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Gärtnerei intern

Das ist dufte! Kräuterideen für Kinder von Anja Bodmann und Anke Gettel
(Katalog 2017, Seite 314)

Im Juli 2016 haben wir in unseren Schnupperstunden verschiedene Ideen vorgestellt, was Kinder mit Kräutern so alles anstellen können: Backen, Duftsäckchen füllen, Memories und Fensterbilder basteln, Kräutermärchen lesen oder sogar selber schreiben ...

Hier stellen wir einige unserer Ideen noch einmal vor - für Kindergeburtstage sicherlich eine willkommene Inspiration! Kraeuterideen 1

Duftsäckchen füllen

Kraeuterideen 2

Kraeuterideen 4

Trockne Kräuter, die Du gerne riechen magst. Nähe Dir aus Stoffresten ein kleines Säckchen. Tue etwas von den getrockneten Kräutern hinein und binde das Säckchen mit einem Band zu.

Glasuntersetzer & Geschenkanhänger

Trockne zwischen zwei dicken Büchern und Küchenpapier schöne Blätter oder eine schöne Blüte Deines Lieblingskrautes. Wenn es ganz trocken ist, kannst Du es einlaminieren.

Kräuter-Memory

Kraeuterideen 5

Nimm zwei gleiche Kärtchen. Auf das eine klebst Du ein Blatt, auf das zweite schreibst Du den Namen des Krautes.

Fliegenscheuche

Kraeuterideen 6

Ernte Lavendel mit langen Stielen. Nimm ein kleines Bündel und binde es mit einem Band direkt unter den Blüten zusammen. Knicke die Stiele in der Mitte nach oben ab. Wenn die Stiele jetzt die Blüten bedecken, kannst Du die Stiele noch einmal oben zusammenbinden. Wenn Du oben eine kleine Schlaufe lässt, kannst Du die Fliegenscheuche aufhängen.

Kräuterbubis

Kraeuterideen 7

Nimm einen einfachen Tonblumentopf, fülle Blumenerde ein und streue einige Kressesamen darauf. Stelle den Blumentopf mit einem Untersetzer auf die Fensterbank. Schon am nächsten Tag siehst Du erste Erfolge. Wenn die kleinen Pflänzchen etwa 2 bis 3 cm groß sind, kannst Du sie mit einer Schere abschneiden und auf Dein Brot streuen. Lecker!

Duftmemory

Du brauchst mehrere kleine Dosen. Fülle in je zwei Dosen das gleiche stark riechende Kraut. Zur Sicherheit kannst Du den Namen des Krautes unter die Dose schreiben. Du solltest mindestens 4 bis 5 verschiedene Kräuter nehmen. Jetzt alle Dosen offen auf den Tisch stellen und los geht‘s: Wer hat eine gute Nase hat und findet je zwei zusammenpassende Dosen?

Blüten-Eiswürfel

Kraeuterideen 8

Nimm eine Eiswürfelform. Fülle sie mit Wasser und lege in jedes Fach eine kleine Blüte. Vor dem Einfrieren die Blüte noch einmal etwas unter Wasser drücken. Die Form einfrieren, dann hast Du bald tolle Eiswürfel in Deinem Sprudel.

Kräuterkekse backen

Kraeuterideen 9

Kraeuterideen 10

 Rezepte

 

Die Kugel gilt als perfekte Form.
In ihr enthalten ist als Symbol der Ewigkeit die
endlose Form des Kreises und unendliche Symmetrie.

Geballter Kräuterduft: Duftkugeln von Tobias Breuckmann
(Katalog 2017, Seite 165)

Mit etwas Holzwolle und Wickeldraht lassen sich schnell und einfach Rohlinge für Duftkugeln herstellen.
Blätter und kleine Zweige verschiedenster Kräuter können dazu verwendet werden, sich Duft in schöner Form
in die Wohnung zu holen. Nach der Ernte der frischen Blätter lässt man diese leicht anwelken. Dann werden die
Blätter auf den Rohling gelegt und durch Umwickeln mit Zierdraht befestigt.

Ähnlich wie bei Potpourris können die Blätter einiger Arten hierbei als Fixativ für die ätherischen Öle dienen. Dazu eignet
sich besonders harziges Laub wie von Rosmarin, Cystus, Cistrose oder Kolibri-Salbei. Die Blätter dieser Arten können als
erste Schicht auf die Kugel gebunden werden und verleihen eine aromatische Grundnote. Anschließend werden darüber oder
daneben andere Komponenten auf die Kugel aufgebracht. Die Kugeln sollten nicht in der direkten Sonne liegen, da sie sonst recht
schnell verblassen.

Sind sie getrocknet, so ist auch in der dunklen Jahreszeit Kräuterduft zum Greifen nah. Bei leichter Berührung entfalten sich die Aromen besonders.

Welche Arten können gut verwendet werden? Blätter: Lorbeer, Blattkardamom, Salbei (Salvia officinalis, verschiedene Sorten) Räuchersalbei indianisch, Kolibri-Salbei, Australisches Zitronenblatt, Zitronenverbene, Eukalyptus, Lavendel, Minze. Kleine Zweige: Thymian, Rosmarin. Blütenblätter: Apothekerrose, Essigrose, Weinrose, Arabischer Jasmin. Blütentriebe: Lavendel.

Geballter Kraeuterduft 1 Geballter Kraeuterduft 2 Geballter Kraeuterduft 3

π

Blütenpapier - Blatt für Blatt Erinnerung von Anja Bodmann
(Katalog 2017, Seite 55)

Seit ich mir Mitte der
80er Jahre aus Südfrank-
reich handgeschöpftes Papier
mit Blüten mitgebracht habe, woll-
te ich solch ein Papier immer mal selber
herstellen. Was lange währt wird endlich gut
- ich habe mir den Sommer mit seinem Duft und seinen Farben ins Papier gezaubert!

Papier schoepfen

Schöpfen

Rollen

Pressen

Umdrehen

Umdrehen

Fertig

Fertig!

Ich habe Zellstoff und etwas altes Zeitungspapier mit wenig Schrift klein gerissen, in warmem Wasser eingeweicht und mit einem Pürierstab ganz fein püriert. Das ist die sogenannte Pulpe. Die Pulpe sollte gut weichen, ggf. über Nacht. In einer großen Schüssel, wo der Schöpfrahmen gut hineinpasst, habe ich die Pulpe in viel warmes Wasser gerührt.

Jetzt geht’s los: Ich habe den Rahmen etwas angekippt in das Gemisch eingetaucht und waagerecht langsam nach oben gezogen. Etwas gerüttelt, sodass das überschüssige Wasser ablaufen kann und das Papier dann auf ein Tuch gekippt. Weitere Tücher mit Papier habe ich oben drauf gelegt.

Wenn die Blüten gleich in die Pulpe gegeben werden und lange mit einweichen, halten sie besser im Papier. Legt man die Blüten oder Blätter erst nach dem Schöpfen auf das Papier, bleibt die Farbe sehr gut erhalten, sie fallen jedoch im trockenen Zustand leichter wieder ab. Zuletzt habe ich mit einem Nudelholz das restliche Wasser herausgedrückt und die Lappen mit dem Papier zum Trocknen ausgelegt. Dann braucht es nur noch gebügelt zu werden, damit es schön glatt wird.

Ganz besonders gut eignet sich Lavendel. Das Papier nimmt seinen Geruch an. Tagetesblüten oder Blütenblätter der Landnelke leuchten wunderschön. Ganze Zweige z.B. vom Rosmarin sehen gut aus, das Schreiben darauf geht jedoch nicht so gut.

 
Abschied von Gertrude
(Katalog 2016, Seite 337)
Abschied von Gertrude 1

Während die Pflanzenwelt im Freien noch im Winterschlaf verharrt, steigen Gudrun, Elli und Uta, unser eingespieltes Topfteam in die neue Gartensaison ein, damit die Pflanzen, die ab Ende März versendet werden gut durchwurzelt bei Ihnen zuhause ankommen.

Das Wiedersehen der drei ging 2015 einher mit der Verabschiedung einer langjährigen, treuen Kollegin: Gertrude, die seit fast 15 Jahren Tag für Tag unermüdlich die typischen schwarzen Pflanztöpfe mit Erde gefüllt hat, ging in den wohlverdienten Ruhestand. Sollte ihr etwas angerosteter Zustand es zulassen, darf sie auch in Zukunft ihrer Aufgabe in Altersteilzeit nachgehen.

Die Einarbeitung der Nachfolge ist bisher reibungslos verlaufen - was zunächst noch fehlte für die betriebsinterne Taufe war ein Name! Auch das Geschlecht konnte bis dahin noch nicht eindeutig bestimmt werden ...

Inzwischen ist die Wahl getroffen:
‚Gitte‘ hat die Probezeit ohne größere Probleme überstanden und verstärkt das Team nun dauerhaft mit ihrem bodenständigen Charme.
Und warum ausgerechnet ‚Gitte‘? Na, ist doch klar:

G	roßartiges
I	ndividuelles
T	opf
T	eam
E	inmalig
Abschied von Gertrude 2
Mittendrin statt nur dabei von Anja Bodmann, Martina Warnke und Franziska Spitzhüttl
(Katalog 2016, Seite 245)
Mittendrin 1

Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn unsere Telefone sind nicht in irgendeinem sterilen Bürokomplex untergebracht, sondern wir sind mitten in der Gärtnerei. Erreichbar für unsere Kunden und haben dennoch Kontakt zu den Pflanzen und Kollegen.

„Den ganzen Tag telefonieren, das wäre nichts für mich.“ So, oder so ähnliche Reaktionen kommen oft von unseren Kollegen. Aber wir machen das wirklich gerne.

Und eines unser Lieblingsthemen: Tee. Unser Arbeitstag besteht zwar nicht aus Teetrinken, aber das Austesten verschiedener Sorten oder Mischungen schmeichelt den überanstrengten Stimmbändern.

Seit Saisonbeginn 2015 sind wir sogar zu dritt. So haben möglichst viele Kunden die Möglichkeit eine Bestellung aufzugeben oder Fragen zur Bestellung oder dem Versand zu stellen.

Mittendrin 2

Das ist zwar oft anstrengend, aber interessant, wenn Fragen auftauchen wie: „Wann kommt mein Paket?“ „Ich habe eine Mahnung bekommen, was tun?“ Zwar sind wir keine Gärtner, aber die ein oder andere Frage zu den Pflanzen beantworten auch wir gerne:

Und immer wieder kommen auch lustige Sachen:
Eine Kundin fragt: „Da sind so kleine Tiere auf meiner Pflanze, wissen Sie wie die heißen?“ Antwort: Erna, Herbert, Heini ... Die Kundin fängt laut an zu lachen. Und nach einem Hinweis auf das Beratungstelefon jeden Mittwoch ist ihr schon einmal weitergeholfen.

Dieser direkte Kontakt mit Menschen, die genauso pflanzenbegeistert sind wie wir, ist wohl einer der schönsten Aspekte unserer Arbeit hier. Auch wenn in der Saison nicht immer die Zeit für ein Schwätzchen ist, so sind wir doch jeden Tag auf`s Neue gespannt, was der Tag so mit sich bringt.

Das sind einige der Gründe, warum wir drei hier sitzen.

Freude an der Arbeit.

Lasset die Spiele beginnen von Matthias Intemann
(Katalog 2016, Seite 233)

...wie jedes Jahr ist Väterchen Frosts Rückzug unser Startschuss in eine neue Saison. Ab Ende März dreht sich wieder alles um den Vertrieb unserer Pflanzen. Annähernd 900 Arten Pflanzen warten in den folgenden Monaten darauf entdeckt zu werden.

Doch bevor der Spaß beginnen kann, müssen wir unsere Kommissionshalle noch mit Leben, sprich Pflanzen füllen. Die Karren der Vorkommissionierung, sowie die Wagen der Kommissionierer werden geölt, die Packhalle füllt sich mit Kartons, Klebebändern, Postcontainern, Stiften, Zetteln, Packpapier – wir wären dann soweit.

Bis Ende Oktober heißt es dann wieder: suchen, finden, nehmen, krauten, schneiden, einräumen, kommissionieren, verpacken, scannen, versenden; gepaart mit Anspannung, Hektik (ein nichtgefundener Blutwurz kann schon mal nahtlos in einen Blutsturz übergehen), Stress, vor, zurück, hin, her, Schweiß, Entspannung und natürlich ganz viel
Liebe...herrlich.

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten ist Kommunikation das A, O und sogar U.

„Hol mal bitte 30 Hängende Sommerflieder.“

„30x fliegender Sommerhänger, kommt sofort!“

„?!¿¡“

 
Lasset 1 Lasset 2
 
 
Teilen von Tony Patzenhauer & Angelika Schröter
(Katalog 2016, Seite 231)
Teilen 1

...eins durch sechs, eins durch drei, manchmal auch nur durch zwei und manchmal sogar durch acht, neun oder zehn. Aus 200 mach 1000 und aus 50 werden 120.

...so vermehren wir alle Jahre wieder im Frühling die Pflanzen durch Teilung...

Rhizome, Zwiebeln, Knollen, Kindel oder Wurzelstöcke werden zerschnitten, zerrissen oder abgetrennt mit der Schere, dem Messer oder von Hand, jedoch immer mit einem gewissen Fingerspitzengefühl und einem wachsamen Auge auf vitale Knospen...

Von oben nach unten: Turiner Waldmeister, Schnittlauch ‚Profusion‘, Rosenwurz

Teilen 2
 
Vermehrung in der Vermehrung
(Katalog 2016, Seite 121)
Vermehrung

So, nun hat’s die Vermehrungsleiterin selbst erwischt ... unsere liebe Nina hat sich (mit voller Unterstützung ihres Mannes) selbst vermehrt. Ihr Bauchumfang hatte sich in den letzten Wochen enorm vergrößert, so dass sie sich mit dem Baby darin kaum mehr bücken konnte. Mitte Juni 2015 war es so weit: die erste, werdende Mutter der Gärtnerei begann ihre Schutzzeit und gab den Pikierstab weiter an ihre Nachfolgerin Angelika.

Es gab ein gebasteltes Stickerkrönchen von Nina für Angelika, ein wohltuendes Geschenk von allen für Nina und ein kleines Buffet von Kollegen für Kollegen.

Mittlerweile hat Nina eine gesunde Tochter (51cm & 3220g) zur Welt gebracht.

 

Liebe Nina, wir wünschen Dir und Deiner kleinen Familie viel Glück und Freude!

Im Direktverkauf - Von Silke Rogosik
(Katalog 2016, Seite 55)
Im Direktverkauf

Vom 1. April bis zum 30. September haben Sie hier die Möglichkeit von montags bis samstags in der Zeit von 10-18 Uhr unser umfangreiches Sortiment zu erschnuppern, beliebäugeln und auch zu probieren.

Ende März, wenn der Versand schon fleißig Pakete packt und verschickt, sind wir noch damit beschäftigt den Direktverkauf nach der Winterpause aufzupolieren.

Wir bemühen uns während der ganzen Saison alle verfügbaren Pflanzen des Sortimentes für Sie bereitzustellen. Sollte dennoch eine Sorte gänzlich „leergepflückt“ sein, sprechen Sie uns gerne an!

Neben all unseren Stammkunden, die mal eben aus der „Nähe“ angereist kommen, um sich neue kleine und große Schätze mit nach Hause zu nehmen, kommen täglich auch neue Kunden.
Viele von ihnen haben ihre Pflanzen bisher über unseren Internetshop bezogen und möchten gerne einmal live sehen und erleben, wo ihre Pflanzen herkommen, großgezogen und verschickt werden.
Mir ging es bei meinem ersten Besuch in diesem Kräuterparadies wie vielen Ersttätern:

Ich war berauscht und überwältigt vom Duft und der unglaublichen Vielfalt an Gewächsen und war deshalb sehr dankbar über die Orientierungshilfen in Form von einer großen Infotafel direkt im Eingangsbereich des Verkaufshauses auf der jede Pflanze mit Standort vermerkt ist und auch über das kleine Büchlein mit dem gleichen Inhalt, was ich mir an der Kasse ausleihen konnte.

Der Verkaufsbereich der Gärtnerei ist in einen Innen- und in einen Außenbereich unterteilt. Im Verkaufshaus finden Sie zum großen Teil wärmebedürftige Pflanzen, die eine frostfreie Überwinterung benötigen und es teilweise auch während der Sommermonate gerne kuschelig warm haben.

Die meisten winterharten Stauden und Gehölze finden Sie im Freiland des Verkaufbereiches. Von dort aus haben Sie auch eine gute Sicht auf einen Teil des fleißigen Teams, das bestellte Pflanzen für den Versand zusammen stellt, krautet, schneidet, düngt und bei zu hohen Temperaturen nicht nur die Pflanzen, sondern sich auch mal gegenseitig wässert... :)

Sie als Selbstabholer haben nicht nur das Glück sich die Pflanzen selber auszusuchen, sondern bekommen sogar noch als kleines Extra 10% Rabatt auf Pflanzen und Saatgut, wenn Sie sie selber zusammen suchen.

Ein kleiner Tipp: Bevor Sie an einer Pflanze rumknabbern, lesen Sie sich bitte die Beschreibung auf dem jeweiligen Schild genau durch, da sich auch giftige und nicht so besonders wohlschmeckende Pflanzen in unserem Sortiment befinden.

Fast jeden Tag bekomme ich von Kunden, oft nur im Vorbeieilen zu hören: „OHH wie schön muss es sein hier zu arbeiten!“ Dann muß ich immer grinsen und freu mich einen so wunderbaren Arbeitsplatz zu haben.

Wir wünschen Ihnen viel Inspiration und Spaß beim Stöbern!

P.S. Liebe Hunde- und Katzenbesitzer! Aus hygienischen Gründen bitten wir Sie von einem Mitführen Ihres Lieblings abzusehen.

 
Alles neu! ... oder: Die Packstelzen und Kommissionswachteln haben ein neues Nest! von Birgit Schloh
(Katalog 2014, Seite 97)
Packstelzen und Kommissionswachteln

Im Sommer 2012 begann der Neubau von drei großen Gewächshäusern, eines neuen Bürogebäudes und einer Pflanzen-Versandhalle. Der Bau war so gewaltig, dass die Versandabteilung schon dachte - bis zum Anfang der neuen Saison, Ende März, wird das nix. Aber wir wurden eines besseren belehrt. Eine riesige Halle (ca. 29 m lang und mit einer Deckenhöhe von ca. 6m) sollte ab jetzt die neue Versandabteilung beherbergen. Parallel dazu, hinter langen, bruchsicheren Glasscheiben, gibt es eine extra Abteilung für die Pflanzenkommissionierung. Die langen Tische füllten sich langsam mit unserem Sortiment und jeden Tag wurde es etwas grüner. Versandleiter Klaus hatte wieder mal seine handwerkliche Begabung rausgelassen und 14 neue Packtische, 14 Behälter für Holzwolle und noch ein kleines "Kabüffchen" für sich als Büro gebaut. Manches davon wurde erst 2 Tage vor Saisonstart fertig. Bauschutt und Bauabfälle mussten beseitigt werden und die riesige Halle bekam beim Ausfegen ihren ersten "Frühjahrsputz". Überall und mittendrin wuselten noch die Pflasterer und Elektriker, aber trotzdem mussten die Tische an die vorgesehenen Plätze gestellt und mit allem versorgt werden, was wir für den Pflanzenversand brauchen.

Ist der Abstand groß genug, kommt sich keiner ins Gehege, wird keiner von Containern, auf denen die Pflanzbestellungen in Kisten sind, in Gefahr gebracht? Alles musste bedacht werden um einen reibungslosen Start zu ermöglichen.
Dann kam das Kapitel *Umzug leicht gemacht*. Kartonage, Holzwolle, Büroartikel, und, und, und - alles musste vom alten ins neue Haus. Am 18.03.2013, bei eisigem Frost und Schnee ging es los. Am Ende der Woche hatte ich Furchen in Eis und Schnee gelaufen und ich schwöre!!!, die ganzen Utensilien haben wir bestimmt in der Saison 2012 gar nicht in der Menge gehabt, welche ich in der Woche hin und hergeschleppt habe. Die bestellten Postcontainer kamen, Karton und Packpapier trudelten ein und jeder wartete auf den Start. Pflanzen im Freiland lagen immer noch unter Vlies und einer Schneedecke. Der lange Winter brachte doch etliche Hindernisse mit sich, aber der Saisonstart stand unausweichlich vor der Tür.

Am 25.03.2013 kamen dann viele neue Packerpack-Kollegen/innen und auch neue Gesichter in den anderen Abteilungen waren zu sehen.

Viele Kollegen/innen aus den Vorjahren waren wieder dabei und jeder staunte über die enorm positive Veränderung. So geht also "schöner wohnen". Von der Enge einer 1-Zimmer-Wohnung in einen Palast. Nichts geht über ausreichend Platz für Mitarbeiter, Pakete und Arbeitsmaterial. Mit 13 Packerinnen und 6 Kommissionierern startete dann die Saison 2013. Nach kurzer Zeit hatten sich alle eingespielt und eine nette Gemeinschaft entstand.
Im Sommer spürten wir dann eine weitere deutlichere Verbesserung. Bei längeren Außentemperaturen von weit über 30°C im Schatten hätten wir locker über 40°C in der alten Versandabteilung gehabt. Im neuen Gebäude haben wir es max. auf "nur" 30°C geschafft. Aber trotzdem war jede Eispause willkommen. Da wir jetzt sehr viel Glasfläche haben, war das erste Gewitter auch schon ein nettes Schauspiel. Insgesamt ist das neue Nest sehr gut angekommen und angenommen worden, so dass hier noch so manches Paket in Zukunft für unsere Kunden auf den Weg gebracht wird.

 
Wildgemüse im Garten? Von Daniel Rühlemann
(Katalog 2013, Seite 17)
Wildgemüse im Garten?

Draussen im Frühjahr begegnet er mir an jeder Ecke, der Löwenzahn. Nicht immer habe ich Gelegenheit ihn zu ernten, aber immer denke ich an frühere Zeiten zurück, in denen ich Ende März, Anfang April mit Küchenmesser bewaffnet raus gegangen bin in die Natur, und Löwenzahnrosetten ausgestochen habe. Zu Hause wurde dann ein Salat mit Äpfeln und Rosinen daraus gezaubert, oder, noch lieber, ein herrlich bitter schmeckender, gedünsteter Spinat.
Herrlich bitter! Können Sie das verstehen?

 

Aber nicht alles ist so eindeutig zu bestimmen wie der Löwenzahn, der an jeder Ecke wächst und gedeiht. Viele Kräuter kennt man nur aus Büchern, oder sie wachsen gar nicht in unserer Gegend wild. Und wer weiß, wer da alles dran gepinkelt hat?
Also holen wir doch ein paar Wildkräuter in den Garten. Dort wachsen sie oft noch viel besser als in der Natur, sie werden oftmals zarter und ernteergiebiger. Manchmal geht das auf Kosten des Geschmacks oder der heilenden Inhaltsstoffe... doch halt! Hier lauert ein Vorurteil. Pflanzen aus dem Garten können tatsächlich auch mehr Geschmacks- und Wirkstoffe enthalten,

als die wilden Wilden draussen am Feldweg.

Ich denke es lohnt sich, einige Wildkräuter in den Garten zu holen. Für viele ist es eine schöne Vorstellung, diese undomestizierten Pflanzenwesen unter Kontrolle zu haben. Bilden wir uns zumindest ein. Nachdem wir Pflanzen oder Saatgut aus zuverlässiger Quelle im Garten besorgt haben und diese wachsen sehen, können wir Bücher studieren und Abbildungen vergleichen bis wir dann wirklich aus eigener Anschauung wissen, ja, das ist kein giftiger Schierling, sondern der essbare Wiesenkerbel!

Eines Tages aber werden Sie möglicherweise dann keine Lust mehr darauf haben, ihre wertvolle Beetfläche für wilde, und damit meine ich auch sich wild ausbreitende Kräuter her zu geben, doch Sie haben etwas anderes gewonnen: Sie wissen um diese oder jene Pflanze, Sie haben sie in ihrem Garten durch die Jahreszeiten hindurch erlebt, und ein paar Jahre später sehen sie dieselbe Pflanze am Wegesrand - und Sie nicken weise und gütig.

 
Von Geruchsblindheit und Duftüberempfindlichkeit von Daniel Rühlemann
(Katalog 2013, Seite 19)
Von Geruchsblindheit und Duftüberempfindlichkeit

Wenn es so etwas wie Rotgrün-Blindheit auf der Ebene des Sehens gibt, dann muss es etwas entsprechendes auch im Bereich der Düfte geben. Ich kann zum Beispiel kaum den Duft der Duftreseda wahrnehmen. Andererseits gehört für mich der Duft des Gaudichs zu den intensivsten, die ich mir vorstellen kann, ich erschnuppere ihn schon aus 10 Meter Entfernung bei sonnigem Wetter. Viele Mitarbeiter und Kunden sagen dagegen bei dieser für mich so duftgewaltigen Pflanze immer wieder: Sie riechen nichts, einfach rein gar nichts. Andere Düfte, die viele nicht wahrnehmen, sind der Duft von Waldmeister oder Mariengras, oder der Duft der Levkojen.
Den unerwarteten Duft mancher Pflanzen bemerkt man oft erst gar nicht. Weil man ihn nicht vermutet. Ich habe neulich auf einer Reise durch die schottischen Highlands erstmals bemerkt, dass ganz gewöhnliche Brennnesseln meterweit einen starken, markanten Duft verströmen. Okay, zum Teil ist dieses Riecherlebnis vermutlich der nebeligen, wassergesättigten Luft in dieser Gegend zu verdanken, denn der Mensch riecht umso mehr, je feuchter die Luft, das ist erwiesen.

Auch andere nicht als Duftsensationen bekannte Kräuter haben einen Duft. Neulich habe ich das Schafgarbenöl für mich entdeckt. Auf der Haut aufgetragen duftet es wundervoll nach Zimt, wer hätte das gedacht!

Während man eine scheußlich Farbe eine Zeit lang ertragen mag, gehen einem Gerüche schnell sehr nahe und werden unerträglich. Manche Menschen bekommen Kopfschmerzen oder flüchten aus dem Haus, sobald man einen Strauss Tuberosen oder Lilienblüten in die Vase stellt. Seitdem ich weiß wie Engelwurz riecht, stelle ich fest, dass etwa jede dritte unangenehm stark parfümierte Frau, der ich begegne, eindeutig nach Engelwurz riecht. Eigentlich ist der Duft von Engelwurz sehr angenehm. Aber in Parfüms viel zu aufdringlich dosiert, - finde ich zumindest. Ehrlich gesagt: Ich kann Engelwurz als Tee besser genießen. Und Sie?

 
Der Weg des Saatguts von Susanne Lütje
(Katalog 2013, Seite 65)
Weg_des_Saatguts

In der Natur haben sich die Pflanzen die vielfältigsten Strategien überlegt, um ihre Samen zu verteilen. Es geht den Pflanzen darum, ihre Art zu erhalten, neue Gebiete zu besiedeln, oder es sich einfach in einem schönen Garten seines Lebens bequem zu machen und an der Sonne zu erfreuen.

Seit dem Zeitalter des Buchdrucks, der Printmedien und des Internets gibt es noch einen anderen ganz speziellen Weg - einen Weg, dem ich meinen Arbeitsplatz verdanke - den Weg der "Rühlemanns". Die Pflanzen stellen sich in unserem Rühlemann – Katalog oder im Internetshop vor, weisen auf ihren Nutzen hin, kokettieren mit ihrer Schönheit, stellen ihre Eigenarten dar und hoffen, von Ihnen "erwählt" zu werden. Sie als Kunde haben die ganze Qual der Wahl. Sie sehen faszinierende, interessante, wohlgefällige Pflanzen und Samenkörner und alle möchten siedeln, ausgesät oder angepflanzt werden, um einen Platz zum Leben zu finden.

Nun sehen Sie eine interessante, wohlgefällige Pflanze, deren Saatgut Sie gerne Ihr Eigen nennen möchten, die Sie aus den verschiedensten Gründen nutzen wollen, sei es als Würze für‘s Essen, als gesundes Heilkraut, oder als Blickfang auf der nächsten kalten Platte. Gründe für das Habenwollen gibt es sicher viele. Und jetzt kommt der für Sie bequeme Teil: Sie brauchen nicht mehr als Sammler weltweit, oder gartenweit aktiv zu werden, sondern uns nur einfach Ihre Saatgutwünsche zu äußern. Die Pflanzen können sich also bequem zurücklehnen und sich ins Blatt lächeln, Vermehrung, Verteilung und Verbreitung, alles läuft nach Plan, Pflanze kommt herum in Deutschland, Europa oder in der Welt. Bei mir hier in meiner Abteilung werden die Samengeschwisterkörner getrennt und in hübschen weißen Rühlemannstüten in dieser Form auf ihre letzte Reise gebracht. Wenn die Samenkörner dann nach einer kurzen Reise mit der Deutschen Post bei Ihnen ankommen, ist immer auch ein guter Segen noch dabei.

 

Dann kann das Wunder des Lebens beginnen, bei Ihnen in Ihrem Garten.

Aus dem Nähkästchen geplaudert
(Katalog 2015, Seite 105)
Aus dem Nähkästchen geplaudert

Die telefonische Bestellannahme ist ein Teil meiner Arbeit. Hier erlebt man tolle, außergewöhnliche, überraschende und lustige Sachen. Das muss man sich mal vorstellen:
Mitten in der Hauptsaison, wenn das Telefon nicht mehr stillsteht - viele Kunden versuchen es tagelang - rufen Kunden an und sagen (die Freude ist zu hören), dass ihr Pflanzenpaket angekommen sei und sie begeistert sind. Das ist dann alles, was sie mir erzählen. Das find‘ ich toll, positive Rückmeldung unter erschwerten Bedingungen.

Wenn die Hauptsaison dem Ende zugeht und es ruhiger wird, kommt man schnell mal "vom Hölzges auf Stöcksges". Ich bin keine Gärtnerin, aber eigene Erfahrungen teile ich gern mal mit den Kunden. Winterhartes Basilikum gibt es nicht, das hat sich mittlerweile herumgesprochen, aber Stecklinge selbst herstellen, das geht ganz einfach. Die Kunden freuen sich über meine Ideen.

Immer wieder lustig wird es, wenn es ganz, ganz schnell mit dem Pflanzenversand gehen muss. Es ist Dienstag, die Mutter einer Kundin wird am Wochenende 70 und soll Pflanzen geschenkt bekommen. Die Schwester der Kundin wird kurzerhand über einen zweiten Anschluss angerufen. So haben wir fast eine Konferenzschaltung. Gemeinsam suchen wir Pflanzen aus. Der Auftrag wird aufgenommen, in eine Sofortrechnung umgewandelt, die Rechnung in den Versand gebracht und die Kollegen dort mit einem freundlichen Lächeln bestochen, die Pflanzen heute noch raus zu schicken. Wir machen fast Unmögliches möglich. Das geht allerdings wirklich nur in der Nebensaison...

Und überhaupt, die Freude über den Katalog: "Wunderschön", "Toll", "Extraklasse", "Eine Kräuterbibel", "Ich hab gedacht, ich bin im Himmel", "Abends geh‘ ich immer mit ihm ins Bett", ...

 

Dann freu‘ ich mich immer mit!

Pflanzenkost für Fleischfresser? Von Maren Weddige
(Katalog 2013, Seite 107)
Pflanzenkost für Fleischfresser

... werde ich in meiner Praxis oft gefragt.

Meine Antwort:  Ja!

In den Pflanzen sind viele Vitamine und Mineralien und Spurenelemente, die lebensnotwendig für die Tiere sind. Die Vorfahren unserer Haustiere, Wolf und Wildkatze, vertilgen ihre meist pflanzenfressenden Beutetiere mit Haut und Haar. Auch Magen und Darminhalt wird nicht verschont. So nehmen sie ihre Pflanzenkost in vorverdauter Form zu sich. Also, wir füttern Pflanzen! - Was für Pflanzen eignen sich? Man kann Obst und fast alle Gemüsearten, außer Kohl, Hülsenfrüchten und Zwiebeln, nehmen. Auch Garten- und Wildkräuter mit ihrer hohen Konzentration an Mineralien eignen sich hervorragend. Wie füttere ich die Pflanzen? Hund und Katze können die Pflanzen im Ganzen nicht verwerten, sie müssen "aufgeschlüsselt" sein. Wir müssen deshalb das Gemüse oder die Kräuter kochen oder pürieren, damit die Zellwände zerstört werden und so verdaut werden können. Ist das Tier jedoch krank und man möchte mit Kräutern heilen, sollte man vorher einen fachkundigen Tierheilpraktiker fragen.

Aus dem Tagebuch einer Quereinsteigerin Teil 1 von Katrin Borgmann
(Katalog 2013, Seite 235)
Tagebuch Quereinsteigerin 1

Seit dem ersten März 2012 arbeite ich für die Gärtnerei Rühlemann's. Mein Aufgabenbereich ist breit gefächert - oberstes Ziel: Das Gesamtpaket Gärtnerei zu bewerben. Das sind also nicht nur die Pflanzen - also das Produkt, welches die Gärtnerei herstellt - sondern auch die Gärtner selbst, die verschiedenen Gewächshäuser und der Platz auf dem sie stehen, all die Menschen, die dafür sorgen, dass diese Versandgärtnerei so läuft wie sie läuft - von der Putzperle und den vielen Saisonkräften über den Büroleiter und den Betriebsleiter bis hin zum Inhaber und Erfinder dieser Gärtnerei. Nicht zuletzt die Kunden, die sich für dieses spezielle Sortiment aus den verschiedensten Gründen interessieren. Ein Puzzle einzelner Teile lag vor mir, aber wie diese Einzelteile sich zu der Gesamtlogistik dieser Gärtnerei mit ihrem riesigen Angebot zusammenfügen - das war mir nach wie vor ein Rätsel ...
Um den Betrieb und seine Struktur kennen zu lernen, vereinbarte ich Praxistage in den einzelnen Abteilungen, denn: Will ich etwas lernen, dann brauche ich eigene Erfahrungen um Abläufe wirklich begreifen zu können.
Ich will mit eigenen Augen sehen, alles mit meinen eigenen Händen ertasten, den Duft selber riechen, dem speziellen Klang der Gärtnerei lauschen, kurzum: Ich brauche alle meine Sinne dafür.
Gesagt, getan, kurze Zeit später fand ich mich zu meiner eigenen und der Überraschung einiger Kollegen um 7 Uhr morgens in der Gärtnerei ein und stand fröhlich zu meinem ersten Einsatz an der Topfmaschine.
Zunächst bestand meine Aufgabe darin, die frisch getopften Pflanzen zu stickern, in die bereit stehenden Kisten zu stellen und diese flugs nebenbei auf die Gärtnerkarre zu stellen - alles natürlich während das Band mit den frisch getopften Pflanzen munter läuft. Geduldig zeigten mir Gudrun und Elvira die einzelnen Abläufe, Tricks und Kniffs, die sie sich im Laufe der Zeit angeeignet haben - aber mit dem Hinweis, dass jede so ihre eigene Art dabei entwickelt hätte.
Tja ... , ich glaube soweit werde ich heute nicht kommen eine "eigene Art und Weise zu entwickeln" ... diese Biester - auch genannt Sticker - wollen nicht so wie ich das will. Sah immer so leicht aus, was die Kolleginnen da tagtäglich tun ... Aber Gudrun ist geduldig, sie kennt das schon, wenn jemand neu an der Topfmaschine steht. Meist klappt es dann doch! Und ja, ich bin doch sehr überrascht, dass ich nach einiger Zeit den Dreh raus habe. Was ich daran merke, dass Gudrun still und heimlich die Taktung der liebevoll "Gertrude" genannten Maschine etwas schneller gestellt hat ... Meine Hände fühlen sich ob der ungewohnten Bewegungsabläufe ziemlich ungeschickt an, aber ich ergebe mich dem leisen Tuckern der Maschine und siehe da, geht doch schon ganz gut! Gerade als ich meine so den ganzen Tag weitermachen zu können, heißt es: "Wechsel!" Elvira nimmt meinen Platz ein, ich versteh nur Bahnhof ... also schnell hinter Jan herlaufen, der mich in die Geheimnisse des Ausstellens einweiht.

Nun werden nämlich die fertig getopften Pflänzchen an einen Platz in der Gärtnerei gestellt, an dem sie fleißig weiterwachsen dürfen. Gar nicht so einfach in der Hochsaison! Der Platz ist rar, trotzdem hat Jan mit geübtem Blick schon einige Tische ausgemacht, deren Lücken groß genug sind. "Tetris spielen" heißt das im gärtnereieigenen Jargon, und auch hier gibt’s wieder Tipps und Tricks, zum Beispiel wie man mit der eigenen Handspanne an den Tischen überschlagen kann, ob der Platz nun wirklich reicht. Während Jan schon wieder zu einem anderen Einsatz gerufen wird, spiel ich nun fleißig Tetris und versuche dabei alles zu beachten, was ich gerade erzählt bekommen hab - inklusive diverser ... ja genau: Tipps und Tricks!
Die Kollegen sind wirklich eine Wucht, ich fühle mich sehr gut unterstützt! So, nun nochmal kräftig gießen das Ganze ... da kommt wie gerufen Brigitte, unsere Kulturleiterin, um die Ecke. Sie zeigt mir das fachgerechte Angießen und erklärt auch so nebenbei den Sinn des Ganzen.
"Verstanden?" "Ja!" "Nachmachen!" - Ich liebe es!
Zurück an der Topfmaschine löse ich die zu topfenden Pflanzen aus den Quickpots und erfahre, dass ich nach der Mittagspause auch mal selber topfen darf! Ich freu mich drauf, damit hatte ich nicht gerechnet. Insgeheim danke ich dem Not-Aus-Knopf, der leuchtend rot an der Maschine prangt für sein Vorhandensein und denke: " ... wird schon werden!" Und tatsächlich wird das Topfen für mich zum schönsten Teil an diesem Tag. Kleine Pflänzchen, denen es zu eng in der Quickpot-WG geworden ist, aus selbiger befreien und in einen mit frischer dunkler Erde gefüllten eigenen 9x9-cm-Topf setzen, der nun bis zum Versand oder Verkauf ihr Zuhause sein wird. Ich bin erstaunt, wie unterschiedlich sich die Wurzelballen anfühlen, manche ganz zart und weich, andere kräftig bis störrisch. Lorbeer zum Beispiel: der klettert fast allein heraus, stemmt sich mit all seiner Wurzelkraft in die Höhe in vermeintlich bessere Gefilde. Und wie gut sie duften ... aaaah, da kommt wieder eine Partie Minze ... das erfrischt! Inzwischen bin ich soweit, dass ich mich trotz Topfens unterhalten kann. Das entspannt ungemein! Bis plötzlich Gudrun eingreift: "Jetzt wirst du nachlässig, die Pflanzen müssen etwas tiefer in den Topf!" Recht hat sie, hab mich in Gedanken wohl doch zu weit von der Topfmaschine entfernt. Also wieder ganze Konzentration: auf die Töpfe, fertig, los!
Am Ende dieses ersten Praktikumstages bin ich restlos überzeugt: das hat’s gebracht! Ich hab viel gelernt, viel verstanden, viele schöne Bilder und Eindrücke im Kopf.
Und bin völlig baff, als mir klar wird, dass über 90 % des Pflanzenangebots der Gärtnerei seinen Weg auf diesem Band begonnen hat. Das ist gewaltig!
Und was meinen Gudrun und Elvira zu meinem Einsatz? "Du bist zu gebrauchen, du darfst wieder kommen!" Na denn!
Abends, kurz vorm Einschlafen, ziehen plötzlich kleine Pflänzchen wie an einer Schnur gezogen an meinem inneren Auge vorbei … vielleicht ein kleiner Gruß von Gertrude...?

 
Wer flattert wo? Von Birgit Schloh
(Katalog 2013, Seite 137)
Wer flattert wo

Wir befinden uns gerade in einer kleinen, aber feinen Kolonie von Topfmeisen. In der Regel ist es eine Vierergruppe. Vorbei ziehende Einzelvögel werden fröhlich begrüßt und in einem kleinen Gezwitscher aufgehalten. Meistens bleiben 2 Altvögel fest an ihrem Topfplatz und verstecken junge Grünpflanzen, die sie vorher in Massen gesammelt haben, in kleinen schwarzen Nestern. Dieses tun sie unermüdlich. Ein weiterer Vogel, z.B. der Jungvogel, zeigt dem Küken dann die besten Plätze zur Aufbewahrung. Dabei nutzen sie Transportmittel, die der Natur farblich angepasst sind. Dieses Verhalten der schlauen, agilen Gesellen wird immer an die nächste Generation weiter gegeben um das Überleben der kleinen Population zu sichern. Auffällig ist der Tagesrhythmus, der immer um 7.00 Uhr beginnt. Zwischendurch werden 2 Pausen zur Erholung eingelegt und um 16.00 Uhr verlässt die Gruppe ihren Topfplatz geschlossen. Am Wochenende trennt sich die Kolonie – es ist noch nicht erforscht in welchem Gebiet sie sich dann aufhalten. Am Montag erscheinen sie wieder fröhlich tirilierend um ihrer Beschäftigung nachzugehen. Topfmeisen, kleine Pioniere für eine wachsende, grünere Zukunft. Gleich gegenüber treffen wir auf einen große Gruppe Packstelzen. Ewig laut, fröhlich verlassen sie ihren angestammten Platz so gut wie nie.

Ein seltsames Verhalten zeichnet sie aus. Ständig werden neue Nester in verschiedenen Größen gebaut und mit Pflanzen jeglicher Art, teils in mehreren Lagen, bestückt. Sorgfältig werden die Nester verschlossen, gekennzeichnet, gesammelt und in speziellen Boxen gelagert, bis sie 2 mal am Tag durch ein meist kanariengelb gefärbtes Vehikel entfernt werden. Routiniert geht ihre Tätigkeit über die Bühne. Auffällig ist hier besonders, dass immer wieder der älteste Leitvogel in der Truppe von allen Seiten laut gerufen wird. Beim genaueren Hinhören erkennt man ein klares Klaaahaaus. Dieser kümmert sich dann um alle Belange in der Kolonie. Auch die Packstelzen haben einen festen Zeitplan. Gegen 16.45 Uhr, oder leicht abweichend, schlägt das unermüdliche Tagesgezwitscher in ein Gekrächze, welches einem starken Husten gleicht, um. Plötzlich wirbelt die Gruppe extrem viel Staub auf. Ist es nur ein „Bad im Sand“, wie man es von anderen Vögeln kennt, oder ist es ein besonderes Zeichen von Gruppenzugehörigkeit? Dieses bleibt noch zu erforschen. In enger Symbiose mit den Packstelzen leben die Kommisioniererwachteln. Dieser Haufen ist der quirligste von allen.

Unermüdlich, wie von einer inneren Stimme angetrieben, rennen sie mit weit ausladenden „Bauchtaschen“ Runde um Runde auf festgelegten Bahnen, um die Packstelzen mit Pflanzen zu versorgen. Wege, die schon von sehr vielen Wachteln vor ihnen ausgetreten wurden. Man vermutet, dass vor langer Zeit diese Spezies verlernt hat, das Magnetfeld der Erde zu lesen, und somit wohl auf unabsehbare Zeit kein Weg aus dem „im Kreis laufen“ gegeben ist. Wenn es Schwierigkeiten gibt, bedienen sich auch die Kommisioniererwachteln durch ein kurzes, knappes Rufen des Leitvogels Klaaahaaus. Eventuell wurde diese Art der Unterstützung bei den Packstelzen abgeguckt. Eines haben Packstelzen und Kommisionierwachteln gemeinsam: das Gezwitscher wird im Laufe des Tages immer unsinniger! Alle 3 Kolonien sind Zugvögel, die im Spätsommer, bzw. Herbst ihr Brutgebiet verlassen, um im Frühjahr wieder einzutrudeln. Hierbei ist festzustellen, dass sich die Gruppen ändern. Nur wenige Altvögel schaffen den Weg zurück. Die Topfmeisen sind noch die stabilste Population. Viel neues Leben ist dann zu sehen und zu HÖREN! Alle leben wieder friedlich unter einem Dach und zwitschern fröhlich vor sich hin. Mögen wir ihnen noch lange bei ihren unterschiedlichen Tätigkeiten zuschauen dürfen.

 
Running (wo)man von Mathias Intemann
(Katalog 2013, Seite 171)
Running (wo)man

"Was machen die in der Vorkommissionierung eigentlich?" "Kisten schleppen!" So könnte man es auf den Punkt bringen, das würde den Vorkommissionierern aber nicht gerecht werden. Im Wesentlichen geht es darum, Pflanzen in ausreichender Menge dem Versand zur Verfügung zu stellen. Dies beinhaltet den Bedarf zu ermittlen, die schönsten Pflanzen zu holen (Pflanzen verändern sich ständig, daher nicht immer ganz so einfach) und eben jene Pflanzen möglichst ansehnlich für den Versand herzurichten. "Was braucht man eigentlich so als Vorkommissionierer?"
Ein Kopf wär schon vorteilhaft, darüber hinaus sind körperliche Belastbarkeit und Ausdauer wichtig. Da die Pflanzen so ziemlich über die ganze Gärtnerei verteilt sind, kommen so einige km Laufleistung während einer Saison zustande, entsprechende Kondition ist daher unabdingbar.
Da Zählen ebenso zum Arbeitsalltag gehört, wäre schon erwähnter - möglichst mit Hirn gefüllter - Kopf wünschenswert. "Muss ich wirklich zählen können?" "Ja!" "Muss ich alle drölf Tausen Pflanzen eures Sortiments bereits kennen um bei euch arbeiten zu können?" "Nein, aber es ist ganz sicher nicht von Nachteil ... Fleiss, Engagement, Teamfähigkeit und Motivation sind jedoch die entscheidenden Faktoren." "Dürfen Frauen auch mitmachen?" "Na klar!" "Dann kann ich mich jetzt also bei euch bewerben?" "Ich bitte darum!"

 
Mutterkraut & Luftzwiebeln von Silke Mauruschat
(Katalog 2013, Seite 221)

... haben mich verführt Rühlemanns-Kundin zu werden. Es war einmal, so Mitte der 90er-Jahre, ein Artikel in „essen & trinken“ über Daniel Rühlemann und seine Kräutergärtnerei. Damals lebte ich gerade in Süddeutschland und irgendwann kam dann der erste, noch kleine Rühlemanns-Katalog zu mir. Dieser Kräuter-Thriller katapultierte mich doch glatt in meine Kindheit zurück. Besser gesagt in mein Kinder-Paradies, den Garten meiner Großeltern ...

Mutterkraut und Luftzwiebeln

... dort wo die Bonbons in Form von süßen Kirschen und Beeren wuchsen und auf Gartentellern - Rhabarberblättern - kredenzt wurden. Auf Bäumen rumklettern und die Zwerghühner bis zum Nachbarn jagen, oder Erbsen pulen - alles war gut.

Meine Leidenschaft war Sträußchen aus herrlich duftendem Mutterkraut, Ringelblumen, Dillblüten, roter Schafgarbe und Möhrengrün zu arrangieren.
Nun fand ich im Rühlemanns-Katalog all diese Schätze wieder: Mutterkraut (grün und gold!), rote Margerite (persisches Pyrethrum), Knöpfchen (Sumpfschafgarbe), Brautmyrte, Lampionblume und mein über alles geliebter Fingerhut (Wow, den gibt‘s auch in gelb! Muß ich haben!). Dann war da noch die bizarre Luftzwiebel zu der mich

 

eine ganz besondere Liebe verbindet: die besten Senfgurken auf der Welt! Die hat meine Großmutter - mit Meerrettichstücken, gelben Senfkörnern, Dillblüten und ostpreußisch sparsam eingesetztem Zucker - gemacht. Köstliche Gurkenkrönung darin: die knackigen Minizwiebelchen!
Weiter schweiften meine Gedanken von den im Keller hoch gestapelten Stiegen mit Äpfeln; Saftflaschen, Marmelade, Gläsern mit eingemachtem Obst und grünen Bohnen bis zum Horizont; Kartoffelkiste und in

 

Sand eingeschlagenen Wurzelgemüsen; Steintöpfen mit Sauerkraut, Salz- und Senfgurken; bis hin zu den Nüssen, gedörrten Apfelringen und Pflaumen; Kamille, Schafgarbe und Minze für Tee auf dem Dachboden... aah, paradiesisch! Nachdem meine glasigen Augen wieder klar wurden, habe ich im Katalog eingekringelt, angekreuzt, Wunschzettel geschrieben, Samentütchen mit Kräutern und Duftpflanzen bestellt und Kindheitsträume wachsen lassen...

 
Das Wunder des Wachsens von Eva Brendel
(Katalog 2013, Seite 223)
Das Wunder des Wachsens

Ich liebe es mich um Pflanzen zu kümmern
mit allem was dazugehört.
Ich mag es sie anzusehen, zu beobachten,
zu pflegen, ihre Gewohnheiten zu respektieren
und danach zu handeln.

Ganz besonders liebe ich das Schneiden, "denn
ich sehe was, was du nicht siehst ...
und das wird schööööööön!"

Die Vorstellung, in welcher Pracht sich
die Pflanze entfalten wird, gibt mir
die Inspiration zum richtigen Schnitt.

Die Pflanzen belohnen mich dafür einige Zeit
später mit ihrer gewachsenen Schönheit.

 
Aus dem Tagebuch einer Quereinsteigerin Teil 2 von Katrin Borgmann
(Katalog 2013, Seite 253)
Tagebuch Quereinsteigerin 2

Der nächste Tag ist schon gebucht, diesmal bei Brigitte, in der Kulturabteilung!
Zwei Tage später, morgens um 7 geht’s los. Der Kulturbereich umfasst hier in der Gärtnerei mitunter die Kunst des Räumens, die Musik des Gießwassers und die hohe Literatur diverser dadaistisch anmutender Pflegepläne. Letzteres ist gerade an Eva übergeben worden, mit der ich heute den Tag verbringen werde. Zu meinem Glück ist Eva bestens mit den Kürzeln vertraut und weiht mich in die Übersetzung der Formeln ein.
Wir beginnen mit dem Entspitzen und Schneiden verschiedener Pflanzen, stellen sie dann entweder zurück oder an neue Orte. Alles nach Plan: Tetris, Runde zwei! Eva scheint dieses Spiel zu lieben, im Stillen denke ich, dass sie bestimmt auch spielend Sudokus löst, für die mir persönlich absolut der Ehrgeiz fehlt. Manche der Pflanzen brauchen inzwischen mehr Platz um sich herum, andere wiederum dürfen Topf an Topf eng aneinander gekuschelt stehen. Auch hier gehört Zählen und Rechnen mit zum Programm. Meine Gehirnzellen weigern sich das alles aufzunehmen, es ist doch noch so früh ... ich bin froh, dass Eva alles im Griff hat! Zum Schluß alles wieder aufräumen, damit der nächste einen sauberen Platz vorfindet. Klappt fast immer, wenn ich Evas augenzwinkernden Kommentar dazu höre ...
Nach der Frühstückspause arbeiten wir draussen im Freiland weiter. Diverse Pflanzenpartien sollen geschnitten, gekrautet und gedüngt werden. Das Wetter ändert sich, es beginnt zu regnen. Wir flüchten mit einer Karre voller Pflanzen in einen der Tunnel.
So langsam begreife ich was es bedeutet, Tag für Tag bei jedem Wetter draussen zu arbeiten. Womöglich in ständigem Wechsel zwischen kalt und regnerisch draussen und warm und schwül im Gewächshaus. Puh! Ich fange an, meinen Bürostuhl zu lieben ...
Und weiter geht’s: Die Erde zum Auffüllen ist alle, also ziehe ich los um neue zu holen.

Eva hat’s echt drauf. Sobald der Regen etwas nachlässt, sprinten wir aus dem Tunnel ins Freiland um direkt an den Kisten vor Ort weiter zu arbeiten. Das erspart das kräftezehrende Kisten schleppen. Leider war diese Phase nur kurz, aber immerhin: Eine Partie kann abgehakt werden!
Im Tunnel ist es fast gemütlich, so ohne Wind und Regen. Inzwischen sind weitere Kolleginnen auf der Suche nach einem trockenen Plätzchen dazu gekommen und es werden vergnügliche Anekdoten zum Besten gegeben. Das Lachen wärmt - von innen und von außen. Andere Kollegen kommen und gehen, freundliches Grüßen von hier nach da oder von hüben nach drüben. Schön, so mittendrin zu sein.
Brigitte schaut auch immer wieder vorbei und erkundigt sich, wie’s denn so klappt mit der "Neuen" ;)
Nach der Mittagspause ein neuer Job für mich: Einige der wenigen Pflanzen, die nicht selbst in der Gärtnerei gezogen werden, sind angekommen und müssen noch gestickert werden, bevor sie ins Gelände gestellt werden können. Na, das kenn ich ja noch, vom Topfmaschinentag!
Bei einer Partie fehlen plötzlich Sticker, ob ich eben versuchen kann einige im Gärtnerei-Büro nachgedruckt zu bekommen? Kann ich. Im Büro treffe ich auf Tobias, der mir kurzerhand erklärt wie das Ganze funktioniert. Wieder was gelernt, ich bin begeistert!
Kurz danach fehlen wieder Sticker, diesmal übernehme ich freiwillig. Tobias ist im Gespräch, also versuch ich mein Glück allein und siehe da: Selber machen übt am besten, es funktioniert. Mein Freudenjauchzer entlockt Tobias ein erstauntes Grinsen, derweil ich mit flatternden Stickern den Pflänzchen entgegeneile.
Eine Besprechung mit Daniel beendet meinen Einsatz im Kulturbereich der Gärtnerei. Seufzend lasse ich mich auf den Stuhl fallen und spüre: Sitzen ist schön!

 
Faszination Räuchern von Bernd U. Eggers
(Katalog 2013, Seite 313)
Faszination Räuchern
Die Kraft der Pflanzengeister

Als Gärtner hat man ja bekanntlich schon einen direkten Draht zu Pflanzen. Es gibt da auch einen unsichtbaren, der mich schon sehr lange begleitet: das Energetische Räuchern. Nein! Hier geht es nicht um Räuchern von Fleisch oder Fisch wie es sich viele unserer Kunden vorstellen, sondern um den Pflanzengeist, der individuell in jeder Pflanze unterschiedliche Kräfte hat.

Ich bin begeistert von der Magie und der Vielfalt der Räucherkräuter, wie z. B. der verschiedenen Salbeisorten, dem Beifuss oder dem Alant. Der Geist der Pflanzen lässt sich auf mehrere Art freisetzen wie uns die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten wie die Räucherschale mit Kohle oder gebündelte Pflanzen, auch Smudge genannt, (ein Verfahren wie es die Schamanen bei den Ureinwohnern Amerikas handhabten) zeigen.

Durch die Verbindung mit Feuer kann sich der Geist im Rauch ungehindert verbreiten und seine Kraft entfalten, sei es um bei Wohnungswechsel die alten, von vorigen Nutzern hinterlassenen Energien aufzulösen und für die eigenen Platz zu schaffen, sei es um die Konzentration zu stärken oder innere Ruhe zu spenden.

Die Welt des Energetischen Räucherns lässt jedem Raum, intuitiv seinen eigenen Weg damit zu gehen. Gerade jetzt in einer Zeit, die von Hektik und Stress dominiert wird, besinnt sich die Menschheit langsam wieder auf jahrhundertealte Traditionen aus den unterschiedlichsten Kulturen der Welt.

?Neugierig geworden
!Probieren sie es aus
.Es lohnt sich

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