie z.B. Medizin, Sport, Therapie, Hexen, Lehrer, Weltenbummler, Wissenschaftlerin...Auch habe ich unsere Kräuter auf kurze und lange Heimfahrten geschickt (Kunden kamen aus Kuba, Holland…). 
  Abschied:  
 Dem ganzen Rühlemann‘s-Team „Vielen Dank“ für die herzliche Zusammenarbeit und die Erfahrungen, die ich hier machen durfte. Ein Dank auch an alle Kundinnen und Kunden für die Fragen – mit jeder Frage habe ich etwas gelernt. Für den Tipp mit dem „Indianischen Frauenbeifuß“ bin ich sehr dankbar – endlich keine Tabletten mehr nehmen! Meine Terasse ist inzwischen voll mit Kräutern und Heilpflanzen. 
   Von Monika Raffalski ...   
  Als ich am 3. April 2017  meine Arbeit als Saisonkraft hier aufgenommen habe, war für mich alles hier erst mal neu. Ich besitze zwar einen großen Garten mit Pflanzen, aber spezielle Duft- und Kräuterpflanzen kannte ich nicht wirklich. Diese sollte ich ab nun verkaufen und bei dem Gedanken daran fühlte ich mich doch etwas klein, da ich ja so gar keine Ahnung davon hatte. 
  Mein Arbeitstag  beginnt um 9.30 Uhr mit Fegen und der Kontrolle der Pflanzentische. Dabei achte ich auf das Aussehen der Pflanzen, eventuellen Schädlingsbefall und dass alle Pflanzen an ihrem richtigen Platz stehen. 
  Wenn um 10.00 Uhr  geöffnet wird, bin ich bei Fragen der Kunden behilflich, so gut es geht. Für alles, was ich nicht weiß, kann ich zu jeder Zeit meine Kolleginnen, die schon länger dabei sind und eine gärtnerische Ausbildung haben, fragen. Ich versuche es aber auch über unseren Katalog oder über das Internet, da lässt sich auch vieles nachlesen. 
  Auch Pflanzenpflege  gehört zu meinen Aufgaben, z.B. vom Kraut, welches nicht in den Topf gehört, befreien, mit Topferde auffüllen, manchmal auch Schneiden, damit sie buschiger werden. 
  Samstags  kochen wir Tee, der aus den verschiedensten Kräutern frisch aufgebrüht wird, für unsere Kunden. Meist sind es vier Sorten Tee, die ständig wechseln. 
  Die Arbeit hier  ist sehr abwechslungsreich und jeden Tag lerne ich wieder etwas Neues dazu. Mir macht diese Arbeit sehr viel Spaß und vielleicht bin ich in der nächsten Saison wieder dabei! 
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            <title type="text">Das ist dufte! Kräuterideen für Kinder</title>
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                 (Katalog 2017, Seite 314) 
 Im Juli 2016 haben wir in unseren Schnupperstunden verschiedene Ideen vorgestellt, was Kinder mit Kräutern so alles anstellen können: Backen, Duftsäckchen füllen, Memories und Fensterbilder basteln, Kräutermärchen lesen oder sogar selber schreiben ... 
 Hier stellen wir einige unserer Ideen noch einmal vor - für Kindergeburtstage sicherlich eine willkommene Inspiration! 
   Duftsäckchen füllen   
 Trockne Kräuter, die Du gerne riechen magst. Nähe Dir aus Stoffresten ein kleines Säckchen. Tue etwas von den getrockneten Kräutern hinein und binde das Säckchen mit einem Band zu. 
   Glasuntersetzer &amp;amp; Geschenkanhänger   
 Trockne zwischen zwei dicken Büchern und Küchenpapier schöne Blätter oder eine schöne Blüte Deines Lieblingskrautes. Wenn es ganz trocken ist, kannst Du es einlaminieren. 
   Kräuter-Memory   
 Nimm zwei gleiche Kärtchen. Auf das eine klebst Du ein Blatt, auf das zweite schreibst Du den Namen des Krautes. 
   Fliegenscheuche   
 Ernte Lavendel mit langen Stielen. Nimm ein kleines Bündel und binde es mit einem Band direkt unter den Blüten zusammen. Knicke die Stiele in der Mitte nach oben ab. Wenn die Stiele jetzt die Blüten bedecken, kannst Du die Stiele noch einmal oben zusammenbinden. Wenn Du oben eine kleine Schlaufe lässt, kannst Du die Fliegenscheuche aufhängen. 
   Kräuterbubis   
 Nimm einen einfachen Tonblumentopf, fülle Blumenerde ein und streue einige Kressesamen darauf. Stelle den Blumentopf mit einem Untersetzer auf die Fensterbank. Schon am nächsten Tag siehst Du erste Erfolge. Wenn die kleinen Pflänzchen etwa 2 bis 3 cm groß sind, kannst Du sie mit einer Schere abschneiden und auf Dein Brot streuen. Lecker! 
   Duftmemory   
 Du brauchst mehrere kleine Dosen. Fülle in je zwei Dosen das gleiche stark riechende Kraut. Zur Sicherheit kannst Du den Namen des Krautes unter die Dose schreiben. Du solltest mindestens 4 bis 5 verschiedene Kräuter nehmen. Jetzt alle Dosen offen auf den Tisch stellen und los geht‘s: Wer hat eine gute Nase hat und findet je zwei zusammenpassende Dosen? 
   Blüten-Eiswürfel   
 Nimm eine Eiswürfelform. Fülle sie mit Wasser und lege in jedes Fach eine kleine Blüte. Vor dem Einfrieren die Blüte noch einmal etwas unter Wasser drücken. Die Form einfrieren, dann hast Du bald tolle Eiswürfel in Deinem Sprudel. 
   Kräuterkekse backen   
  Mürbeteigplätzchen mit Toronjil Morado    Sandplätzchen mit Australischem Zitronenblatt  
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            <title type="text">Geballter Kräuterduft: Duftkugeln</title>
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                 (Katalog 2017, Seite 165) 
 Die Kugel gilt als perfekte Form. In ihr enthalten ist als Symbol der Ewigkeit die endlose Form des Kreises und unendliche Symmetrie. Geballter Kräuterduft: Duftkugeln von Tobias Breuckmann 
 Mit etwas Holzwolle und Wickeldraht lassen sich schnell und einfach Rohlinge für Duftkugeln herstellen. Blätter und kleine Zweige verschiedenster Kräuter können dazu verwendet werden, sich Duft in schöner Form in die Wohnung zu holen. Nach der Ernte der frischen Blätter lässt man diese leicht anwelken. Dann werden die Blätter auf den Rohling gelegt und durch Umwickeln mit Zierdraht befestigt. 
 Ähnlich wie bei Potpourris können die Blätter einiger Arten hierbei als Fixativ für die ätherischen Öle dienen. Dazu eignet sich besonders harziges Laub wie von Rosmarin, Cystus, Cistrose oder Kolibri-Salbei. Die Blätter dieser Arten können als erste Schicht auf die Kugel gebunden werden und verleihen eine aromatische Grundnote. Anschließend werden darüber oder daneben andere Komponenten auf die Kugel aufgebracht. Die Kugeln sollten nicht in der direkten Sonne liegen, da sie sonst recht schnell verblassen. 
 Sind sie getrocknet, so ist auch in der dunklen Jahreszeit Kräuterduft zum Greifen nah. Bei leichter Berührung entfalten sich die Aromen besonders. 
 Welche Arten können gut verwendet werden? Blätter: Lorbeer, Blattkardamom, Salbei (Salvia officinalis, verschiedene Sorten) Räuchersalbei indianisch, Kolibri-Salbei, Australisches Zitronenblatt, Zitronenverbene, Eukalyptus, Lavendel, Minze. Kleine Zweige: Thymian, Rosmarin. Blütenblätter: Apothekerrose, Essigrose, Weinrose, Arabischer Jasmin. Blütentriebe: Lavendel. 
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            <title type="text">Blütenpapier - Blatt für Blatt Erinnerung</title>
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                 (Katalog 2017, Seite 55) 
 Seit ich mir Mitte der 80er Jahre aus Südfrankreich handgeschöpftes Papier mit Blüten mitgebracht habe, wollte ich solch ein Papier immer mal selber herstellen. Was lange währt wird endlich gut - ich habe mir den Sommer mit seinem Duft und seinen Farben ins Papier gezaubert! 
 Ich habe Zellstoff und etwas altes Zeitungspapier mit wenig Schrift klein gerissen, in warmem Wasser eingeweicht und mit einem Pürierstab ganz fein püriert. Das ist die sogenannte Pulpe. Die Pulpe sollte gut weichen, ggf. über Nacht. In einer großen Schüssel, wo der Schöpfrahmen gut hineinpasst, habe ich die Pulpe in viel warmes Wasser gerührt. Jetzt geht’s los: Ich habe den Rahmen etwas angekippt in das Gemisch eingetaucht und waagerecht langsam nach oben gezogen. Etwas gerüttelt, sodass das überschüssige Wasser ablaufen kann und das Papier dann auf ein Tuch gekippt. Weitere Tücher mit Papier habe ich oben drauf gelegt. Wenn die Blüten gleich in die Pulpe gegeben werden und lange mit einweichen, halten sie besser im Papier. Legt man die Blüten oder Blätter erst nach dem Schöpfen auf das Papier, bleibt die Farbe sehr gut erhalten, sie fallen jedoch im trockenen Zustand leichter wieder ab. Zuletzt habe ich mit einem Nudelholz das restliche Wasser herausgedrückt und die Lappen mit dem Papier zum Trocknen ausgelegt. Dann braucht es nur noch gebügelt zu werden, damit es schön glatt wird. Ganz besonders gut eignet sich Lavendel. Das Papier nimmt seinen Geruch an. Tagetesblüten oder Blütenblätter der Landnelke leuchten wunderschön. Ganze Zweige z.B. vom Rosmarin sehen gut aus, das Schreiben darauf geht jedoch nicht so gut. 
 
 
 
  Schöpfen 
  Pressen 
 
 
  Umdrehen 
  Fertig! 
 
 
 
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            <title type="text">Abschied von Gertrude</title>
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                 (Katalog 2016, Seite 337) 
 Während die Pflanzenwelt im Freien noch im Winterschlaf verharrt, steigen Gudrun, Elli und Uta, unser eingespieltes Topfteam in die neue Gartensaison ein, damit die Pflanzen, die ab Ende März versendet werden gut durchwurzelt bei Ihnen zuhause ankommen. 
 Das Wiedersehen der drei ging 2015 einher mit der Verabschiedung einer langjährigen, treuen Kollegin: Gertrude, die seit fast 15 Jahren Tag für Tag unermüdlich die typischen schwarzen Pflanztöpfe mit Erde gefüllt hat, ging in den wohlverdienten Ruhestand. Sollte ihr etwas angerosteter Zustand es zulassen, darf sie auch in Zukunft ihrer Aufgabe in Altersteilzeit nachgehen. 
 Die Einarbeitung der Nachfolge ist bisher reibungslos verlaufen - was zunächst noch fehlte für die betriebsinterne Taufe war ein Name! Auch das Geschlecht konnte bis dahin noch nicht eindeutig bestimmt werden ... 
 Inzwischen ist die Wahl getroffen: ‚Gitte‘ hat die Probezeit ohne größere Probleme überstanden und verstärkt das Team nun dauerhaft mit ihrem bodenständigen Charme. Und warum ausgerechnet ‚Gitte‘? Na, ist doch klar: 
 G roßartiges I ndividuelles T opf T eam E inmalig 
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                            <updated>2016-01-01T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Lasset die Spiele beginnen</title>
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                 (Katalog 2016, Seite 233) 
 ...wie jedes Jahr ist Väterchen Frosts Rückzug unser Startschuss in eine neue Saison. Ab Ende März dreht sich wieder alles um den Vertrieb unserer Pflanzen. Annähernd 900 Arten Pflanzen warten in den folgenden Monaten darauf entdeckt zu werden. 
 Doch bevor der Spaß beginnen kann, müssen wir unsere Kommissionshalle noch mit Leben, sprich Pflanzen füllen. Die Karren der Vorkommissionierung, sowie die Wagen der Kommissionierer werden geölt, die Packhalle füllt sich mit Kartons, Klebebändern, Postcontainern, Stiften, Zetteln, Packpapier – wir wären dann soweit. 
 Bis Ende Oktober heißt es dann wieder: suchen, finden, nehmen, krauten, schneiden, einräumen, kommissionieren, verpacken, scannen, versenden; gepaart mit Anspannung, Hektik (ein nichtgefundener Blutwurz kann schon mal nahtlos in einen Blutsturz übergehen), Stress, vor, zurück, hin, her, Schweiß, Entspannung und natürlich ganz viel Liebe...herrlich. 
 Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten ist Kommunikation das A, O und sogar U. 
 „Hol mal bitte 30 Hängende Sommerflieder.“ 
 „30x fliegender Sommerhänger, kommt sofort!“ 
 „?!¿¡“ 
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            <title type="text">Mittendrin statt nur dabei</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2016, Seite 245) 
 Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn unsere Telefone sind nicht in irgendeinem sterilen Bürokomplex untergebracht, sondern wir sind mitten in der Gärtnerei. Erreichbar für unsere Kunden und haben dennoch Kontakt zu den Pflanzen und Kollegen. 
 „Den ganzen Tag telefonieren, das wäre nichts für mich.“ So, oder so ähnliche Reaktionen kommen oft von unseren Kollegen. Aber wir machen das wirklich gerne. 
 Und eines unser Lieblingsthemen: Tee. Unser Arbeitstag besteht zwar nicht aus Teetrinken, aber das Austesten verschiedener Sorten oder Mischungen schmeichelt den überanstrengten Stimmbändern. 
 Seit Saisonbeginn 2015 sind wir sogar zu dritt. So haben möglichst viele Kunden die Möglichkeit eine Bestellung aufzugeben oder Fragen zur Bestellung oder dem Versand zu stellen. 
 Das ist zwar oft anstrengend, aber interessant, wenn Fragen auftauchen wie: „Wann kommt mein Paket?“ „Ich habe eine Mahnung bekommen, was tun?“ Zwar sind wir keine Gärtner, aber die ein oder andere Frage zu den Pflanzen beantworten auch wir gerne. 
 Und immer wieder kommen auch lustige Sachen: Eine Kundin fragt: „Da sind so kleine Tiere auf meiner Pflanze, wissen Sie wie die heißen?“ Antwort: Erna, Herbert, Heini ... Die Kundin fängt laut an zu lachen. Und nach einem Hinweis auf das Beratungstelefon jeden Mittwoch ist ihr schon einmal weitergeholfen. 
 Dieser direkte Kontakt mit Menschen, die genauso pflanzenbegeistert sind wie wir, ist wohl einer der schönsten Aspekte unserer Arbeit hier. Auch wenn in der Saison nicht immer die Zeit für ein Schwätzchen ist, so sind wir doch jeden Tag auf`s Neue gespannt, was der Tag so mit sich bringt. 
 Das sind einige der Gründe, warum wir drei hier sitzen. Freude an der Arbeit. 
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            <title type="text">Teilen</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2016, Seite 231) 
 ...eins durch sechs, eins durch drei, manchmal auch nur durch zwei und manchmal sogar durch acht, neun oder zehn. Aus 200 mach 1000 und aus 50 werden 120. 
 ...so vermehren wir alle Jahre wieder im Frühling die Pflanzen durch Teilung... 
 Rhizome, Zwiebeln, Knollen, Kindel oder Wurzelstöcke werden zerschnitten, zerrissen oder abgetrennt mit der Schere, dem Messer oder von Hand, jedoch immer mit einem gewissen Fingerspitzengefühl und einem wachsamen Auge auf vitale Knospen... 
 Von oben nach unten: Turiner Waldmeister, Schnittlauch ‚Profusion‘, Rosenwurz 
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            <title type="text">Vermehrung in der Vermehrung</title>
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                 (Katalog 2016, Seite 121) 
 So, nun hat’s die Vermehrungsleiterin selbst erwischt ... unsere liebe Nina hat sich (mit voller Unterstützung ihres Mannes) selbst vermehrt. Ihr Bauchumfang hatte sich in den letzten Wochen enorm vergrößert, so dass sie sich mit dem Baby darin kaum mehr bücken konnte. Mitte Juni 2015 war es so weit: die erste, werdende Mutter der Gärtnerei begann ihre Schutzzeit und gab den Pikierstab weiter an ihre Nachfolgerin Angelika. 
 Es gab ein gebasteltes Stickerkrönchen von Nina für Angelika, ein wohltuendes Geschenk von allen für Nina und ein kleines Buffet von Kollegen für Kollegen. 
 Mittlerweile hat Nina eine gesunde Tochter (51cm &amp;amp; 3220g) zur Welt gebracht. 
 Liebe Nina, wir wünschen Dir und Deiner kleinen Familie viel Glück und Freude! 
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            <title type="text">Im Direktverkauf</title>
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                 (Katalog 2016, Seite 55) 
 Vom 1. April bis zum 30. September haben Sie hier die Möglichkeit von montags bis samstags in der Zeit von 10-18 Uhr unser umfangreiches Sortiment zu erschnuppern, beliebäugeln und auch zu probieren. 
 Ende März, wenn der Versand schon fleißig Pakete packt und verschickt, sind wir noch damit beschäftigt den Direktverkauf nach der Winterpause aufzupolieren. 
 Wir bemühen uns während der ganzen Saison alle verfügbaren Pflanzen des Sortimentes für Sie bereitzustellen. Sollte dennoch eine Sorte gänzlich „leergepflückt“ sein, sprechen Sie uns gerne an! 
 Neben all unseren Stammkunden, die mal eben aus der „Nähe“ angereist kommen, um sich neue kleine und große Schätze mit nach Hause zu nehmen, kommen täglich auch neue Kunden. Viele von ihnen haben ihre Pflanzen bisher über unseren Internetshop bezogen und möchten gerne einmal live sehen und erleben, wo ihre Pflanzen herkommen, großgezogen und verschickt werden. Mir ging es bei meinem ersten Besuch in diesem Kräuterparadies wie vielen Ersttätern: Ich war berauscht und überwältigt vom Duft und der unglaublichen Vielfalt an Gewächsen und war deshalb sehr dankbar über die Orientierungshilfen in Form von einer großen Infotafel direkt im Eingangsbereich des Verkaufshauses auf der jede Pflanze mit Standort vermerkt ist und auch über das kleine Büchlein mit dem gleichen Inhalt, was ich mir an der Kasse ausleihen konnte. 
 Der Verkaufsbereich der Gärtnerei ist in einen Innen- und in einen Außenbereich unterteilt. Im Verkaufshaus finden Sie zum großen Teil wärmebedürftige Pflanzen, die eine frostfreie Überwinterung benötigen und es teilweise auch während der Sommermonate gerne kuschelig warm haben. 
 Die meisten winterharten Stauden und Gehölze finden Sie im Freiland des Verkaufbereiches. Von dort aus haben Sie auch eine gute Sicht auf einen Teil des fleißigen Teams, das bestellte Pflanzen für den Versand zusammen stellt, krautet, schneidet, düngt und bei zu hohen Temperaturen nicht nur die Pflanzen, sondern sich auch mal gegenseitig wässert... :) 
 Sie als Selbstabholer haben nicht nur das Glück sich die Pflanzen selber auszusuchen, sondern bekommen sogar noch als kleines Extra 10% Rabatt auf Pflanzen und Saatgut, wenn Sie sie selber zusammen suchen. 
 Ein kleiner Tipp: Bevor Sie an einer Pflanze rumknabbern, lesen Sie sich bitte die Beschreibung auf dem jeweiligen Schild genau durch, da sich auch giftige und nicht so besonders wohlschmeckende Pflanzen in unserem Sortiment befinden. 
 Fast jeden Tag bekomme ich von Kunden, oft nur im Vorbeieilen zu hören: „OHH wie schön muss es sein hier zu arbeiten!“ Dann muß ich immer grinsen und freu mich einen so wunderbaren Arbeitsplatz zu haben. 
 Wir wünschen Ihnen viel Inspiration und Spaß beim Stöbern! 
 P.S. Liebe Hunde- und Katzenbesitzer! Aus hygienischen Gründen bitten wir Sie von einem Mitführen Ihres Lieblings abzusehen. 
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            <title type="text">Alles neu! ... oder: Die Packstelzen und Kommissionswachteln haben ein neues ...</title>
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                 (Katalog 2014, Seite 97) 
 Im Sommer 2012 begann der Neubau von drei großen Gewächshäusern, eines neuen Bürogebäudes und einer Pflanzen-Versandhalle. Der Bau war so gewaltig, dass die Versandabteilung schon dachte - bis zum Anfang der neuen Saison, Ende März, wird das nix. Aber wir wurden eines besseren belehrt. Eine riesige Halle (ca. 29 m lang und mit einer Deckenhöhe von ca. 6m) sollte ab jetzt die neue Versandabteilung beherbergen. Parallel dazu, hinter langen, bruchsicheren Glasscheiben, gibt es eine extra Abteilung für die Pflanzenkommissionierung. Die langen Tische füllten sich langsam mit unserem Sortiment und jeden Tag wurde es etwas grüner. Versandleiter Klaus hatte wieder mal seine handwerkliche Begabung rausgelassen und 14 neue Packtische, 14 Behälter für Holzwolle und noch ein kleines &quot;Kabüffchen&quot; für sich als Büro gebaut. Manches davon wurde erst 2 Tage vor Saisonstart fertig. Bauschutt und Bauabfälle mussten beseitigt werden und die riesige Halle bekam beim Ausfegen ihren ersten &quot;Frühjahrsputz&quot;. Überall und mittendrin wuselten noch die Pflasterer und Elektriker, aber trotzdem mussten die Tische an die vorgesehenen Plätze gestellt und mit allem versorgt werden, was wir für den Pflanzenversand brauchen. Ist der Abstand groß genug, kommt sich keiner ins Gehege, wird keiner von Containern, auf denen die Pflanzbestellungen in Kisten sind, in Gefahr gebracht? Alles musste bedacht werden um einen reibungslosen Start zu ermöglichen. Dann kam das Kapitel *Umzug leicht gemacht*. Kartonage, Holzwolle, Büroartikel, und, und, und - alles musste vom alten ins neue Haus. Am 18.03.2013, bei eisigem Frost und Schnee ging es los. Am Ende der Woche hatte ich Furchen in Eis und Schnee gelaufen und ich schwöre!!!, die ganzen Utensilien haben wir bestimmt in der Saison 2012 gar nicht in der Menge gehabt, welche ich in der Woche hin und hergeschleppt habe. Die bestellten Postcontainer kamen, Karton und Packpapier trudelten ein und jeder wartete auf den Start. Pflanzen im Freiland lagen immer noch unter Vlies und einer Schneedecke. Der lange Winter brachte doch etliche Hindernisse mit sich, aber der Saisonstart stand unausweichlich vor der Tür. 
 Am 25.03.2013 kamen dann viele neue Packerpack-Kollegen/innen und auch neue Gesichter in den anderen Abteilungen waren zu sehen. Viele Kollegen/innen aus den Vorjahren waren wieder dabei und jeder staunte über die enorm positive Veränderung. So geht also &quot;schöner wohnen&quot;. Von der Enge einer 1-Zimmer-Wohnung in einen Palast. Nichts geht über ausreichend Platz für Mitarbeiter, Pakete und Arbeitsmaterial. Mit 13 Packerinnen und 6 Kommissionierern startete dann die Saison 2013. Nach kurzer Zeit hatten sich alle eingespielt und eine nette Gemeinschaft entstand. Im Sommer spürten wir dann eine weitere deutlichere Verbesserung. Bei längeren Außentemperaturen von weit über 30°C im Schatten hätten wir locker über 40°C in der alten Versandabteilung gehabt. Im neuen Gebäude haben wir es max. auf &quot;nur&quot; 30°C geschafft. Aber trotzdem war jede Eispause willkommen. Da wir jetzt sehr viel Glasfläche haben, war das erste Gewitter auch schon ein nettes Schauspiel. Insgesamt ist das neue Nest sehr gut angekommen und angenommen worden, so dass hier noch so manches Paket in Zukunft für unsere Kunden auf den Weg gebracht wird. 
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            <title type="text">Aus dem Tagebuch einer Quereinsteigerin Teil 1</title>
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                 (Katalog 2013, Seite 235) 
 Seit dem ersten März 2012 arbeite ich für die Gärtnerei Rühlemann&#039;s. Mein Aufgabenbereich ist breit gefächert - oberstes Ziel: Das Gesamtpaket Gärtnerei zu bewerben. Das sind also nicht nur die Pflanzen - also das Produkt, welches die Gärtnerei herstellt - sondern auch die Gärtner selbst, die verschiedenen Gewächshäuser und der Platz auf dem sie stehen, all die Menschen, die dafür sorgen, dass diese Versandgärtnerei so läuft wie sie läuft - von der Putzperle und den vielen Saisonkräften über den Büroleiter und den Betriebsleiter bis hin zum Inhaber und Erfinder dieser Gärtnerei. Nicht zuletzt die Kunden, die sich für dieses spezielle Sortiment aus den verschiedensten Gründen interessieren. Ein Puzzle einzelner Teile lag vor mir, aber wie diese Einzelteile sich zu der Gesamtlogistik dieser Gärtnerei mit ihrem riesigen Angebot zusammenfügen - das war mir nach wie vor ein Rätsel ...  Um den Betrieb und seine Struktur kennen zu lernen, vereinbarte ich Praxistage in den einzelnen Abteilungen, denn: Will ich etwas lernen, dann brauche ich eigene Erfahrungen um Abläufe wirklich begreifen zu können. Ich will mit eigenen Augen sehen, alles mit meinen eigenen Händen ertasten, den Duft selber riechen, dem speziellen Klang der Gärtnerei lauschen, kurzum: Ich brauche alle meine Sinne dafür.  Gesagt, getan, kurze Zeit später fand ich mich zu meiner eigenen und der Überraschung einiger Kollegen um 7 Uhr morgens in der Gärtnerei ein und stand fröhlich zu meinem ersten Einsatz an der Topfmaschine.  Zunächst bestand meine Aufgabe darin, die frisch getopften Pflanzen zu stickern, in die bereit stehenden Kisten zu stellen und diese flugs nebenbei auf die Gärtnerkarre zu stellen - alles natürlich während das Band mit den frisch getopften Pflanzen munter läuft. Geduldig zeigten mir Gudrun und Elvira die einzelnen Abläufe, Tricks und Kniffs, die sie sich im Laufe der Zeit angeeignet haben - aber mit dem Hinweis, dass jede so ihre eigene Art dabei entwickelt hätte.  Tja ... , ich glaube soweit werde ich heute nicht kommen eine &quot;eigene Art und Weise zu entwickeln&quot; ... diese Biester - auch genannt Sticker - wollen nicht so wie ich das will. Sah immer so leicht aus, was die Kolleginnen da tagtäglich tun ... Aber Gudrun ist geduldig, sie kennt das schon, wenn jemand neu an der Topfmaschine steht. Meist klappt es dann doch! Und ja, ich bin doch sehr überrascht, dass ich nach einiger Zeit den Dreh raus habe. Was ich daran merke, dass Gudrun still und heimlich die Taktung der liebevoll &quot;Gertrude&quot; genannten Maschine etwas schneller gestellt hat ... Meine Hände fühlen sich ob der ungewohnten Bewegungsabläufe ziemlich ungeschickt an, aber ich ergebe mich dem leisen Tuckern der Maschine und siehe da, geht doch schon ganz gut! Gerade als ich meine so den ganzen Tag weitermachen zu können, heißt es: &quot;Wechsel!&quot; Elvira nimmt meinen Platz ein, ich versteh nur Bahnhof ... also schnell hinter Jan herlaufen, der mich in die Geheimnisse des Ausstellens einweiht. Nun werden nämlich die fertig getopften Pflänzchen an einen Platz in der Gärtnerei gestellt, an dem sie fleißig weiterwachsen dürfen. Gar nicht so einfach in der Hochsaison! Der Platz ist rar, trotzdem hat Jan mit geübtem Blick schon einige Tische ausgemacht, deren Lücken groß genug sind. &quot;Tetris spielen&quot; heißt das im gärtnereieigenen Jargon, und auch hier gibt’s wieder Tipps und Tricks, zum Beispiel wie man mit der eigenen Handspanne an den Tischen überschlagen kann, ob der Platz nun wirklich reicht. Während Jan schon wieder zu einem anderen Einsatz gerufen wird, spiel ich nun fleißig Tetris und versuche dabei alles zu beachten, was ich gerade erzählt bekommen hab - inklusive diverser ... ja genau: Tipps und Tricks!  Die Kollegen sind wirklich eine Wucht, ich fühle mich sehr gut unterstützt! So, nun nochmal kräftig gießen das Ganze ... da kommt wie gerufen Brigitte, unsere Kulturleiterin, um die Ecke. Sie zeigt mir das fachgerechte Angießen und erklärt auch so nebenbei den Sinn des Ganzen.  &quot;Verstanden?&quot; &quot;Ja!&quot; &quot;Nachmachen!&quot; - Ich liebe es!  Zurück an der Topfmaschine löse ich die zu topfenden Pflanzen aus den Quickpots und erfahre, dass ich nach der Mittagspause auch mal selber topfen darf! Ich freu mich drauf, damit hatte ich nicht gerechnet. Insgeheim danke ich dem Not-Aus-Knopf, der leuchtend rot an der Maschine prangt für sein Vorhandensein und denke: &quot; ... wird schon werden!&quot; Und tatsächlich wird das Topfen für mich zum schönsten Teil an diesem Tag. Kleine Pflänzchen, denen es zu eng in der Quickpot-WG geworden ist, aus selbiger befreien und in einen mit frischer dunkler Erde gefüllten eigenen 9x9-cm-Topf setzen, der nun bis zum Versand oder Verkauf ihr Zuhause sein wird. Ich bin erstaunt, wie unterschiedlich sich die Wurzelballen anfühlen, manche ganz zart und weich, andere kräftig bis störrisch. Lorbeer zum Beispiel: der klettert fast allein heraus, stemmt sich mit all seiner Wurzelkraft in die Höhe in vermeintlich bessere Gefilde. Und wie gut sie duften ... aaaah, da kommt wieder eine Partie Minze ... das erfrischt! Inzwischen bin ich soweit, dass ich mich trotz Topfens unterhalten kann. Das entspannt ungemein! Bis plötzlich Gudrun eingreift: &quot;Jetzt wirst du nachlässig, die Pflanzen müssen etwas tiefer in den Topf!&quot; Recht hat sie, hab mich in Gedanken wohl doch zu weit von der Topfmaschine entfernt. Also wieder ganze Konzentration: auf die Töpfe, fertig, los!  Am Ende dieses ersten Praktikumstages bin ich restlos überzeugt: das hat’s gebracht! Ich hab viel gelernt, viel verstanden, viele schöne Bilder und Eindrücke im Kopf.  Und bin völlig baff, als mir klar wird, dass über 90 % des Pflanzenangebots der Gärtnerei seinen Weg auf diesem Band begonnen hat. Das ist gewaltig!  Und was meinen Gudrun und Elvira zu meinem Einsatz? &quot;Du bist zu gebrauchen, du darfst wieder kommen!&quot; Na denn!  Abends, kurz vorm Einschlafen, ziehen plötzlich kleine Pflänzchen wie an einer Schnur gezogen an meinem inneren Auge vorbei … vielleicht ein kleiner Gruß von Gertrude...? 
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            <title type="text">Aus dem Tagebuch einer Quereinsteigerin Teil 2 </title>
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                 (Katalog 2013, Seite 253) 
 Der nächste Tag ist schon gebucht, diesmal bei Brigitte, in der Kulturabteilung!  Zwei Tage später, morgens um 7 geht’s los. Der Kulturbereich umfasst hier in der Gärtnerei mitunter die Kunst des Räumens, die Musik des Gießwassers und die hohe Literatur diverser dadaistisch anmutender Pflegepläne. Letzteres ist gerade an Eva übergeben worden, mit der ich heute den Tag verbringen werde. Zu meinem Glück ist Eva bestens mit den Kürzeln vertraut und weiht mich in die Übersetzung der Formeln ein.  Wir beginnen mit dem Entspitzen und Schneiden verschiedener Pflanzen, stellen sie dann entweder zurück oder an neue Orte. Alles nach Plan: Tetris, Runde zwei! Eva scheint dieses Spiel zu lieben, im Stillen denke ich, dass sie bestimmt auch spielend Sudokus löst, für die mir persönlich absolut der Ehrgeiz fehlt. Manche der Pflanzen brauchen inzwischen mehr Platz um sich herum, andere wiederum dürfen Topf an Topf eng aneinander gekuschelt stehen. Auch hier gehört Zählen und Rechnen mit zum Programm. Meine Gehirnzellen weigern sich das alles aufzunehmen, es ist doch noch so früh ... ich bin froh, dass Eva alles im Griff hat! Zum Schluß alles wieder aufräumen, damit der nächste einen sauberen Platz vorfindet. Klappt fast immer, wenn ich Evas augenzwinkernden Kommentar dazu höre ...  Nach der Frühstückspause arbeiten wir draussen im Freiland weiter. Diverse Pflanzenpartien sollen geschnitten, gekrautet und gedüngt werden. Das Wetter ändert sich, es beginnt zu regnen. Wir flüchten mit einer Karre voller Pflanzen in einen der Tunnel.  So langsam begreife ich was es bedeutet, Tag für Tag bei jedem Wetter draussen zu arbeiten. Womöglich in ständigem Wechsel zwischen kalt und regnerisch draussen und warm und schwül im Gewächshaus. Puh! Ich fange an, meinen Bürostuhl zu lieben ...  Und weiter geht’s: Die Erde zum Auffüllen ist alle, also ziehe ich los um neue zu holen. Eva hat’s echt drauf. Sobald der Regen etwas nachlässt, sprinten wir aus dem Tunnel ins Freiland um direkt an den Kisten vor Ort weiter zu arbeiten. Das erspart das kräftezehrende Kisten schleppen. Leider war diese Phase nur kurz, aber immerhin: Eine Partie kann abgehakt werden!  Im Tunnel ist es fast gemütlich, so ohne Wind und Regen. Inzwischen sind weitere Kolleginnen auf der Suche nach einem trockenen Plätzchen dazu gekommen und es werden vergnügliche Anekdoten zum Besten gegeben. Das Lachen wärmt - von innen und von außen. Andere Kollegen kommen und gehen, freundliches Grüßen von hier nach da oder von hüben nach drüben. Schön, so mittendrin zu sein.  Brigitte schaut auch immer wieder vorbei und erkundigt sich, wie’s denn so klappt mit der &quot;Neuen&quot; ;) Nach der Mittagspause ein neuer Job für mich: Einige der wenigen Pflanzen, die nicht selbst in der Gärtnerei gezogen werden, sind angekommen und müssen noch gestickert werden, bevor sie ins Gelände gestellt werden können. Na, das kenn ich ja noch, vom Topfmaschinentag!  Bei einer Partie fehlen plötzlich Sticker, ob ich eben versuchen kann einige im Gärtnerei-Büro nachgedruckt zu bekommen? Kann ich. Im Büro treffe ich auf Tobias, der mir kurzerhand erklärt wie das Ganze funktioniert. Wieder was gelernt, ich bin begeistert!  Kurz danach fehlen wieder Sticker, diesmal übernehme ich freiwillig. Tobias ist im Gespräch, also versuch ich mein Glück allein und siehe da: Selber machen übt am besten, es funktioniert. Mein Freudenjauchzer entlockt Tobias ein erstauntes Grinsen, derweil ich mit flatternden Stickern den Pflänzchen entgegeneile.  Eine Besprechung mit Daniel beendet meinen Einsatz im Kulturbereich der Gärtnerei. Seufzend lasse ich mich auf den Stuhl fallen und spüre: Sitzen ist schön! 
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            <title type="text">Wildgemüse im Garten?</title>
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                 (Katalog 2013, Seite 17) 
 Draussen im Frühjahr begegnet er mir an jeder Ecke, der Löwenzahn. Nicht immer habe ich Gelegenheit ihn zu ernten, aber immer denke ich an frühere Zeiten zurück, in denen ich Ende März, Anfang April mit Küchenmesser bewaffnet raus gegangen bin in die Natur, und Löwenzahnrosetten ausgestochen habe. Zu Hause wurde dann ein Salat mit Äpfeln und Rosinen daraus gezaubert, oder, noch lieber, ein herrlich bitter schmeckender, gedünsteter Spinat. Herrlich bitter! Können Sie das verstehen? 
 Aber nicht alles ist so eindeutig zu bestimmen wie der Löwenzahn, der an jeder Ecke wächst und gedeiht. Viele Kräuter kennt man nur aus Büchern, oder sie wachsen gar nicht in unserer Gegend wild. Und wer weiß, wer da alles dran gepinkelt hat? Also holen wir doch ein paar Wildkräuter in den Garten. Dort wachsen sie oft noch viel besser als in der Natur, sie werden oftmals zarter und ernteergiebiger. Manchmal geht das auf Kosten des Geschmacks oder der heilenden Inhaltsstoffe... doch halt! Hier lauert ein Vorurteil. Pflanzen aus dem Garten können tatsächlich auch mehr Geschmacks- und Wirkstoffe enthalten, als die wilden Wilden draussen am Feldweg. 
 Ich denke es lohnt sich, einige Wildkräuter in den Garten zu holen. Für viele ist es eine schöne Vorstellung, diese undomestizierten Pflanzenwesen unter Kontrolle zu haben. Bilden wir uns zumindest ein. Nachdem wir Pflanzen oder Saatgut aus zuverlässiger Quelle im Garten besorgt haben und diese wachsen sehen, können wir Bücher studieren und Abbildungen vergleichen bis wir dann wirklich aus eigener Anschauung wissen, ja, das ist kein giftiger Schierling, sondern der essbare Wiesenkerbel! 
 Eines Tages aber werden Sie möglicherweise dann keine Lust mehr darauf haben, ihre wertvolle Beetfläche für wilde, und damit meine ich auch sich wild ausbreitende Kräuter her zu geben, doch Sie haben etwas anderes gewonnen: Sie wissen um diese oder jene Pflanze, Sie haben sie in ihrem Garten durch die Jahreszeiten hindurch erlebt, und ein paar Jahre später sehen sie dieselbe Pflanze am Wegesrand - und Sie nicken weise und gütig. 
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            <title type="text">Von Geruchsblindheit und Duftüberempfindlichkeit</title>
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                 (Katalog 2013, Seite 19) 
 Wenn es so etwas wie Rotgrün-Blindheit auf der Ebene des Sehens gibt, dann muss es etwas entsprechendes auch im Bereich der Düfte geben. Ich kann zum Beispiel kaum den Duft der Duftreseda wahrnehmen. Andererseits gehört für mich der Duft des Gaudichs zu den intensivsten, die ich mir vorstellen kann, ich erschnuppere ihn schon aus 10 Meter Entfernung bei sonnigem Wetter. Viele Mitarbeiter und Kunden sagen dagegen bei dieser für mich so duftgewaltigen Pflanze immer wieder: Sie riechen nichts, einfach rein gar nichts. Andere Düfte, die viele nicht wahrnehmen, sind der Duft von Waldmeister oder Mariengras, oder der Duft der Levkojen. Den unerwarteten Duft mancher Pflanzen bemerkt man oft erst gar nicht. Weil man ihn nicht vermutet. Ich habe neulich auf einer Reise durch die schottischen Highlands erstmals bemerkt, dass ganz gewöhnliche Brennnesseln meterweit einen starken, markanten Duft verströmen. Okay, zum Teil ist dieses Riecherlebnis vermutlich der nebeligen, wassergesättigten Luft in dieser Gegend zu verdanken, denn der Mensch riecht umso mehr, je feuchter die Luft, das ist erwiesen. 
 Auch andere nicht als Duftsensationen bekannte Kräuter haben einen Duft. Neulich habe ich das Schafgarbenöl für mich entdeckt. Auf der Haut aufgetragen duftet es wundervoll nach Zimt, wer hätte das gedacht! 
 Während man eine scheußlich Farbe eine Zeit lang ertragen mag, gehen einem Gerüche schnell sehr nahe und werden unerträglich. Manche Menschen bekommen Kopfschmerzen oder flüchten aus dem Haus, sobald man einen Strauss Tuberosen oder Lilienblüten in die Vase stellt. Seitdem ich weiß wie Engelwurz riecht, stelle ich fest, dass etwa jede dritte unangenehm stark parfümierte Frau, der ich begegne, eindeutig nach Engelwurz riecht. Eigentlich ist der Duft von Engelwurz sehr angenehm. Aber in Parfüms viel zu aufdringlich dosiert, - finde ich zumindest. Ehrlich gesagt: Ich kann Engelwurz als Tee besser genießen. Und Sie? 
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            <title type="text">Der Weg des Saatguts</title>
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                 (Katalog 2013, Seite 65) 
 In der Natur haben sich die Pflanzen die vielfältigsten Strategien überlegt, um ihre Samen zu verteilen. Es geht den Pflanzen darum, ihre Art zu erhalten, neue Gebiete zu besiedeln, oder es sich einfach in einem schönen Garten seines Lebens bequem zu machen und an der Sonne zu erfreuen. 
 Seit dem Zeitalter des Buchdrucks, der Printmedien und des Internets gibt es noch einen anderen ganz speziellen Weg - einen Weg, dem ich meinen Arbeitsplatz verdanke - den Weg der &quot;Rühlemanns&quot;. Die Pflanzen stellen sich in unserem Rühlemann – Katalog oder im Internetshop vor, weisen auf ihren Nutzen hin, kokettieren mit ihrer Schönheit, stellen ihre Eigenarten dar und hoffen, von Ihnen &quot;erwählt&quot; zu werden. Sie als Kunde haben die ganze Qual der Wahl. Sie sehen faszinierende, interessante, wohlgefällige Pflanzen und Samenkörner und alle möchten siedeln, ausgesät oder angepflanzt werden, um einen Platz zum Leben zu finden. 
 Nun sehen Sie eine interessante, wohlgefällige Pflanze, deren Saatgut Sie gerne Ihr Eigen nennen möchten, die Sie aus den verschiedensten Gründen nutzen wollen, sei es als Würze für‘s Essen, als gesundes Heilkraut, oder als Blickfang auf der nächsten kalten Platte. Gründe für das Habenwollen gibt es sicher viele. Und jetzt kommt der für Sie bequeme Teil: Sie brauchen nicht mehr als Sammler weltweit, oder gartenweit aktiv zu werden, sondern uns nur einfach Ihre Saatgutwünsche zu äußern. Die Pflanzen können sich also bequem zurücklehnen und sich ins Blatt lächeln, Vermehrung, Verteilung und Verbreitung, alles läuft nach Plan, Pflanze kommt herum in Deutschland, Europa oder in der Welt. Bei mir hier in meiner Abteilung werden die Samengeschwisterkörner getrennt und in hübschen weißen Rühlemannstüten in dieser Form auf ihre letzte Reise gebracht. Wenn die Samenkörner dann nach einer kurzen Reise mit der Deutschen Post bei Ihnen ankommen, ist immer auch ein guter Segen noch dabei. 
 Dann kann das Wunder des Lebens beginnen, bei Ihnen in Ihrem Garten. 
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            <title type="text">Aus dem Nähkästchen geplaudert</title>
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                 (Katalog 2013, Seite 105) 
 Die telefonische Bestellannahme ist ein Teil meiner Arbeit. Hier erlebt man tolle, außergewöhnliche, überraschende und lustige Sachen. Das muss man sich mal vorstellen: Mitten in der Hauptsaison, wenn das Telefon nicht mehr stillsteht - viele Kunden versuchen es tagelang - rufen Kunden an und sagen (die Freude ist zu hören), dass ihr Pflanzenpaket angekommen sei und sie begeistert sind. Das ist dann alles, was sie mir erzählen. Das find‘ ich toll, positive Rückmeldung unter erschwerten Bedingungen. 
 Wenn die Hauptsaison dem Ende zugeht und es ruhiger wird, kommt man schnell mal &quot;vom Hölzges auf Stöcksges&quot;. Ich bin keine Gärtnerin, aber eigene Erfahrungen teile ich gern mal mit den Kunden. Winterhartes Basilikum gibt es nicht, das hat sich mittlerweile herumgesprochen, aber Stecklinge selbst herstellen, das geht ganz einfach. Die Kunden freuen sich über meine Ideen. 
 Immer wieder lustig wird es, wenn es ganz, ganz schnell mit dem Pflanzenversand gehen muss. Es ist Dienstag, die Mutter einer Kundin wird am Wochenende 70 und soll Pflanzen geschenkt bekommen. Die Schwester der Kundin wird kurzerhand über einen zweiten Anschluss angerufen. So haben wir fast eine Konferenzschaltung. Gemeinsam suchen wir Pflanzen aus. Der Auftrag wird aufgenommen, in eine Sofortrechnung umgewandelt, die Rechnung in den Versand gebracht und die Kollegen dort mit einem freundlichen Lächeln bestochen, die Pflanzen heute noch raus zu schicken. Wir machen fast Unmögliches möglich. Das geht allerdings wirklich nur in der Nebensaison... 
 Und überhaupt, die Freude über den Katalog: &quot;Wunderschön&quot;, &quot;Toll&quot;, &quot;Extraklasse&quot;, &quot;Eine Kräuterbibel&quot;, &quot;Ich hab gedacht, ich bin im Himmel&quot;, &quot;Abends geh‘ ich immer mit ihm ins Bett&quot;, ... 
 Dann freu‘ ich mich immer mit! 
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            <title type="text">Pflanzenkost für Fleischfresser?</title>
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                 (Katalog 2013, Seite 107) 
 ... werde ich in meiner Praxis oft gefragt. 
 Meine Antwort: Ja! 
 In den Pflanzen sind viele Vitamine und Mineralien und Spurenelemente, die lebensnotwendig für die Tiere sind. Die Vorfahren unserer Haustiere, Wolf und Wildkatze, vertilgen ihre meist pflanzenfressenden Beutetiere mit Haut und Haar. Auch Magen und Darminhalt wird nicht verschont. So nehmen sie ihre Pflanzenkost in vorverdauter Form zu sich. Also, wir füttern Pflanzen! - Was für Pflanzen eignen sich? Man kann Obst und fast alle Gemüsearten, außer Kohl, Hülsenfrüchten und Zwiebeln, nehmen. Auch Garten- und Wildkräuter mit ihrer hohen Konzentration an Mineralien eignen sich hervorragend. Wie füttere ich die Pflanzen? Hund und Katze können die Pflanzen im Ganzen nicht verwerten, sie müssen &quot;aufgeschlüsselt&quot; sein. Wir müssen deshalb das Gemüse oder die Kräuter kochen oder pürieren, damit die Zellwände zerstört werden und so verdaut werden können. Ist das Tier jedoch krank und man möchte mit Kräutern heilen, sollte man vorher einen fachkundigen Tierheilpraktiker fragen. 
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            <title type="text">Wer flattert wo?</title>
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                 (Katalog 2013, Seite 137) 
 Wir befinden uns gerade in einer kleinen, aber feinen Kolonie von Topfmeisen. In der Regel ist es eine Vierergruppe. Vorbei ziehende Einzelvögel werden fröhlich begrüßt und in einem kleinen Gezwitscher aufgehalten. Meistens bleiben 2 Altvögel fest an ihrem Topfplatz und verstecken junge Grünpflanzen, die sie vorher in Massen gesammelt haben, in kleinen schwarzen Nestern. Dieses tun sie unermüdlich. Ein weiterer Vogel, z.B. der Jungvogel, zeigt dem Küken dann die besten Plätze zur Aufbewahrung. Dabei nutzen sie Transportmittel, die der Natur farblich angepasst sind. Dieses Verhalten der schlauen, agilen Gesellen wird immer an die nächste Generation weiter gegeben um das Überleben der kleinen Population zu sichern. Auffällig ist der Tagesrhythmus, der immer um 7.00 Uhr beginnt. Zwischendurch werden 2 Pausen zur Erholung eingelegt und um 16.00 Uhr verlässt die Gruppe ihren Topfplatz geschlossen. Am Wochenende trennt sich die Kolonie – es ist noch nicht erforscht in welchem Gebiet sie sich dann aufhalten. Am Montag erscheinen sie wieder fröhlich tirilierend um ihrer Beschäftigung nachzugehen. Topfmeisen, kleine Pioniere für eine wachsende, grünere Zukunft. Gleich gegenüber treffen wir auf einen große Gruppe Packstelzen. Ewig laut, fröhlich verlassen sie ihren angestammten Platz so gut wie nie. Ein seltsames Verhalten zeichnet sie aus. Ständig werden neue Nester in verschiedenen Größen gebaut und mit Pflanzen jeglicher Art, teils in mehreren Lagen, bestückt. Sorgfältig werden die Nester verschlossen, gekennzeichnet, gesammelt und in speziellen Boxen gelagert, bis sie 2 mal am Tag durch ein meist kanariengelb gefärbtes Vehikel entfernt werden. Routiniert geht ihre Tätigkeit über die Bühne. Auffällig ist hier besonders, dass immer wieder der älteste Leitvogel in der Truppe von allen Seiten laut gerufen wird. Beim genaueren Hinhören erkennt man ein klares Klaaahaaus. Dieser kümmert sich dann um alle Belange in der Kolonie. Auch die Packstelzen haben einen festen Zeitplan. Gegen 16.45 Uhr, oder leicht abweichend, schlägt das unermüdliche Tagesgezwitscher in ein Gekrächze, welches einem starken Husten gleicht, um. Plötzlich wirbelt die Gruppe extrem viel Staub auf. Ist es nur ein „Bad im Sand“, wie man es von anderen Vögeln kennt, oder ist es ein besonderes Zeichen von Gruppenzugehörigkeit? Dieses bleibt noch zu erforschen. In enger Symbiose mit den Packstelzen leben die Kommisioniererwachteln. Dieser Haufen ist der quirligste von allen. Unermüdlich, wie von einer inneren Stimme angetrieben, rennen sie mit weit ausladenden „Bauchtaschen“ Runde um Runde auf festgelegten Bahnen, um die Packstelzen mit Pflanzen zu versorgen. Wege, die schon von sehr vielen Wachteln vor ihnen ausgetreten wurden. Man vermutet, dass vor langer Zeit diese Spezies verlernt hat, das Magnetfeld der Erde zu lesen, und somit wohl auf unabsehbare Zeit kein Weg aus dem „im Kreis laufen“ gegeben ist. Wenn es Schwierigkeiten gibt, bedienen sich auch die Kommisioniererwachteln durch ein kurzes, knappes Rufen des Leitvogels Klaaahaaus. Eventuell wurde diese Art der Unterstützung bei den Packstelzen abgeguckt. Eines haben Packstelzen und Kommisionierwachteln gemeinsam: das Gezwitscher wird im Laufe des Tages immer unsinniger! Alle 3 Kolonien sind Zugvögel, die im Spätsommer, bzw. Herbst ihr Brutgebiet verlassen, um im Frühjahr wieder einzutrudeln. Hierbei ist festzustellen, dass sich die Gruppen ändern. Nur wenige Altvögel schaffen den Weg zurück. Die Topfmeisen sind noch die stabilste Population. Viel neues Leben ist dann zu sehen und zu HÖREN! Alle leben wieder friedlich unter einem Dach und zwitschern fröhlich vor sich hin. Mögen wir ihnen noch lange bei ihren unterschiedlichen Tätigkeiten zuschauen dürfen. 
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            <title type="text">Running (wo)man </title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2013, Seite 171) 
 &quot;Was machen die in der Vorkommissionierung eigentlich?&quot; &quot;Kisten schleppen!&quot; So könnte man es auf den Punkt bringen, das würde den Vorkommissionierern aber nicht gerecht werden. Im Wesentlichen geht es darum, Pflanzen in ausreichender Menge dem Versand zur Verfügung zu stellen. Dies beinhaltet den Bedarf zu ermittlen, die schönsten Pflanzen zu holen (Pflanzen verändern sich ständig, daher nicht immer ganz so einfach) und eben jene Pflanzen möglichst ansehnlich für den Versand herzurichten. &quot;Was braucht man eigentlich so als Vorkommissionierer?&quot; Ein Kopf wär schon vorteilhaft, darüber hinaus sind körperliche Belastbarkeit und Ausdauer wichtig. Da die Pflanzen so ziemlich über die ganze Gärtnerei verteilt sind, kommen so einige km Laufleistung während einer Saison zustande, entsprechende Kondition ist daher unabdingbar. Da Zählen ebenso zum Arbeitsalltag gehört, wäre schon erwähnter - möglichst mit Hirn gefüllter - Kopf wünschenswert. &quot;Muss ich wirklich zählen können?&quot; &quot;Ja!&quot; &quot;Muss ich alle drölf Tausen Pflanzen eures Sortiments bereits kennen um bei euch arbeiten zu können?&quot; &quot;Nein, aber es ist ganz sicher nicht von Nachteil ... Fleiss, Engagement, Teamfähigkeit und Motivation sind jedoch die entscheidenden Faktoren.&quot; &quot;Dürfen Frauen auch mitmachen?&quot; &quot;Na klar!&quot; &quot;Dann kann ich mich jetzt also bei euch bewerben?&quot; &quot;Ich bitte darum!&quot; 
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            <title type="text">Mutterkraut &amp; Luftzwiebeln</title>
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                <![CDATA[
                 (Katalog 2013, Seite 221) 
 ... haben mich verführt Rühlemanns-Kundin zu werden. Es war einmal, so Mitte der 90er-Jahre, ein Artikel in „essen &amp;amp; trinken“ über Daniel Rühlemann und seine Kräutergärtnerei. Damals lebte ich gerade in Süddeutschland und irgendwann kam dann der erste, noch kleine Rühlemanns-Katalog zu mir. Dieser Kräuter-Thriller katapultierte mich doch glatt in meine Kindheit zurück. Besser gesagt in mein Kinder-Paradies, den Garten meiner Großeltern ... 
 ... dort wo die Bonbons in Form von süßen Kirschen und Beeren wuchsen und auf Gartentellern - Rhabarberblättern - kredenzt wurden. Auf Bäumen rumklettern und die Zwerghühner bis zum Nachbarn jagen, oder Erbsen pulen - alles war gut. Meine Leidenschaft war Sträußchen aus herrlich duftendem Mutterkraut, Ringelblumen, Dillblüten, roter Schafgarbe und Möhrengrün zu arrangieren. Nun fand ich im Rühlemanns-Katalog all diese Schätze wieder: Mutterkraut (grün und gold!), rote Margerite (persisches Pyrethrum), Knöpfchen (Sumpfschafgarbe), Brautmyrte, Lampionblume und mein über alles geliebter Fingerhut (Wow, den gibt‘s auch in gelb! Muß ich haben!). Dann war da noch die bizarre Luftzwiebel zu der mich eine ganz besondere Liebe verbindet: die besten Senfgurken auf der Welt! Die hat meine Großmutter - mit Meerrettichstücken, gelben Senfkörnern, Dillblüten und ostpreußisch sparsam eingesetztem Zucker - gemacht. Köstliche Gurkenkrönung darin: die knackigen Minizwiebelchen! Weiter schweiften meine Gedanken von den im Keller hoch gestapelten Stiegen mit Äpfeln; Saftflaschen, Marmelade, Gläsern mit eingemachtem Obst und grünen Bohnen bis zum Horizont; Kartoffelkiste und in Sand eingeschlagenen Wurzelgemüsen; Steintöpfen mit Sauerkraut, Salz- und Senfgurken; bis hin zu den Nüssen, gedörrten Apfelringen und Pflaumen; Kamille, Schafgarbe und Minze für Tee auf dem Dachboden... aah, paradiesisch! 
 Nachdem meine glasigen Augen wieder klar wurden, habe ich im Katalog eingekringelt, angekreuzt, Wunschzettel geschrieben, Samentütchen mit Kräutern und Duftpflanzen bestellt und Kindheitsträume wachsen lassen... 
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            <title type="text">Das Wunder des Wachsens</title>
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                                            Das Wunder des Wachsens
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                 (Katalog 2013, Seite 223) 
 Ich liebe es mich um Pflanzen zu kümmern mit allem was dazugehört. Ich mag es sie anzusehen, zu beobachten, zu pflegen, ihre Gewohnheiten zu respektieren und danach zu handeln. 
 Ganz besonders liebe ich das Schneiden, &quot;denn ich sehe was, was du nicht siehst ... und das wird schööööööön!&quot; 
 Die Vorstellung, in welcher Pracht sich die Pflanze entfalten wird, gibt mir die Inspiration zum richtigen Schnitt. 
 Die Pflanzen belohnen mich dafür einige Zeit später mit ihrer gewachsenen Schönheit. 
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            <title type="text">Faszination Räuchern</title>
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                 (Katalog 2013, Seite 313) 
 Als Gärtner hat man ja bekanntlich schon einen direkten Draht zu Pflanzen. Es gibt da auch einen unsichtbaren, der mich schon sehr lange begleitet: das Energetische Räuchern. Nein! Hier geht es nicht um Räuchern von Fleisch oder Fisch wie es sich viele unserer Kunden vorstellen, sondern um den Pflanzengeist, der individuell in jeder Pflanze unterschiedliche Kräfte hat. Ich bin begeistert von der Magie und der Vielfalt der Räucherkräuter, wie z. B. der verschiedenen Salbeisorten, dem Beifuss oder dem Alant. Der Geist der Pflanzen lässt sich auf mehrere Art freisetzen wie uns die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten wie die Räucherschale mit Kohle oder gebündelte Pflanzen, auch Smudge genannt, (ein Verfahren wie es die Schamanen bei den Ureinwohnern Amerikas handhabten) zeigen. Durch die Verbindung mit Feuer kann sich der Geist im Rauch ungehindert verbreiten und seine Kraft entfalten, sei es um bei Wohnungswechsel die alten, von vorigen Nutzern hinterlassenen Energien aufzulösen und für die eigenen Platz zu schaffen, sei es um die Konzentration zu stärken oder innere Ruhe zu spenden. Die Welt des Energetischen Räucherns lässt jedem Raum, intuitiv seinen eigenen Weg damit zu gehen. Gerade jetzt in einer Zeit, die von Hektik und Stress dominiert wird, besinnt sich die Menschheit langsam wieder auf jahrhundertealte Traditionen aus den unterschiedlichsten Kulturen der Welt. 
 Neugierig geworden?  Probieren sie es aus!  Es lohnt sich. 
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